Sind Hamster in der Nacht laut? Das solltest du unbedingt wissen…

Hamster sind bekannt dafür, dass sie die Nacht zum Tage machen. Die kleinen, pelzigen Tierchen werden in den frühen Abendstunden erst richtig aktiv und beginnen mit ihrer nächtlichen Routine.

Doch was genau veranstalten die wuseligen Nager dann eigentlich? Und warum tun sie das? Gibt es auch tagaktive Rassen?

Wir bringen Licht ins Dunkel des geheimnisvollen Hamsterlebens und decken interessante Fakten rund um das beliebte Haustier auf. Darüber hinaus geben wir wertvolle Tipps, wie du den nächtlichen Geräuschpegel deines Hamsters verringern kannst.

Los geht’s!

Im Schutze der Nacht – darum ist der Biorhythmus des Hamsters im Dunkeln aktiv

Der putzige Hamster bevölkert millionenfach die Wohnstuben der Menschen und erfreut sie mit seinem drolligen Gebaren und niedlichem Aussehen – wenn man das seltene Glück hat, ihn tagsüber zu Gesicht zu bekommen.

Der Hamster ist ein nachtaktives Tier, das den Großteil des Tages verschläft und erst zur Dämmerung aus seinem Bau kommt.

Wenn es dunkel wird und Ruhe einkehrt, dann ist es Zeit für den Auftritt des flauschigen Pelzträgers. Dabei nimmt er wenig Rücksicht auf das Schlafbedürfnis seiner menschlichen Mitbewohner.

Der Grund für sein nächtliches Treiben liegt ganz einfach in der Natur des Nagers.

Schauen wir uns dazu den wildlebenden Hamster an: Dieser geht nur nachts auf Futtersuche, da er tagsüber leichte Beute für Fressfeinde, wie zum Beispiel Greifvögel, wäre. Die Nachtaktivität dient also dem Eigenschutz des Nagetiers und sichert ihm mit dieser Strategie das Überleben.

Dein Hamster im Haus ist diesen Gefahren selbstverständlich nicht ausgesetzt, aber das natürliche und instinktive Verhalten ist trotz Domestizierung nicht verloren gegangen. Der unverwechselbare Biorhythmus des kleinen Nagers lässt sich eben nicht einfach wegzüchten.

Und das ist auch gut so!

Ein tagaktiver Hamster – Traum oder Wirklichkeit?

In vielen Foren rund um das Thema Hamster taucht zu diesem Thema immer wieder die Frage auf, ob es auch eine tagaktive Rasse gibt. Andere suchen nach Anleitungen, um ihren Hamster dementsprechend „umzuerziehen.“ Als Grund wird unter anderem auch die nächtliche Geräuschentwicklung genannt.

Da die Natur es so vorgesehen hat, dass ein Hamster seine Aktivitäten des Nachts verrichtet, existiert seither auch keine tagaktive Rasse. Allen Hamstern ist derselbe Tag-Nachtrhythmus gemein. Wer sich damit nicht oder nur schwer arrangieren kann, sollte sich besser für ein Meerschweinchen oder Kaninchen als passendes Haustier entscheiden.

Ein Umgewöhnen des Hamsters zu mehr Geschäftigkeit am Tage ist zwar möglich, aber wenig empfehlenswert. Das Herausreißen aus seinen natürlichen Verhaltensmustern schadet dem empfindlichen Hamster und verkürzt seine Lebenserwartung drastisch.

Verdächtige Geräusche in der Nacht? – Der Hamster war’s!

Was treibt dein Hamster eigentlich die ganze Nacht?

Sicherlich hast du dich das auch schon einmal gefragt und die einzelnen Geräusche des nächtlichen Trubels einzuordnen versucht. Gehen wir doch einmal auf klangliche Spurensuche, so lernst du dein Haustier noch besser kennen und kannst vielleicht das ein oder andere Geräusch verringern oder sogar ganz abstellen.

Übrigens: Hamster können selbstverständlich träumen und verursachen auch dadurch Geräusche.

#1: Knabbern an den Gitterstäben

Wenn sich dein kleiner Nager mit seinen scharfen Beißerchen am Käfiggitter zu schaffen macht, ist das natürlich ein sehr unschönes Geräusch für deine Ohren.

Zeigt dein Hamster dieses Verhalten, kann das auf Stress oder Langeweile hindeuten. Damit es nicht chronisch wird, solltest du die Ursache möglichst schnell finden und beseitigen.

Meist liegt es an der Käfiggröße, die deinen Hamster dazu bringt, ständig an den Stäben zu knabbern. Er fühlt sich eingeengt in seiner Bewegungsfreiheit und versucht auf diese Weise seinen Raum zu vergrößern oder sogar auszubrechen.

Damit dein Hamster sich wohlfühlt, ist ein ausreichend großer Käfig mit Möglichkeiten zum Buddeln und anderen Beschäftigungen nötig.

Eine gute Alternative zum klassischen Metallkäfig und gleichzeitig die beste Lösung des Knabberproblems stellt ein Holzgehege mit Sichtfenstern oder sogar ein umfunktioniertes Terrarium dar.

Zusätzlich kannst du deinen Hamster mit geeignetem Futter versorgen, woran er ordentlich zu knabbern hat.

Beide Maßnahmen sollten ihn vom nervigen Knabbern abhalten. Du machst deinem Hamster das Leben damit sehr viel angenehmer und dich selbst befreist du von einem lästigen Lärmproblem.

#2: Aktivitäten im Laufrad

Kommen wir zum nächsten Störgeräusch: „Es geht rund“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Rede ist vom Laufrad.

Die Geräuschentwicklung hängt in hohem Maße von der Qualität des Rades ab. Hier lohnt es sich für ein spezielles Laufrad, welches sich besonders leise dreht, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

#3: Eigengeräusche

Und zu guter Letzt ist natürlich der Hamster selbst mit seinem breit gefächerten Ton-Repertoire und seiner komplexen Lautsprache ein nicht gerade schweigsamer Hausgenosse.

Doch was bedeuten die verschiedenen Äußerungen deines tierischen Lieblings eigentlich? Was will er dir damit im jeweiligen Fall sagen?

Wie du Experte in der „Hamstersprache“ wirst, erklären wir dir im folgenden Kapitel.

So deutest du die „Hamstersprache“ richtig

Deine Alarmglocken sollten läuten, wenn das kleine Tierchen ein Quieken von sich gibt. Das ist ein Zeichen von Angst und ist meist bei neu angeschafften Tieren der Fall. Gib dem kleinen Nager die nötige Zeit, sich an die neue und fremde Umgebung zu gewöhnen.

Schlägt die Angst in Aggressivität um, äußert sich das durch Fauchen, Knurren oder auch Zähneklappern. Bei solchen Drohlauten lässt du deinen Hamster am besten ebenfalls in Ruhe, schon nach kurzer Zeit wird er merken, dass du ihm nichts Böses willst.

Eine Art Niesgeräusch gibt der Nager von sich, wenn etwas Ungewohntes oder Neues passiert. Er nutzt es als Ventil, um seine Aufregung zu entladen.

Durch Mark und Bein geht einem hingegen das Schreien des Hamsters, wenn er unter anderem starke Schmerzen hat.

Wir hoffen sehr, dass du es nie hören wirst!

Demgegenüber kannst du beruhigt sein, wenn dein Hamster fiepende Geräusche von sich gibt, während er seinen üblichen Aktivitäten nachgeht. Die kleinen Eigenbrötler neigen nämlich dazu, Selbstgespräche zu führen.

Wenn du die Lebensbedingungen deines Hamsters so artgerecht wie möglich gestaltest und dabei seine natürlichen Verhaltensweisen mit einbeziehst und berücksichtigst, wird sich der Lärmpegel in Grenzen halten.

Die vorangegangenen Tipps und Hinweise sollen dir bei der erfolgreichen Umsetzung helfen. Natürlich lässt sich eine gewisse Geräuschentwicklung nicht ganz vermeiden, doch die solltest du deinem Hamster auch zugestehen.

Fazit: Hamster sind eben nachtaktiv!

Hamster sind nachtaktive Tiere. Dieser Tatsache solltest du dir bereits vor der Anschaffung des kleinen Nagers bewusst sein.

Mit der richtigen Einstellung, dem richtigen Equipment und dem richtigen Standort (ein Hamster-Gehege gehört nicht ins Schlafzimmer) kannst du dich jedoch mit Sicherheit an den etwas anderen Rhythmus gewöhnen und viel Spaß mit dem kleinen Fellknäuel haben.

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