Dürfen Pferde Mandarinen essen?

Mandarinen enthalten viele gesunde Substanzen, darunter Mikronährstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe.

In 100 Gramm der Frucht stecken etwa 40 Milligramm Vitamin C, Vitamin A und mehrere B-Vitamine sowie Mineralstoffe. Hinzu kommen Ballaststoffe und vergleichsweise viel Wasser.

Für Menschen sind sie daher eine gesunde Zwischenmahlzeit. Gilt das jedoch auch für Pferde? Wir gehen der Frage auf den Grund.

In diesem Beitrag erfährst du, ob Pferde Mandarinen essen dürfen oder ob davon eine Gefahr für die Tiere ausgeht. Wir zeigen dir auch mögliche Alternativen und, wie du dein Pferd mit Futter beschäftigen kannst.  

Dürfen Pferde Mandarinen essen?

Ja, solange du sie nur sehr selten anbietest und auf die Portionsgröße achtest. Denn für Menschen sind Mandarinen zwar gesund, für Pferde gilt das allerdings nicht.

Dafür enthalten die Früchte unter anderem zu viel Zucker sowie Fruchtsäure. Sie sind also lediglich als besondere Leckerei geeignet, sollten aber keinesfalls fester Bestandteil des Speiseplans sein.

Welchen Beitrag leisten Mandarinen zu einer gesunden Ernährung bei Pferden?

Mandarinen enthalten unter anderem:

  • Provitamin A
  • Vitamin B1
  • Vitamin B2
  • Vitamin B3
  • Vitamin B9
  • Vitamin C
  • Calcium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Phosphor

Zudem sind sie im Vergleich zu vielen anderen Obstsorten reich an Ballaststoffen mit etwa zwei Gramm auf 100 Gramm der Frucht.

Hinzu kommen etwa 10 Gramm Kohlenhydrate, bei denen es sich hauptsächlich um Zucker handelt.

Wieso dürfen Mandarinen nur ein Leckerli für Pferde sein?

Mandarinen sind reich an Wasser und Zucker. Darauf ist die Verdauung von Pferden nicht ausgelegt. Essen sie zu viele Mandarinen, kann es zu Beschwerden kommen.

Dazu gehören:

  • Koliken
  • Durchfall
  • Kotwasser

Vor allem Koliken und Durchfall sind problematisch und können schnell kritische Verläufe nehmen.

Der Zucker ist ebenfalls kritisch zu betrachten. Dieser stresst die Bauchspeicheldrüse und kann dadurch zu Diabetes führen. Das Risiko für Übergewicht wird dadurch ebenfalls erhöht.

Ein weiteres Risiko, das allerdings nicht abhängig von dem Nährstoffgehalt der Mandarinen ist, ist eine Schlundverstopfung. Im Ganzen gefütterte Früchte können verschluckt werden und dann die Speiseröhre verstopfen.

Diese Gefahren lassen sich durch das Anpassen der Fütterung einfach beseitigen.

Wie kannst du Mandarinen verfüttern?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Manche empfehlen, die Mandarinen mit Schale und Kernen zu verfüttern.

Die Gefahr hierbei ist, dass die Schale – obwohl sie mehr Ballaststoffe enthält – oftmals gespritzt ist. Rückstände von Pestiziden lassen sich nur schwer entfernen.

Für das Pferd können diese gefährlich werden. Daher solltest du die Früchte lieber schälen. Die Kerne scheinen hingegen kein Problem darzustellen.

Was du jedoch beachten musst, sind die Sauberkeit und die Reife. Verfüttere lediglich reife aber keine überreifen Früchte. Schimmeln, faulen oder gären die Mandarinen, stellen sie ein Risiko für dein Pferd dar.

Reiche deinem Tier am besten einzelne Segmente und biete das Obst direkt aus der Hand an. Alternativ kannst du sie auf das Frischfutter geben und damit den Appetit anregen.

Auch bei Futterspielen bieten sich einzelne Stücke an. Aufgrund der Haut rund um das Fruchtfleisch ist dieses geschützt und der Saft läuft nicht aus.

Kontrolliere dabei, ob dein Pferd das Obst schnell aufisst. Denn liegt dieses zu lange, kann die Haut austrocknen, gegebenenfalls werden Insekten angezogen oder die Früchte schimmeln.

Wie viele Mandarinen dürfen Pferde essen?

Gib deinem Pferd nicht jeden Tag Mandarinen. Wenn es das Obst mag, kannst du es dir als besondere Belohnung aufsparen und beispielsweise einmal pro Woche als Abwechslung anbieten.

Eine Portion sollte auch dann nicht aus mehr als ein bis zwei Mandarinen bestehen.

Voraussetzung dafür ist, dass dein Pferd die Früchte gut verträgt und nicht unter Diabetes leidet.

Welche Alternativen gibt es zu Mandarinen für dein Pferd?

Der grundlegende Speiseplan deines Pferdes sollte aus Gräsern und Heu bestehen. Getreide kann hinzukommen.

Wenn du deinem Tier Abwechslung bieten und die Ernährung aufwerten möchtest, kannst du allerdings aus einem großen Spektrum verschiedener Lebensmittel wählen.

Geeignet sind unter anderem:

  • Ananas
  • Äpfel
  • Banane
  • Birne
  • Blaubeeren
  • Blätter und Zweige von Obst- und Nussbäumen
  • Brot
  • Fenchel
  • Gurke
  • Honig
  • Karotten
  • Kiwi
  • Kohlblätter
  • Mais
  • Nüsse
  • Reis
  • Rote Bete
  • Rüben
  • Salat
  • Spinat
  • Wassermelone
  • Zuckerrüben

Aufgrund dieser Vielfalt hast du zahlreiche Optionen, deinem Pferd nicht nur leckere Abwechslung zu bieten.

Ebenso kannst du einige Speisen für Spiele und somit gegen Langeweile verwenden. Dafür kannst du Gemüse, Obst oder Nüsse unter das Heu mischen, ebenso wie Zweige aufhängen oder in Futterbälle geben.

Versteckte Leckerlis laden zum Suchen ein und fördern die Kreativität des Tiers.

Generell sind diese Optionen wirksam gegen Langeweile und damit gegen auffälliges Verhalten und Zwangsstörungen. Gerade bei der Boxenhaltung sind sie daher wichtig.

Bei ihnen gilt jedoch ebenfalls, dass sie nur in kleinen Portionen verfüttert werden sollten. Anderenfalls können sie die Verdauung stören.

Pferde und Mandarinen

Solange du auf die Reife achtest, nur kleine Mengen anbietest und Mandarinen nicht jeden Tag verfütterst, dürfen sie als Belohnung eingesetzt werden.

Sie leisten keinen großen Beitrag zur Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, da die verträglichen Mengen dafür zu klein sind.

Dennoch kannst du deinem Pferd damit eine Freude bereiten.

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