9 Ursachen für den plötzlichen Tod eines Hamsters (inkl. Vorbeugung)

Hamster-Babys: Diese 5 Fakten MUSST...

Leider kommt es bei Hamstern nicht selten vor, dass sie plötzlich und unvermittelt sterben. Vorbereiten kannst du dich auf diese Tragödie nicht.

In diesem Beitrag verraten wir dir 9 häufige Gründe für den Hamstertod.

Außerdem findest du am Ende relativ sichere Erkennungszeichen, die auf ein baldiges Ableben hindeuten können.

9 Ursachen für einen plötzlichen Hamstetod

Die Ursachen für den plötzlichen Tod eines Hamsters können unterschiedlich sein. Neben dem Alter und Stress sind oftmals typische Krankheiten wie eine Lungenentzündung, Krebs oder Diabetes der Auslöser.

Neun häufige Todesursachen haben wir hier für dich gesammelt.

#1: Das Alter

Die Lebenserwartung eines Hamsters ist mit zwei bis maximal drei Jahren eher gering.

Wenn du ein bereits erwachsenes Tier adoptierst, bei dem dir keine Informationen über das genaue Alter vorliegen, kann das der Grund für seinen plötzlichen Tod sein: Der Hamster hat das Ende seiner natürlichen Lebensspanne erreicht und ist schlicht und ergreifend an Altersschwäche gestorben.

Manchmal wird das Alter als Grund für einen plötzlichen Tod vorgeschoben, doch auch einige unentdeckte Vorerkrankungen kommen in Betracht.

#2: Stress

Ist dein Hamster diesem Zustand permanent ausgesetzt, werden dadurch viele Krankheiten begünstigt. Denn fortwährender Stress schwächt sein Immunsystem und öffnet Erregern, Bakterien und Keimen Tür und Tor.

Ebenso werden durch Stress existierende Vorerkrankungen verschlimmert. Auch Herzinfarkt und Schlaganfall sind meist einem stressigen Umfeld zuzuschreiben, diese können aber auch durch den natürlichen Alterungsprozess entstehen.

#3: Herzerkrankungen

Hierzu zählt die Herzinsuffizienz und deren Folgeerkrankungen wie etwa die bei älteren Hamstern regelmäßig auftretenden Vorhofthrombosen.

Da durch eine Kardiomyopathie der Herzmuskel geschwächt wird, werden auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen, sodass diese letztendlich versagen oder sich lebensbedrohliche Blutgerinnsel bilden.

Laut einer Studie sind davon auch jüngere Tiere betroffen!

#4: Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung ist die zweithäufigste Todesursache beim Hamster. Eine unbehandelte und leichte Erkältung kann sich bei deinem kleinen Patienten schnell zu einer lebensgefährlichen Lungenentzündung ausweiten.

Atemnot mit rasselnden/pfeifenden/knackenden Geräuschen, Apathie und Verweigerung der Futteraufnahme sind die fortgeschrittenen Symptome neben den klassischen Erkältungsanzeichen (Nasenausfluss, Niesen/Husten, struppiges Fell, Bewegungsunlust).

#5: Nassschwanzkrankheit

Eine meist tödliche und recht häufig auftretende Spontanerkrankung bei Hamstern, die allerdings nur Jungtiere bis zum Alter von 10 Wochen befällt, ist die sogenannte „Nassschwanzkrankheit“ oder auch „Wet Tail“ genannt.

Die Tiere leiden dabei an Durchfall, der durch spezielle Bakterien (Lawsonia intracellularis) ausgelöst wird. Die Sterblichkeitsrate liegt mit 90 % sehr hoch. Viele Hamster sterben in diesem Fall an der Dehydration.

#6: Krebs

Maligne (bösartige) Tumore entwickeln sich in den meisten Fällen spontan und ziemlich rasch an den Verdauungsorganen oder den hormonproduzierenden Drüsen und können sich von dort in andere Körperteile ausbreiten.

Es besteht die Annahme, dass als auslösende Faktoren einer malignen Tumorbildung sowohl der genetische Zustand als auch die Umwelt des betroffenen Hamsters eine Rolle spielen.

Glücklicherweise leiden nur etwa vier Prozent der Hamster an bösartigem Krebs, meist handelt es sich „nur“ um gutartige Wucherungen.

#7: Diabetes

Bei dieser Krankheit existieren zwei Arten: Einen sehr raschen und tödlichen Verlauf nimmt die Diabetes Typ 1-Variante.

Diese unheilbare Autoimmunerkrankung bricht meist schon bei jungen Tieren aus und verursacht eine gestörte Insulinversorgung.

Funktioniert die Regulierung des Blutzuckers nicht mehr, können die Körperzellen nicht mehr ausreichend mit Energie versorgt werden.

Die Tiere verlieren stark an Gewicht und versterben meist noch vor Vollendung des ersten Lebensjahres.

An der Diabetes Typ 2-Variante erkranken eher ältere und übergewichtige Hamster, die sich wenig bewegen. Der mit der Krankheit einhergehende hohe Blutzuckerspiegel resultiert aus Bewegungsmangel, falscher Ernährung oder auch Veranlagung.

Beiden Diabetes-Varianten ist gemein, dass bei den Tieren ein erhöhter Trinkbedarf besteht.

#8: Andere Infektionen

Dein Hamster kann sich mit verschiedenen Viren, Bakterien oder Parasiten infizieren und im weiteren Verlauf daran versterben.

Das lymphozytäre Choriomeningitis-Virus (LMCV) ist sehr gefährlich und sogar auf den Menschen übertragbar. Dein Hamster leidet dabei unter Krämpfen, Gewichtsverlust, Lethargie, Blepharitis und einer gebeugten Haltung.

#9: Amyloidose

Diese eher seltene Krankheit entsteht durch Ablagerungen von Amyloid, einem Protein, in den verschiedenen Organen.

Es verhindert so deren reibungsloses Funktionieren. Wenn Amyloid die Nieren erreicht, droht deren Versagen, was letztlich zum Tod führt.

Können Krankheiten bei einem Hamster erfolgreich behandelt werden?

Die Behandlungsmöglichkeiten in der Veterinärmedizin sind begrenzt, besonders für sehr kleine Tiere wie Hamster, Kaninchen und Co. sind viele Eingriffe anatomisch nicht durchführbar.

Das bedeutet, dass einige Krankheiten, die bei Hund und Katze problemlos operativ entfernt werden können, für den kleinen Nager unheilbar sind.

Krankheiten beim Hamster bleiben oft unbemerkt

Die Anzeichen und Symptome einer Krankheit zu erkennen, gestaltet sich bei deinem pelzigen Nager noch dazu recht schwierig.

Möchtest du gern wissen, warum das so ist?

Die Antwort wird dich überraschen: Dein Hamster tut nämlich so, als wäre alles in Ordnung und verbirgt seine Krankheit. Dieses Verhalten ist rein instinktiv, denn der Hamster stellt in der Natur ein Beutetier dar, welches viele Fressfeinde hat.

Tipp: So erkennst du, ob dein Hamster Schmerzen hat.

Um nicht den Eindruck zu erwecken, wehrlos und ein leichtes Opfer zu sein, zeigt der kleine Nager daher kaum Signale, die auf sein gesundheitliches Problem hinweisen.

Angesichts dessen bleibt eine Krankheit oft bis unmittelbar vor Eintritt des Todes unbemerkt.

So erkennst du die Anzeichen einer Erkrankung bei deinem Hamster

Beobachte dein Tier jeden Tag sorgsam und achte dabei peinlich genau auf die nachfolgenden Kriterien. Denn diese können dir Aufschluss darüber geben, dass mit deinem Tier etwas nicht stimmt.

  1. Achte auf kleinste Verhaltensänderungen und Warnzeichen wie Lethargie, verfilztes Fell, veränderte Atmung, Gewichtsverlust oder plötzliche Aggressivität.
  2. Setze deinen Hamster keinem Stress aus, das ist Gift für ihn und seine Gesundheit.
  3. Zwar ist ein erhöhtes Schlafbedürfnis auch bei älteren Hamstern zu erwarten, es kann sich aber auch um eine ernste Krankheit handeln.
  4. Veränderungen bei der Kotbeschaffenheit lassen oft auf ein gesundheitliches Problem schließen.
  5. Trinkt dein Hamster plötzlich viel mehr oder bemerkst du ein erhöhtes Urinieren und ständig nasse Einstreu, ist das kein gutes Zeichen.
  6. Durch das dicke Fell ist ein krankheitsbedingter Gewichtsverlust rein optisch schwer festzustellen, deshalb solltest du deinen älteren Hamster jede Woche wiegen.
  7. Ein Tipp, den wir dir schon beim Kauf eines Hamsters nahelegen, ist die Wahl des richtigen Verkäufers. Bereits hier kann viel falsch laufen, denn nicht bei jedem steht das Wohl der Tiere an erster Stelle. So ist die Gefahr, einen kranken Hamster zu bekommen, in Zoohandlungen eher hoch. Suche dir daher besser einen guten privaten Züchter, bei dem du auch die Elterntiere begutachten und die Haltungsbedingungen prüfen kannst.

4 abschließende Tipps für einen gesunden Hamster

#1: Artgerechte Ernährung

Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung spielt ebenfalls eine sehr große Rolle, um lebensgefährlichen Krankheiten vorzubeugen.

Biete deinem tierischen Liebling neben frischem Heu auch nährstoffreiches Getreide wie Dinkel und Hafer an. Zusätzlich darf vitaminreiches Gemüse und Obst (in Maßen, wegen dem hohen Zuckergehalt!) nicht fehlen.

Ein Großteil der menschlichen Nahrung ist für den empfindlichen Magen des Hamsters tabu, besonders verarbeitete, scharf gewürzte, zuckerhaltige oder salzige Lebensmittel schaden seinem Organismus immens und verkürzen seine ohnehin schon geringe Lebenserwartung drastisch.

Denke daran, dass du nicht gefressenes Futter entfernst und ersetzt, damit sich keine schädlichen Keime bilden. Kontaminierte Nahrung löst schwere Verdauungsbeschwerden aus.

#2: Käfigstandort

Platziere den Käfig an einen ruhigen, nicht zu hellen, aber gut belüfteten Ort. Auf keinen Fall darf er in der prallen Sonne stehen, dein kleiner Nager verträgt keine Hitze!

Auch ein Standort direkt an der Heizung ist ungeeignet, denn starke Temperaturschwankungen machen den putzigen Fellträger krank.

Die Atemwege des Hamsters sind anfällig, deshalb achte auf eine gute Luftqualität rund um den Käfig.

#3: Einstreu

Hast du gewusst, dass auch die verwendete Einstreu ein weiteres Element darstellt, was sich auf die Gesundheit deines pelzigen Freundes negativ auswirken kann?

Demnach soll Zeder für ihn schädlich sein und auch der Phenolgehalt darf nicht zu hoch sein.

Säubere den Käfig alle paar Tage gründlich, denn im Leben des Hamsters spielt Hygiene eine überaus wichtige Rolle.

Wenn sich zu viel giftiges Ammoniak (Bestandteil des Hamster-Urins) in Käfig und Einstreu ansammelt, kann sich dein tierischer Freund schnell eine Infektion einfangen.

#4: Die richtige Temperatur

Wenn du deinen Hamster in der kalten Jahreszeit an einem kühlen Ort hältst, kann es passieren, dass er plötzlich den Eindruck macht, er sei tot.

Es handelt sich dabei jedoch um eine Art Kältestarre, in die der kleine Nager dann verfällt, ähnlich wie ein Winterschlaf.

Einige wildlebende Hamsterarten halten zwar für die Dauer von drei bis sechs Monaten einen Winterschlaf, doch der Haus-Hamster ist diese Art des Herunterfahrens aller Körperfunktionen nicht gewöhnt und kann dieser Belastung nicht über einen längeren Zeitraum standhalten.

Deshalb sorge für gleichbleibende Wärme und vermeide Zugluft im Bereich des Käfigs.

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