Hamster Preisübersicht – was kostet ein Hamster

Hamster gelten als kostengünstige Tiere in der Anschaffung und Haltung.

Von privat werden sie manchmal sogar verschenkt und viel fressen können die kleinen Nager ebenfalls nicht.

Dennoch können sowohl der Kauf des Hamsters als auch die laufenden Kosten überraschend hoch ausfallen.

In diesem Beitrag erfährst du, wie viel du für den Kauf eines Hamsters und dessen Grundausstattung einplanen musst und wovon die laufenden Kosten abhängen. Wir geben dir zudem Tipps, wie du bei den Ausgaben sparen kannst, ohne Abstriche bei der Lebensqualität deines Hamsters zu machen.

Hamster: Kaufpreis

Der Kaufpreis für einen Hamster ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei diesen handelt es sich um:

  • Zoohandlung, Züchter, Tierschutz oder Privatverkauf
  • Rasse
  • Geschlecht

Generell liegt der Kaufpreis zwischen 5 und 30 Euro.

Warum liegen die Kosten aber so weit auseinander?

Züchter oder Zoohandlung: Kosten und Unterschiede

Wer sich zum ersten Mal einen Hamster kaufen möchte, sieht die Zoohandlung oftmals als die beste Anlaufstelle.

Hier sind Hamster auch scheinbar günstig. Da sie aber erst einem Züchter abgekauft und bis zum Weiterverkauf versorgt werden müssen, liegt der Preis oftmals höher als direkt beim Züchter.

Hinzu kommt, dass viele Zoohandlungen den Namen des Züchters nicht offenlegen. Hierdurch ist also unklar, ob es sich wirklich um rassereine und gesunde Tiere handelt oder vielleicht ein Inzucht-Wurf von privat in dem Geschäft abgegeben wurde.

Beim Züchter hast du hingegen mehrere Vorteile. Bei diesen handelt es sich um:

  • einen oftmals geringeren Kaufpreis
  • Kontrolle der Vererbung
  • Elterntiere sind bekannt
  • Haltungsbedingungen können überprüft werden
  • Hamster ist rasserein

Dadurch erlebst du beispielsweise keine Überraschung, wenn der vermeintliche Zwerghamster doch größer wird.

Hinzu kommt, dass typische Probleme durch Inzucht vermieden oder zumindest das Risiko dafür kleingehalten wird.

Viele Züchter können dich darüber hinaus umfassend zu der jeweiligen Rasse beraten.

Weitere Möglichkeiten sind der Tierschutz oder private Abgaben.

Tierschutz und private Abgaben

Beim Tierschutz kommen Tierheime, Hamster in Not e.V. oder Hamsterhilfe infrage. Hier gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr.

Wurde das Tier samt Zubehör abgegeben, kann dieses teilweise direkt mit dazu gekauft werden.

Falls du kein Jungtier möchtest, kann das also eine gute Variante sein.

Junge Hamster sind gegebenenfalls aber ebenfalls erhältlich, wenn ein ungewollter Wurf abgegeben wurde.

Das Informieren an den betreffenden Stellen lohnt sich also.

Allerdings hast du hier ebenso wie bei privaten Abgaben wieder potenzielle Nachteile.

Denn es handelt sich möglicherweise nicht um einen reinrassigen Hamster oder aber das Ergebnis von Inzucht.

Damit gehen häufig gesundheitliche Probleme einher.

Von Vorteil kann es jedoch sein, dass die Tiere schon zahm und gut an den Menschen gewöhnt sind.

Teilweise werden die Hamster aus privater Hand aber verschenkt oder wenn eine Haltung gar nicht mehr möglich ist, kostenlos mit dem gesamten Zubehör abgegeben.

An dieser Stelle ist also bereits eine erhebliche Einsparung möglich.

Rasse als Kostenfaktor

Je seltener eine Rasse oder ein Farbschlag ist, desto höher ist der Kaufpreis in der Regel.

Ein Goldhamster kostet in der Anschaffung daher meist weniger als der nicht so weit verbreitete Campbell-Hamster.

Handelt es sich um seltene Farbschläge, kann der Preis ebenfalls höher liegen.

Geschlecht und Kaufpreis

Dieser Unterschied ist nicht immer gegeben, kann aber vorkommen.

So werden Weibchen mancherorts teurer angeboten, da du mit ihnen ebenfalls schneller züchten könntest.

Informiere dich daher im Vorfeld, ob es einen Kaufpreis-Unterschied bei den Geschlechtern gibt.

Kosten für Hamsterkäfig, Terrarium oder Hamsterheim

Ebenfalls zu der Anschaffung gehört natürlich die passende Unterkunft für deinen Hamster.

Handelsübliche Hamsterkäfige sind in der Regel deutlich zu klein, können aber dennoch 25 bis 50 Euro kosten – obwohl sie sich nicht eignen.

Für ein Terrarium, einen mehrstöckigen Hamsterkäfig oder ein Hamsterheim, das sogar im Wohnzimmer schmückend wirkt, solltest du 50 bis 150 Euro einplanen.

Das mag zunächst viel erscheinen. Allerdings wirkt sich eine große Unterkunft mit viel Bewegungsmöglichkeit positiv auf die Gesundheit und das Verhalten deines Hamsters aus.

Du sparst daher also Tierarztkosten ein und hast mehr Freude an deinem Haustier.

Was kosten Ausstattung und Spielzeuge?

Zu der Ausstattung im Hamsterheim gehören unter anderem:

  • Schlafhaus
  • Hamstertränke
  • Futterschalen
  • Spielzeuge

Für das Schlafhaus fallen 10 bis 30 Euro an.

Eine Hamstertränke beziehungsweise eine kleine Nippeltränke kannst du 3 bis 10 Euro einplanen.

Futterschalen kosten jeweils 1 bis 3 Euro.

Bei den Spielzeugen und Beschäftigungsmöglichkeiten ist die Preisspanne deutlich größer.

Wenn du ein sicheres Laufrad mit großem Durchmesser integrierst und Spielzeuge ansonsten selbst anfertigst, reichen 10 bis 30 Euro vollkommen aus.

Für Futterbälle, Raufen und Röhren können hin und wieder ebenfalls 10 bis 30 Euro anfallen.

Da die Anschaffung jedoch meist einmalig erfolgt, halten sich die Ausgaben hierfür in Grenzen.

Zudem können die Elemente der Grundausstattung auch dann weiterverwendet werden, wenn ein neuer Hamster angeschafft wird.

Bei der Ausstattung handelt es sich also häufig um einmalige Kosten.

Laufende Kosten bei der Hamsterhaltung

Die laufenden Kosten bei der Hamsterhaltung setzen sich aus den folgenden Faktoren zusammen:

  • Futter
  • Einstreu
  • Tierarzt
  • Sand

Wie hoch sind die Futterkosten bei einem Hamster?

Futter besteht bei Hamstern aus Sämereien, Grün- beziehungsweise Frischfutter sowie tierischem Eiweiß.

Für hochwertiges Trockenfutter bestehend aus Saaten, Kernen und getrockneten Blüten sowie Kräutern musst du etwa mit 6 bis 10 Euro für 500 Gramm rechnen.

Da aber selbst ein Mittelhamster lediglich eine sehr geringe Menge pro Tag benötigt, halten 500 Gramm problemlos etwa zwei Monate oder sogar länger.

Pro Monat solltest du also etwa 5 Euro einplanen.

Frischfutter, wie Kräuter, Gräser, Obst und Gemüse musst du nicht extra für deinen Hamster kaufen.

Du kannst ihm schlicht ein kleines Stückchen von deinem Essen anbieten.

Ebenfalls ausreichend ist ein kleines Blatt Löwenzahn, ein Trieb Golliwoog oder etwas Petersilie. Alternativ kannst du einen kleinen Blumentopf mit geeigneten Pflanzen ziehen.

Die Kosten hierfür sind also ausgesprochen gering.

Bleibt noch das tierische Eiweiß. Hierfür kommen gekochtes Eiklar, Joghurt oder Mehlwürmer infrage.

Während ein Stück Ei oder ein halber Teelöffel Joghurt beim Menschenessen abfallen, solltest du für getrocknete Mehlwürmer 4 bis 8 Euro für 100 Gramm einplanen.

Diese reichen ebenfalls für längere Zeit, sodass die Kosten sehr gering ausfallen.

Für das Futter deines Hamsters musst du nur wenige Cent pro Tag einplanen.

Unsere Tipps: Plane jeden Tag einen Euro ein. Auf diese Weise kannst du dein Tier sehr hochwertig ernähren und hast dennoch Ersparnisse für Tierarztkosten oder neue Spielzeuge.

Was kosten Einstreu und Sand für den Hamster?

Geeignete Einstreu-Varianten sind:

  • Holzspäne
  • Stroh
  • Heu
  • Hanf

Für große Packungen bezahlst du pro Stück etwa 2 bis 10 Euro, abhängig von der Art. Für 60 Liter Kleintierstreu musst du lediglich 1,50 bis 2 Euro einplanen.

Diese Packungsgröße reicht für zwei bis drei Monate. Bei Heu und Stroh sogar deutlich länger.

Mit einer gesamten Ausgabe von 10 Euro hast du also genug Späne, Stroh und Heu für drei Monate.

Etwas teurer wird es, wenn du Hanfstreu verwendest und deinem Hamster zusätzlich Baumwollblüten anbietest.

Selbst dann betragen die Ausgaben auf den Monat gerechnet aber nur etwa 5 Euro.

Fehlt noch der Bandesand für deinen Hamster.

Dieser kostet 0,50 bis 3 Euro pro Kilogramm. Je größer die Packung, umso geringer der Preis.

Zudem lässt er sich sehr häufig wiederverwenden und du kannst Kot sowie andere Verunreinigungen durch ein einfaches Sieben entfernen.

Einmalig einen 5kg-Eimer zu kaufen, reicht daher meist das ganze Hamsterleben lang.

Tierarztkosten

Eine pauschale Angabe lässt sich hier leider nicht machen.

Manche Hamster sind ihr Leben lang gesund.

Andere weisen zu lange Zähne auf, bekommen Abszesse, Durchfall, Diabetes oder Tumore. Auch ein Herausdrücken der Augen oder Knochenbrüche sind möglich.

Die Kosten können daher von null bis hin zu mehreren Hundert Euro reichen.

Die Behandlungen überschreiten finanziell betrachtet aber meist nicht 200 oder 300 Euro pro Hamster.

Je besser, sicherer und artgerechter die Hamsterhaltung gestaltet ist, desto geringer fallen die Tierarztkosten aus.

Bastelst du Spielzeuge selbst oder schaffst Beschäftigungen durch Futterspiele, Äste, Zweige und gesicherten Freilauf, kannst du ebenfalls sparen.

Dennoch solltest du die Kosten nicht unterschätzen.

Am besten ist es, bereits vor der Anschaffung und jeden Monat der Haltung 10 bis 20 Euro speziell für den Hamster zu sparen.

Auf diese Weise hast du ein Polster, wenn es doch zu einer umfassenderen Behandlung beim Tierarzt kommen sollte oder du etwas bei der Ausstattung ersetzen musst.

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