Teddyhamster im Portrait: Charakter, Pflege und artgerechte Haltung

Teddyhamster sind ausgesprochen beliebte Haustiere, die vorrangig durch ihr langes Fell auffallen.

Dank des zahmen Charakters sind sie eine tolle Wahl für Kinder.

Welche Besonderheiten du bei der Haltung und Pflege eins Teddyhamsters berücksichtigen musst und wie du dem sanftmütigen Charakter des Tieres gerecht werden kannst, erfährst du hier.

Steckbrief

Größe13 – 18 cm
Farbehell bis dunkel, einfarbig, mehrfarbig
Alter2 – 3 Jahre
Charakterzahm und zutraulich
HaltungsartEinzelhaltung

Der Charakter eines Teddyhamsters

Der Teddyhamster oder auch Angora-Hamster ist die langhaarige Variante des Goldhamsters.

Er ist ausgesprochen beliebt bei den Haltern von Nagern und auch für Anfänger bestens geeignet: Er lässt sich schnell zähmen und zeigt sich selbst bei geringem Aufwand in kurzer Zeit zutraulich.

Dennoch bevorzugt er eine Einzelhaltung, da er sich mit Artgenossen des anderen Geschlechts nur während der Paarungszeit verträgt.

Weibchen lassen nur zu dieser Zeit Männchen in ihrem Territorium zu. Danach werden diese, falls notwendig, auch mit Gewalt vertrieben.

Wenn du mehrere Teddyhamster halten möchtest, solltest du daher getrennte Käfige anschaffen und diese nicht zu nah aneinanderstellen. Denn bereits ein zu geringer Abstand und die ständige Nähe zu anderen Artgenossen kann einen Stressfaktor darstellen.

Dennoch kannst du an einem Teddyhamster viel Freude haben: Er sehr aktiv, lernt gerne und bewegt sich viel. Dadurch wird es für dich möglich, ihm immer wieder neue Einrichtungen und Aktivitätsspielzeuge anzubieten und ihm sogar kleine Tricks beizubringen.

Die richtige Haltung

Bei dem Käfig für deinen Teddyhamster gilt: je größer, desto besser.

Eine große Grundfläche und mehrere Etagen helfen dabei, deinem Tier viel Bewegungsspielraum wie möglich zu geben. Zugleich bietet es dir die Option, das Hamsterheim immer wieder neu einzurichten.

Wichtig sind:

Auf diese Weise wird dein Tier artgerecht beschäftigt, fühlt sich sicher und ist ausgelastet. Dadurch wird es zufriedener und glücklicher.

Die Lebenserwartung eines Teddyhamsters

Mit einer Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren werde die Teddyhamster leider nicht sonderlich alt.

Sie werden bereits mit wenigen Wochen geschlechtsreif und können schon mit anderthalb Jahren erste Altersanzeichen zeigen. Dazu gehören etwa eine geringere Beweglichkeit und damit das Nachlassen der eigenen Fellpflege.

So solltest du einen Teddyhamster pflegen

Aufgrund des langen Fells solltest du deinen Teddyhamster von Anfang an daran gewöhnen, dass er eine Pflege durch dich akzeptiert. Die Haare sammeln Schmutz auf, halten Feuchtigkeit länger in sich und können verfilzen.

Darauf musst du dich unbedingt einstellen.

Hat dein Hamster etwa Durchfall, verklebt das Fell und kann die Haut reizen oder abtrocknen und den After verschließen. Wunden, Fliegenmaden und auch das Verhindern des Kotabsatzes stellen dann mögliche Risiken dar.

Hinzu kommt, dass die langen Fellhaare den Verdauungstrakt auch innerlich verschließen können. Denn Hamster sind reinliche Tiere, die sich häufig am Tag putzen. Dabei nehmen sie Haare auf, die sich im Magen und Darm zusammenballen und zu Festkörpern entwickeln können.

Diese können wiederum einen Darmverschluss erzeugen.

Da die Teddyhamster so klein sind und bereits eine Narkose schlecht vertragen, ist die dafür erforderliche Operation kaum durchführbar und mit einem hohen Risiko verbunden.

Das gilt selbst dann, wenn der Darmverschluss rechtzeitig bemerkt wird.

Aus diesen Gründen solltest du dein Tier in jedem Fall von Anfang an bürsten und kämmen. Hierdurch gewöhnt es sich an die Fellpflege und erfährt diese unter anderem als Streicheleinheit oder empfindet diese zumindest nicht als Stress.

Achtung: Für dich bedeutet es jedoch mehr Aufwand als bei einem kurzhaarigen Hamster.

Hinzu kommt, dass die Haut von Angora-Hamstern schlechter fühl und sichtbar ist. Kontrollen auf Verletzungen, Parasiten oder Hauterkrankungen und -veränderungen sind daher nicht so einfach möglich und erfordern mehr Zeit und Gewöhnung.

Auch darauf musst du dich einlassen, denn bereits ein fortgeschrittener Milbenbefall oder ein entzündeter Kratzer können erhebliche Probleme bereiten und lassen sich aufgrund der Größe auch nur schwer behandeln.

Das Farbspektrum

Teddyhamster finden sich in hellen und dunklen Farben, Mischformen, mit Mustern und in verschiedenen Haarlängen. Sie können unterschiedliche Zeichnungen aufweisen und das Fell kann sich im Laufe der Zeit leicht umfärben.

Am häufigsten treten jedoch die Wildfarbe des Goldhamsters und rein beige Teddyhamster auf.

Wenn du dich für eine besondere Farbe interessierst, haben wir einen Tipp: Frag gezielt nach den Elterntieren!

Denn eine Einkreuzung anderer Rassen ist bei Hamstern nicht ungewöhnlich. So kann die Farbe beispielsweise auch darauf hindeuten, dass eine „wildere“ Rasse eingekreuzt wurde und damit auch Verhalten und Krankheitsanfälligkeit anders ausfallen.

Kann dir diese Frage im Zoofachgeschäft niemand beantworten, wähle lieber einen Teddyhamster vom Züchter.

Der Charakter lässt sich dann besser einschätzen und auch die genetische Veranlagung in Hinblick auf Krankheiten ist einfacher nachzuvollziehen.

Eine Garantie dafür, dass dein Hamster gesund alt wird, ist das zwar ebenfalls nicht, das Risiko dafür ist jedoch geringer.

Häufig gestellt Fragen

Wann sind Teddyhamster ausgewachsen?

Etwa mit drei bis vier Monaten haben die Teddyhamster eine erwachsene Größe erreicht. Sie wachsen jedoch bis ans Lebensende wenige Millimeter weiter. Die geschieht unauffällig.

Durch Unterernährung oder einen sehr kleinen Käfig kann es auch zu einem verzögerten Wachstum kommen.

Über 18 Zentimeter in der Länge erreichen die Tiere jedoch nicht.

Wann sind Teddyhamster wach?

Teddyhamster gehören zu den dämmerungsaktiven Tieren.

Das bedeutet, dass sie abends aufwachen und in der Nacht mehrere Aktivitätsphasen haben. Pro Nacht können sie mehrere Kilometer zurücklegen, um Futter zu suchen, sich das Fell zu pflegen und ihr Territorium zu verteidigen.

Bei der Haltung als Haustier bedeutet das aber, dass sie deinen Schlaf erheblich stören können.

Sie sollten daher nicht im Schlafzimmer gehalten werden.

Zudem musst du vermeiden, dass sie tagsüber Störungen ausgesetzt sind. Denn auch der ansonsten friedliche Teddyhamster kann durch Schlafmangel aggressiv oder nervös und ängstlich werden.

Achtung: Versuche bitte nicht, deinen Hamster tagaktiv zu machen.

Was fressen Teddyhamster am liebsten?

Eine Mischung aus Raufutter, Samen, Körnern und tierischem Eiweiß ist ideal.

Achte darauf, dass dein Teddyhamster für sein Futter arbeiten muss. Hierdurch wird er zugleich beschäftigt und ist besser ausgelastet.

Tipp: Du kannst Hamster-Futter auch selbst machen.

Wie viel darf ein Teddyhamster wiegen?

Das ist abhängig von der Größe.

Da er bis zu 18 Zentimeter lang werden kann, kann er auch bis zu 200 Gramm wiegen. Ein lediglich 12 Zentimeter langes Tier sollte hingegen deutlich leichter sein.

Bei der Feststellung von Übergewicht stellen jedoch vor allem die Körperform und die Muskeln wichtige Anhaltspunkte dar.

Ein straffer Körper mit gut fühlbaren Rippen ist gesund.

Steht hingegen die Wirbelsäule heraus oder stechen die Hüftknochen hervor, ist das Tier zu dünn. Auch ein aufgedunsener Bauch oder kaum spürbare Rippen sind Warnzeichen und deuten entweder auf eine Erkrankung oder auf Übergewicht hin.

Wie viele Babys bekommen Teddyhamster?

Die Wurfgröße liegt zwischen sechs und zwölf Jungtieren.

Abweichungen sind natürlich möglich.

Sei dir dessen jedoch bewusst, da sich die kleinen Tiere rasant vermehren können.

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