Dürfen Pferde Ananas essen?

Ananas ist süß, lecker und saftig – sofern sie reif ist. Gerade im Sommer stellt sie daher eine tolle Erfrischung dar, die darüber hinaus noch gesund ist.

Vitamin A und C sowie B-Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren sowie das Enzym Bromelain sind in der Tropenfrucht in großen Mengen enthalten.

Ist sie aber ein sicheres Futter für Pferde, oder im Gegenteil sogar gefährlich? Die Antwort erhältst du bei uns.

In diesem Ratgeber erfährst du, ob dein Pferd Ananas essen kann und inwiefern gesundheitliche Vorzüge oder Nachteile bestehen. Wir verraten dir auch, worauf du bei der Fütterung achten musst und welche Alternativen sich zu dem exotischen Obst finden.

Dürfen Pferde Ananas essen?

Ja, in sehr kleinen Mengen und richtig vorbereitet ist das durchaus möglich. Dabei musst du allerdings auf einige Dinge achten.

Denn die Ananas ist zwar für Menschen gesund, kann für Pferde jedoch problematisch werden.

Welche Nährstoffe enthält die Ananas?

Ananas ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Fettsäuren. Sie enthält unter anderem:

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Vitamin B1
  • Vitamin B3
  • Vitamin B6
  • Vitamin B7
  • Vitamin B9
  • Vitamin B12
  • Vitamin K
  • Kalium
  • Calcium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Chlorid
  • Zink
  • Kupfer
  • Mangan

Hinzu kommt das Enzym Bromelain.

Während die Vitamine und Mineralstoffe essenziell für viele Abläufe im Körper sind, den Stoffwechsel fördern, das Immunsystem unterstützen und die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen, hat das Bromelain eine andere Aufgabe.

Es wirkt leicht entzündungshemmend, hilft bei der Eiweißverdauung und fördert die Durchblutung.

Zudem soll es ebenfalls positive Effekte auf die körpereigene Immunabwehr haben.

Allerdings hat Bromelain auch einen blutverdünnenden Effekt. Es ist jedoch nicht nur dieser, der problematisch werden kann.

Welche Gefahren gehen von der Ananas für Pferde aus?

Neben den genannten Mikronährstoffen enthalten Ananas mit 85 Gramm auf 100 Gramm der Frucht viel Wasser und dazu zwischen 10 und 13 Gramm Zucker.

Der Anteil an Ballaststoffen ohne Schale und den faserreichen Kern ist hingegen sehr gering.

Die Verdauung von Pferden ist nicht auf wasserreiche Futtermittel und viel Zucker ausgelegt. Magen und Darm benötigen hingegen mehr Faser- und Ballaststoffe.

Vor allem der hohe Zuckergehalt kann dazu führen, dass das Obst im Darm fehlgärt und dadurch erhebliche Beschwerden auslöst.

Durchfall und Koliken sind möglich. Zusammen mit dem blutverdünnenden Bromelain können sich bei der Verfütterung von größeren Mengen daher gesundheitliche Probleme einstellen.

Auch dann, wenn du häufiger Ananas anbietest, ist der Zucker potenziell schädlich für die Zähne, die Bauchspeicheldrüse und den gesamten Organismus.

Zusätzlich gibt es einen weiteren Punkt, auf den du bei der Fütterung von Ananas achten musst.

Wie kannst du Ananas verfüttern?

Wähle ausschließlich reife, aber keine überreifen Früchte. Achte darauf, dass die Ananas nicht schimmelt. Dies geschieht häufig zuerst an ihrem Boden.

Wichtig ist weiterhin, dass du nur das weiche und saftige Fruchtfleisch verfütterst. Die harte Schale und der faserige, harte Kern müssen entfernt werden.

Denn diese Bestandteile stellen ebenso wie die Blätter eine Gefahr dar.

Zum einen können sie zu Verletzungen innerhalb des Mundes auf der Mundschleimhaut und Zunge sowie in der Speiseröhre führen.

Zum anderen lassen sie sich nicht gut kauen und können daher wortwörtlich im Hals stecken bleiben. Es kommt zu einer sogenannten Schlundverstopfung.

Das gilt auch dann, wenn die Ananasstücke insgesamt zu groß sind. Schneide sie daher in kleine, dünne Scheibchen oder Stücke.  

Wie viel Ananas darf ein Pferd fressen?

Wenn du gelegentlich 200 bis 500 Gramm der Frucht anbietest, ist das in der Regel unproblematisch.

Dein Pferd sollte aber bereits an Frischfutter und Obst gewöhnt sein. Anderenfalls reicht eine Handvoll kleiner Stückchen zunächst vollkommen aus.

Dadurch kann sich die Verdauung langsam darauf einstellen.

Biete zudem nicht jeden Tag Ananas an und achte darauf, dass dein Pferd diese in kurzer Zeit isst. Anderenfalls werden davon Insekten angezogen, die Fruchtstücke können schimmeln oder gären.

Vor allem im Sommer geschieht das sehr schnell.

Mögen Pferde Ananas?

Wenn diese richtig reif ist, wird die Frucht gerne von Pferden angenommen. Dadurch eignet sie sich wunderbar zum Locken oder als Belohnung.

Sie kann sogar den Appetit anregen, weswegen es sich lohnt, sie unter anderes Futter zu mischen. Zumindest dann, wenn dein Pferd gerade nicht gut frisst.

Da du sie nicht jeden Tag füttern kannst, solltest du mögliche Alternativen kennen.

Alternativen zu Ananas für Pferde

Anstelle oder zusätzlich zu Ananas kannst du deinem Pferd verschiedene Obst- und Gemüsesorten sowie andere Leckereien anbieten.

Geeignet sind:

  • Äpfel
  • Banane
  • Birne
  • Blaubeeren
  • Blätter und Zweige von Obst- und Nussbäumen
  • Fenchel
  • Gurke
  • Honig
  • Karotten
  • Kiwi
  • Kohlblätter
  • Nüsse
  • Rote Bete
  • Rüben
  • Salat
  • Spinat
  • Wassermelone
  • Zuckerrüben

Diese sind ebenfalls nur bedingt Teil des Speiseplans. Gib daher jeweils nur kleine Portionen.

Varianten mit einem geringeren Wassergehalt kannst du unter anderem in Heu oder Futterbällen verstecken oder aufhängen und damit für Beschäftigung sorgen.

Das beugt Langeweile vor und dient auch als Kopfarbeit. Denn Futterspiele werden unter anderem als Intelligenztest für Pferde verwendet.

Gewöhne dein Pferd langsam und schrittweise an Frischfutter und beobachte genau, ob es dieses verträgt.

Informiere dich zudem immer im Vorfeld, ob das Lebensmittel auch wirklich sicher für Pferde ist. Denn vermeintlich harmlose Speisen können eine erhebliche Gefahr für die Tiere darstellen.

Pferde und Ananas

Pferde dürfen zwar nur wenig Ananas essen, mögen diese in der Regel jedoch sehr gern. Als ganz besonderes Leckerli ist sie daher wunderbar geeignet.

Du musst lediglich darauf achten, dass die harte Schale vollständig entfernt ist und die Stücke klein genug sind, um keine Schlundverstopfung zu riskieren.

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