Gesund und lecker: Dürfen Pferde Rote Bete essen?

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Rote Bete ist gesund und ein wertvoller Beitrag zur ausgewogenen Ernährung – zumindest bei Menschen.

Der hohe Gehalt an Eisen, Folsäure und B-Vitaminen allein hilft dabei, den Tagesbedarf zu decken.

Gilt das aber auch für dein Pferd? Dieser Frage gehen wir hier auf den Grund.

In diesem Beitrag erfährst du, ob dein Pferd Rote Bete essen darf und in welcher Form. Wir geben dir weitere wichtige Informationen rund um das Gemüse und Tipps zur Fütterung.

Dürfen Pferde Rote Bete essen?

Ja, Pferde dürfen Rote Bete essen. Sie sind für die Tiere ebenso gesund wie für Menschen und haben einige Vorzüge.

Bei der Menge solltest du jedoch darauf achten, nicht zu viel auf einmal zu verfüttern. Zudem solltest du die Knollen richtig vorbereiten, bevor du sie deinem Tier anbietest.

Aber schauen wir uns zunächst einmal an, was in den roten Rüben steckt.

Warum sind Rote Bete gesund für Pferde?

Die roten Rüben haben aufgrund von Mineralstoffen und Vitaminen einen hohen Nährwert, sind zugleich aber vergleichsweise wasserreich.

Dadurch enthalten sie nur wenig Kalorien.

Die Mikronährstoffe sind unter anderem:

  • Provitamin A
  • B-Vitamine
  • Vitamin C
  • Folsäure
  • Eisen
  • Kalium
  • Mangan
  • Kupfer
  • Zink
  • Selen

Hinzukommen Ballaststoffe und Betanin. Ballaststoffe sind ebenso wie die B-Vitamine wichtig für die Verdauung und den Stoffwechsel sowie die Darmgesundheit.

Dadurch haben sie einen direkten Effekt auf das Immunsystem, die gesamte Versorgung und das Wohlbefinden.

Betanin ist der Farbstoff der Rote Bete die charakteristische Tönung verleiht. Zugleich fungiert die Substanz als Antioxidans und damit als Zellschutz.

Eisen und Folsäure wirken blutbildend und können die Leistungsfähigkeit steigern.  

Das Zusammenspiel von Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen wirkt sich unter anderem positiv auf die Haut, das Fell, die Nerven und das Herz-Kreislauf-System aus.

Du kannst sie auch bei Hufrehe anbieten oder, wenn du deinem Pferd im Winter zusätzlich Nährstoffe auf natürlichem Wege anbieten möchtest.

Sie bietet sich zudem als Leckerli an, wenn dein Tier belohnt oder gelockt werden soll.

Warum darfst du Rote Bete nur in kleinen Mengen füttern?

Der hohe Gehalt an Mikronährstoffen kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Dennoch solltest du die Menge bei der Fütterung beschränken.

Denn neben den gesundheitsförderlichen Substanzen, enthalten die Rüben auch große Mengen Wasser und Zucker.

Darauf ist die Verdauung von Pferden nicht ausgelegt. Gerade der Zuckergehalt von etwa 9 Gramm auf 100 Gramm der Rüben kann bei größeren Mengen problematisch werden.

Denn der Zucker kann fehlgären und damit unter anderem zu verschiedenen Beschwerden führen.

Bei diesen handelt es sich unter anderem um:

  • Durchfall
  • Kotwasser
  • Koliken
  • Übergewicht

Koliken an sich können lebensgefährliche Zustände sein. Sie sind oftmals sehr schmerzhaft und bedürfen einer schnellen Behandlung.

Durch den Zucker steigt zudem nicht nur das Risiko für Übergewicht, das den Bewegungsapparat belastet. Die Bauchspeicheldrüse wird ebenfalls gestresst.

Das erhöht das Risiko für Diabetes. Diese ernsthafte Erkrankung bedarf einer lebenslangen Behandlung und kann mehrere schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Wie viel Rote Bete darf ein Pferd pro Tag essen?

Ein bis zwei Kilogramm pro Tag darf dein Pferd essen. Mehr sollte es auch im Winter nicht sein. Denk zudem daran, dass du Abwechslung auf den Speiseplan bringen solltest.

Dazu haben wir dir am Ende dieses Ratgebers eine praktische Übersicht erstellt.

Doch zunächst zeigen wir dir, wie du Rote Bete verfüttern kannst.  

Wie kann Rote Bete gefüttert werden?

Bei der Fütterung musst du auf verschiedene Faktoren achten. Zum einen sollten die Rote Bete sauber sein.

Erdreste oder Pestizide sind abträglich für die Gesundheit. Wasche sie also falls nötig gründlich ab und achte auf die Herkunft. Bio-Anbau solltest du bevorzugen.

Zur Sauberkeit gehört es auch, dass sich keine Schimmelflecken darauf befinden. Verdorbene Rüben solltest du nicht verfüttern.

Zum anderen stellen die kleinen Knollen im Ganzen eine Verschluckungsgefahr dar. Besser ist es daher, wenn du die Rüben in Schnitzel schneidest.

Werden diese einmal nicht richtig gekaut, besteht für das Verschlucken eine deutlich geringere Gefahr.

Soweit zu der frischen, rohen Rote Bete. Das ist jedoch nicht der einzige Weg, sie deinem Pferd anzubieten.

Von der gekochten Form raten wir ab, auch wenn sie deinem Tier mit Sicherheit ebenso gut schmecken würde. Allerdings gehen dabei größere Mengen der wertvollen Nährstoffe verloren.

Sie finden sich dann entweder im Kochwasser oder sind durch die Hitze zerstört.

Sollten keine frischen roten Rüben zur Verfügung stehen, kannst du stattdessen getrocknete Rote Bete Chips für Pferde verwenden. In das Mash gegeben, sind sie eine wertvolle Bereicherung in Hinblick auf die Nährstoffe.

Rohe Rote Bete verfütterst du am besten aus der Hand als Belohnung oder zum Locken. Ebenso kannst du sie direkt auf das Frischfutter geben oder in einen Futterball.

Achte dabei aber darauf, dass sie möglichst zeitnah gefressen wird. Im Winter besteht zwar nicht die Gefahr, dass sie Insekten anlocken oder schnell verderben.

Sie könnte jedoch anfrieren und sollte in diesem Zustand möglichst nicht gefressen werden.

Welche Alternativen gibt es zu Rote Bete für Pferde?

Wenn dein Pferd keine Rote Bete mag oder du ihm Abwechslung bieten möchtest, stehen dir dafür auch noch andere Obst- und Gemüsesorten sowie weitere Leckereien zur Verfügung.

Dazu gehören:

  • Äpfel
  • Banane
  • Birne
  • Blätter und Zweige von Obst- und Nussbäumen
  • Fenchel
  • Gurke
  • Honig
  • Karotten
  • Kohlblätter
  • Nüsse
  • Rüben
  • Salat
  • Spinat
  • Wassermelone
  • Zuckerrüben

Bedenke bei allen genannten Lebensmitteln, dass sie nur in kleinen Mengen für Pferde geeignet sind.

Sie kommen auf dem natürlichen Speiseplan der Tiere nicht vor oder werden nur dann gefressen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Rote Bete für Pferde

Da Rote Bete einen gesundheitlichen Vorteil für Pferde haben, sind sie ein empfehlenswerter Snack.

Sie können den Appetit anregen, werden bei Ekzemen und bei Hufrehe eingesetzt und von den Tieren gerne angenommen.

Gerade im Winter stellen sie eine wertvolle Bereicherung des Speiseplans dar und können sowohl roh als auch getrocknet verfüttert werden.

Übertreibe es nur bei der Menge nicht.

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