Dürfen Pferde Birnen essen? Das musst du wissen…

Durchs Fränkische Weinland per Pfe...

Birnen enthalten Ballaststoffe, lebenswichtige Vitamine und Mineralien. Für Menschen sind sie daher ausgesprochen gesund.

Allein 100 Gramm der Früchte liefern etwa 5 Milligramm Vitamin C, 120 Milligramm Kalium und immerhin 2,3 Gramm Nahrungsfasern.

Profitieren davon aber auch Pferde, wenn du Birnen verfütterst? Oder können die Früchte ihnen sogar schaden?

In diesem Ratgeber erfährst du, ob Pferde Birnen essen dürfen und inwiefern ein gesundheitlicher Vorteil dadurch entsteht. Wir verraten dir auch, worin die Gefahren bei der Fütterung bestehen können und welche Faktoren du berücksichtigen musst.

Dürfen Pferde Birnen essen?

Die einfache Antwort ist: Ja, Pferde dürfen Birnen essen. Wenn du das Obst verfüttern möchtest, musst du jedoch auf einiges achten. Denn mit den Früchten gehen verschiedene, potenzielle Gefahren für dein Tier einher.

Welche das sind, erfährst du im Folgenden.

Sind Birnen gesund für Pferde?

Birnen enthalten zahlreiche wertvolle Nährstoffe und Substanzen.

Darunter:

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Folat
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Faserstoffe

Sie sind mit etwa 55 bis 60 Kilokalorien auf 100 Gramm vergleichsweise kalorienarm.

Für Menschen stellen sie aufgrund der Vitamine und Mineralien sowie der Ballaststoffe eine Bereicherung der Ernährung dar.

Sie sind ein wertvoller Bestandteil eines abwechslungsreichen und ausgewogenen Speiseplans und passen auch dann, wenn das Gewicht reduziert werden soll.

Bei Pferden verhält sich dies jedoch anders. Denn sie dürfen nur sehr geringe Mengen des Obsts essen. Dadurch nehmen sie nur einen Bruchteil der von ihnen benötigten Mikronährstoffe auf.

Als Belohnung oder zum Locken deines Pferdes kannst du Birnen dennoch einsetzen. Dabei solltest du jedoch auf die Punkte achten, die wir in den nächsten Absätzen ansprechen.

Welche Gefahren bestehen, wenn du deinem Pferd Birnen fütterst?

Die hauptsächliche Gefahr besteht darin, dass Birnen viel Fruchtzucker enthalten. Auf 100 Gramm der Frucht kommen etwa 10 Gramm.

Zum Vergleich: In der gleichen Menge Cola stecken etwa 9 Gramm Zucker.

Das Verdauungssystem von Pferden ist nicht darauf ausgelegt, mit größeren Mengen (Frucht-)Zucker umzugehen.

Das Obst kann anfangen, in Magen und Darm zu gären. Das wiederum stellt ein Risiko für Beschwerden dar.

Bei diesen kann es sich um die folgenden Symptome handeln:

  • Durchfall
  • Kotwasser
  • Koliken

Als Pferdehalter weißt du natürlich, wie gefährlich Koliken werden können. Sie sind für das Pferd mehr als schmerzhaft und können sogar lebensbedrohlich ausfallen.

Auch wenn Birnen also kein Gift enthalten, stellen sie in größeren Mengen ein Risiko dar.

Zucker kann – selbst, wenn er aus anderenfalls gesunden Früchten stammt – zudem Diabetes auslösen.

Denn er belastet die Bauchspeicheldrüse und schränkt damit gegebenenfalls die Bildung von Insulin und Verdauungsenzymen ein.

Hinzu kommt, dass die Früchte im Ganzen gefüttert zum Verschlucken und damit zu Erstickungsanfällen führen können.

Mit dem richtigen Vorgehen kannst du diese Gefahren jedoch vermeiden.

Wie darf Birne an Pferde gefüttert werden?

Ideal ist es, wenn die Frucht:

  • reif, aber nicht überreif ist
  • in kleine Stücke geschnitten wird
  • zuvor abgewaschen wurde
  • direkt aus der Hand gefüttert wird

Reife Birnen werden durch ihren süßen Duft nicht nur von Mensch und Pferd gerne gegessen, sondern ziehen auch Insekten an.

Fliegen, aber auch Wespen und Bienen können sich darauf niederlassen, wenn die Früchte längere Zeit liegen.

Dazu kommt, dass überreife Früchte bereits anfangen zu gären und somit auch in kleinen Mengen zu Verdauungsbeschwerden führen.

Schimmel und Fäulnis sind ebenfalls möglich und lösen Störungen aus.

Füttere daher nur kleine Stücke direkt aus deiner Hand. Dabei kannst du sofort feststellen, ob dein Pferd das Obst mag, und es liegen keine Reste herum, die eventuell später noch aufgenommen werden oder andere Tiere anlocken.

Teste zudem erst, mit einer einzelnen Birne, ob das Obst vertragen wird.

Mögen Pferde Birnen?

Ja, viele Pferde mögen das süße und saftige Obst sehr gerne und nehmen es gut an.

Lass Birnen daher nicht in größeren Mengen in Reichweite stehen und achte auch bei Ausritten darauf, dass sich dein Pferd nicht „selbst bedienen“ kann.

Überreife Früchte, die bereits auf den Boden gefallen sind oder noch am Baum hängen, sind vergoren, können schimmeln oder Bienen und Wespen können sich darauf befinden.

Wie viele Birnen dürfen Pferde essen?

Eine Birne pro Pferd und Tag ist in der Regel unproblematisch. Bei sehr großen Tieren dürfen es auch zwei Früchte sein.

Aufgrund des Zuckergehalts solltest du diese Menge allerdings nicht überschreiten. Anderenfalls riskierst du Verdauungsprobleme und Diabetes.

Auch solltest du davon absehen, das Obst täglich zu verfüttern.

Wann solltest du Birnen nicht füttern?

Wenn dein Pferd bereits unter Verdauungsbeschwerden leidet, Diabetes hat oder empfindlich auf Frischfutter reagiert, solltest du Birne zunächst nicht anbieten.

Denn diese könnte die Probleme verschlimmern.

Gib zudem anfangs immer nur sehr kleine Mengen, wie einen einzelnen kleinen Happen. Dadurch kannst du die Verdauung langsam daran gewöhnen.

Welche Alternativen gibt es zu Birnen?

Wenn du den hohen Zuckergehalt bei deinem Pferd nicht riskieren willst, es aber dennoch abwechslungsreich belohnen möchtest, hast du mehrere Optionen.

Zu diesen gehören:

  • Apfel
  • Blätter und Zweige von Obst- und Nussbäumen sowie Beerensträuchern
  • Gurke
  • Honig
  • Karotte
  • Kohlblätter
  • Kräuter
  • Löwenzahn
  • Nüsse
  • Rote Bete
  • Rüben
  • Salat
  • Spinat

Auch bei diesen gilt jedoch, dass sie nur als Zusatz zu dem normalen Futter dienen. Gib also jeweils nur geringe Mengen.

Achte zudem darauf, dass die Belohnungen sauber und nicht mit Pestiziden behandelt sind.

Gelegentlich eine kleingeschnittene Birne im Wechsel mit anderen Leckereien zu verfüttern, bereitet dir und deinem Pferd keine Probleme – dafür aber Freude.

Halte die Mengen gering und kontrolliere die Verträglichkeit, damit dieser Zustand erhalten bleibt.

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