6 Anzeichen: So zeigen Hamster, dass sie traurig sind (inkl. Tipps für mehr Wohlbefinden)

Als Hamster-Besitzer liegt dir selbstverständlich das Wohlbefinden deines kleinen Nagers am Herzen.

Aber wie lässt sich erkennen, wie sich ein Tier fühlt?

In diesem Beitrag verraten wir dir 6 Anzeichen, an denen du sofort erkennen kannst, dass dein Hamster traurig ist. Außerdem geben wir dir Tipps an die Hand, was du gegen diese Traurigkeit unternehmen kannst.

Los geht’s!

6 Anzeichen für einen traurigen Hamster

#1: Nagen und Beißen am Käfiggitter

Die Käfiggröße ist meistens ein Grund, weshalb sich dein pelziger Freund nicht wohlfühlt. Die Nagerbehausungen aus dem Zoofachhandel sind meist viel zu klein. Du solltest den Bewegungsdrang des agilen Tierchens nicht unterschätzen.

Wusstest du, dass der wild lebende Hamster jede Nacht rund fünf Kilometer zurücklegt?

Da ist es verständlich, wenn es deinem wuseligen Haustier hinter seinen Gitterstäben zu eng ist.

Er versucht dann aus seinem Gefängnis zu fliehen, indem er unaufhörlich am Käfiggitter nagt und knabbert. Diesem stereotypen Verhalten liegt ein hohes Missempfinden zugrunde, sowohl körperlich als auch mental.

Ein Hamster, der diese Problematik aufweist, ist enorm gestresst und damit auch anfällig für Krankheiten aller Art.

Aber auch zu wenig sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten, fehlendes Nagerspielzeug und kein Freilauf lassen deinen neugierigen Pelzträger so agieren.

Er empfindet sein Leben als zu eintönig und langweilt sich buchstäblich zu Tode.

Die fidelen Tierchen gehen nämlich gern auf Entdeckungstour und lieben Abwechslung. Wenn sie nichts zu tun haben, verlieren sie ihren Lebenswillen, werden krank und sterben.

#2: Passivität

Für gewöhnlich ist es so, dass sich dein Hamster zu seinen Wachzeiten ausgiebig mit dem dargebotenen Spielzeug beschäftigt, auf Futtersuche geht oder sonstigen Nager-typischen Geschäften nachgeht.

Hört er mit diesem emsigen Gebaren plötzlich auf und liegt nur noch schlafend in seinem Bau, stimmt irgendetwas nicht.

Lethargie ist sehr untypisch für einen Hamster und immer ein ernstzunehmendes Alarmzeichen.

#3: Klettern am Käfiggitter

Ebenso ein Zeichen für Unzufriedenheit und Langeweile beim Hamster ist das Herumklettern oder Hangeln am Käfiggitter. Es ist ein Ausdruck dafür, dass er der Enge entfliehen möchte oder es ihm an Beschäftigungsmöglichkeiten mangelt.

#4: Übermäßige Fellpflege

Hamster sind reinliche Tiere, die sich mehrmals am Tag putzen.

Nimmt das Ganze jedoch überhand und zeigen sich bereits kahle Stellen in seinem Haarkleid, fühlt sich der kleine Kerl im wahrsten Sinne des Wortes „nicht mehr wohl in seiner Haut.“

Ihn plagen dann Milben oder ähnliche Parasiten, die ihn fortwährend schikanieren und ihm das Leben schwer machen.

Ebenfalls infrage kommt eine allergische Reaktion auf einen bestimmten Stoff.

#5: Aggressivität

Auf Stressfaktoren, die ihn über einen längeren Zeitraum belasten, reagiert ein genervter Hamster regelmäßig mit aggressivem Verhalten.

Ein derart unglückliches Tier entlädt dann seinen angestauten Frust dir gegenüber und wird bissig.

Kommst du ihm zu nahe, zeigt er Drohgebärden oder beißt dir sogar in die Hand.

#6: Ruhelosigkeit

Eine weitere Auffälligkeit, die ein stressgeplagter Hamster zeigt, ist das ständige Hin- und Herlaufen entlang des Käfiggitters.

Es dürfte klar sein, dass dieses stumpfsinnige Verhalten sicherlich kein Ausdruck der Freude und Zufriedenheit ist. Auch hier kann ein zu kleiner Käfig der Auslöser sein, aber auch Lärm oder andere Stressfaktoren kommen infrage.

Der richtige Umgang mit einem unglücklichen Hamster

Die Gründe, weshalb sich dein tierischer Mitbewohner nicht mehr wohlfühlt, sind vielfältig.

Jeder Hamster ist einzigartig!

Werden seine jeweiligen Bedürfnisse und Vorlieben nicht erfüllt, kann das Tier depressiv werden. Es liegt an dir, als verantwortungsvoller Halter sicherzustellen, dass er glücklich ist.

Möchtest du wissen, wie du dem neugierigen und bewegungsfreudigen Pelzträger garantiert viel Freude und ein erfülltes Leben bescheren kannst?

Jetzt geben wir dir hilfreiche Tipps und nützliche Hinweise, die dein Hamster toll findet:

Der richtige Käfigausstattung

Höchste Priorität für einen glücklichen Hamster ist der Käfig und seine Ausstattung.

Stelle deinem knuffigen Haustier eine ausreichend große Behausung zur Verfügung, idealerweise eine, die du nach und nach immer wieder durch zusammensteckbare Bauteile erweitern kannst.

Kletter-, Buddel- und Versteckmöglichkeiten dürfen in keinem Hamster-Heim fehlen. Ein Sandbad ist die Krönung des Ganzen und lässt das Herz deines pelzigen Freundes höher schlagen!

Der neugierige Nager erkundet gerne seinen Käfig und knabbert für sein Leben gerne. Äste zur Befriedigung des angeborenen Nagetriebs und Spielzeug aus unbehandeltem Holz verhindern Langeweile und die Entwicklung von schädlichen Angewohnheiten.

Aber selbst ein optimal ausgestatteter Käfig ist sinnlos, wenn dein wuseliger Hamster keinen Freilauf erhält!

Zu diesem Thema findest du weiter unten noch nützliche Informationen.

Der richte Käfig-Standort

Auch der Standort des Käfigs spielt eine große Rolle, wenn es um das Wohlergehen deines Hamsters geht. Wähle ihn mit Bedacht, denn der falsche Platz kann fatale Folgen für den kleinen Nager haben.

Setze das Hamster-Heim nicht der direkten Sonneneinstrahlung aus, auch eine Stelle direkt neben der Heizung ist denkbar ungeeignet.

Laute Geräusche belasten deinen Hamster aufgrund seiner empfindlichen Ohren sehr und auch andere Haustiere, die ständig um seinen Käfig schleichen, lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. So gestresst ist er empfänglicher für Krankheiten aller Art.

Suche deshalb einen ruhigen, gut belüfteten und nicht zu hellen Bereich, wo dein possierlicher Mitbewohner angst- und stressfrei ein glückliches Leben führen kann.

Hygiene und Reinigung

Dein Hamster mag es gar nicht, wenn seine „Wohnung“ verschmutzt ist.

Deshalb entferne zügig die Hinterlassenschaften des Kleinen, allerdings brauchst du dafür nicht täglich den ganzen Käfig auseinanderzunehmen. Wenn plötzlich alles anders riecht und seine Gegenstände sich ganz woanders befinden als vorher, stresst das deinen Hamster umso mehr.

Stattdessen reinige alle paar Tage immer nur einen kleinen Bereich, bis der Käfig komplett sauber ist, danach fängst du wieder von vorne an. So hält sich die Belastung deines niedlichen Haustieres in Grenzen, weil er nach der Reinigung kein für ihn chaotisches Durcheinander vorfindet.

Ernährung

Dein Hamster benötigt artgerechtes Futter, damit sich seine ständig nachwachsenden Schneidezähne abnutzen können.

Ein absolutes Muss ist die Bereitstellung von ausreichend frischem Wasser.

Um deinem Hamster eine geschmackliche Freude zu machen, kredenze dem kleinen Gourmet ab und zu Sonnenblumen- oder Pinienkerne. Sehr beliebt bei dem Nager ist auch Hirse, lege ihm am besten einen ganzen Kolben in seinen Käfig.

Auch hartgekochte Eier stellen für ihn eine Leckerei dar, die du ihm einmal pro Woche anbieten darfst.

Deine Zeit und Zuneigung

Um den Bewegungsdrang des wuseligen Hamsters zu stillen, solltest du ihm möglichst täglich ein Umherlaufen außerhalb seines Käfigs ermöglichen.

Nimm dir die Zeit, um dich mit deinem smarten Haustier zu beschäftigen. Auf diese Weise kannst du auch hervorragend herausfinden, was er gerne tut, wobei er Gefallen findet und welche Dinge eher unbeliebt sind, ihn langweilen oder sogar verängstigen.

Probiere einfach mehrere Beschäftigungsmöglichkeiten aus!

Du wirst anhand seines Verhaltens rasch feststellen, was ihm Spaß macht. Es existieren unendlich viele Arten, deinen Hamster glücklich zu machen. Dafür kannst du allerlei Gegenstände des Alltags benutzen, womit sich dein Hamster immer wieder aufs Neue beschäftigen kann.

So bietest du dem aufgeweckten und energiegeladenen Kerlchen mit viel Freiheit und Abwechslung, leckerem Futter und neuen Entdeckungen alles, was er braucht.

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