Wie lange können Pferde rennen?

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Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn zwischen den verschiedenen Gangarten und der Fitness jedes Tieres gibt es erhebliche Unterschiede.

So kann ein gut trainiertes und gesundes Pferd problemlos durchgängig drei Kilometer rennen. Das gleiche Pferd kann hingegen ebenso 60 Kilometer am Tag gehen.

Erschöpfung setzt beim Rennen schneller ein und kann erhebliche Schäden erzeugen. Du solltest daher die Grenzen deines Tieres kennen.

In diesem Beitrag erfährst du, wie lange und unter welchen Voraussetzungen ein Pferd rennen beziehungsweise in unterschiedlichen Gangarten bewegt werden kann und wie du die Ausdauer steigerst.

Zudem zeigen wir dir, welche negativen Auswirkungen eine Überlastung haben kann und woran du merkst, dass dein Pferd erschöpft ist.

Die unterschiedlichen Gangarten im Überblick

In Bezug auf Pferde werden grundlegend drei Gangarten unterschieden. Bei diesen handelt es sich um:

  • Schritt
  • Trab
  • Galopp

Welche Geschwindigkeiten ein Pferd dabei erreichen kann und wie lange es diese durchhält, ist wiederum von verschiedenen Faktoren abhängig.

Zu diesen gehören:

  • Gesundheit
  • Alter
  • Rasse
  • Körperbau
  • Training
  • Wetter
  • Untergrund

Bei den Angaben zu der Schnelligkeit und der möglichen Dauer handelt es sich daher nur um eine grobe Orientierung.

Wie lange können Pferde im Schritt gehen?

Im Schritt zu gehen, bedeutet für Pferde ihre natürliche Geschwindigkeit ohne Hast und Eile beizubehalten.

Sie können sich den ganzen Tag in dieser Gangart bewegen, solange sie dabei fressen und trinken dürfen.

Vergleichbar ist die Geschwindigkeit mit dem Schritttempo bei Menschen.

In acht Stunden schaffen Pferde auf diese Weise bis zu 60 Kilometer und somit etwa 7km/h im. Die durchschnittliche Geschwindigkeit ohne Reiter liegt hingegen bei 3,5 bis 6 km/h.

Abhängig von den Umständen kann die Gesamtlänge deutlich kürzer ausfallen. Gelände, Wetter und Gesundheitszustand spielen hier ebenso entscheidende Rollen wie die Kondition.

Dennoch gilt: Wenn du mit deinem Pferd besonders lange und weit ausreiten möchtest, ist Schritt die beste Wahl.

Wie lange können Pferde traben?

Beim Trab erreichen Pferde Geschwindigkeiten zwischen 12 und 18 km/h. Sie sind also doppelt bis dreimal so schnell wie im Schritt.

Dementsprechend verkürzt sich die Dauer, für die sie in der Gangart laufen können.

20 Minuten im Trab sollte jedes gesunde und ausgewachsene Tier problemlos schaffen können.

Danach ist eine Pause sinnvoll, um keine Überlastung zu riskieren.

Wie lange können Pferde galoppieren?

Im Galopp erreichen Pferde noch nicht ihre absolute Höchstgeschwindigkeit. Etwa 21 bis 35 km/h sind jedoch möglich.

Bei Rennpferden ist die Geschwindigkeit nochmals deutlich höher, wenn sie trainiert und angetrieben sind.

Ein normales, gesundes Reitpferd kann drei bis vier Kilometer im Galopp zurücklegen.

Beachten musst du dabei allerdings, dass Pferde hierdurch immens belastet werden. Sie erschöpfen schnell und können körperlich Schaden nehmen.

Daher sollten Pferde ohne entsprechendes Training oder bei anderen Einschränkungen nur sehr kurze Strecken galoppieren.

Denk an ausreichend Pausen zwischen den einzelnen Renneinheiten und mute deinem Pferd nicht mehr zu als gesund ist.  

Welche Pferderassen haben die größte Ausdauer?

Zwischen den Pferderassen gibt es erhebliche Unterschiede. Diese fallen in Bezug auf Größe, Gewicht und Einsatzzweck durch den Körperbau bei Arabern und Cheshire Horses mehr als deutlich auf.

Welchen Rassen sind nun aber besonders schnell und ausdauernd?

  • Amerikanisches Miniaturpferd
  • Andalusier
  • Araber
  • Hannoveraner
  • Morgan Horse
  • Mustang
  • Quarter Horse
  • Rocky Mountain Horse
  • Tennessee Walker
  • Thoroughbred / Englisches Vollblut

Obwohl diese in Bezug auf die Ausdauer gute genetische Voraussetzungen mitbringen, ist auch bei ihnen ein entsprechendes Training entscheidend.

Zudem müssen sie sich in einem guten körperlichen Zustand befinden. Anderenfalls ist längeres Rennen ausgesprochen gefährlich.

Wie kann ich die Ausdauer meines Pferdes trainieren?

Hier gibt es keinen Unterschied zu dir. Wenn du mehr Kondition aufbauen möchtest, benötigst du regelmäßiges Training und die passende Ernährung.

Bei deinem Pferd sieht das nicht anders aus.

Abhängig von dem Fitnesslevel deines Tieres fängst du klein an.

Beginne mit regelmäßigen, aber kurzen Trainingseinheiten drei- bis viermal wöchentlich.

Ob du dabei mit einer Minute Galopp startest oder mit fünf Minuten ist abhängig von Alter und bereits bestehender Kondition.

Erhöhe die Belastung in Hinblick auf Distanz, Dauer und Geschwindigkeit schrittweise. Gib deinem Pferd zwischen den Einheiten des Trainings wenigstens einen Tag zur Regeneration.

Passe zudem das Futter an. Wenn dein Tier trainiert wie ein Athlet, benötigt es auch die richtige Versorgung.

Hochwertiges Heu, Proteine und Fette sind entscheidend dafür, dass die Ausdauer gesteigert wird – ohne eine Gefahr darzustellen.

Training durch Longieren

Longieren stellt eine gute Möglichkeit dar, die Ausdauer eines Pferdes graduell und kontrolliert zu steigern.

Es ist ohne Reiter durchführbar und lässt sich gut timen.

Falls du einmal nur wenig Zeit hast oder nicht die Möglichkeit besteht, einen Ausritt zu machen, kann es auch später bei gut trainierten Pferden eine Alternative und einen Ausgleich darstellen.

Berücksichtige dabei, dass nicht jedes Pferd Spaß daran hat, längere Zeit im Kreis zu laufen. Die Motivation kann daher bei zu langem oder zu häufigem Training gering sein.

Besser ist es zudem für die Motivation von dir und deinem Pferd sowie für die Ausbildung der Ausdauer und der Muskulatur, wenn du immer wieder abwechselst.

Gemütliche, längere Ausritte, Temporunden, bergauf und bergab reiten – diese Mischung steigert die Kondition auf natürliche Art und Weise und mit Spaß.

Für normale Reitpferde ist das vollkommen ausreichend. Anders verhält es sich natürlich bei der Ausbildung zum Rennpferd.

Der Unterschied hier ist wie zwischen einem Jogger und einem Sprinter oder Marathonläufer, der für Olympia trainiert.

Das bedeutet zum einen härteres und strikteres Training. Zum anderen aber auch ein höheres Risiko für Verletzungen und gesundheitliche Einschränkungen.

Stimmt das: Pferde rennen, bis sie sterben?

In Einzelfällen kann das durchaus auftreten. Das gilt immer dann, wenn bereits ein gesundheitliches Problem besteht oder das Pferd zu stark angetrieben wird.

Werden Anzeichen für Erschöpfung oder Übermüdung übersehen und muss das Pferd dennoch weiterlaufen, ist ein sofortiger Tod nicht immer die Folge.

Ebenso kann es zu Herzproblemen führen oder eine übermäßige Belastung für die Lunge und den Bewegungsapparat darstellen.

Pferde können sich also durchaus zu Tode rennen. Damit dies nicht geschieht, musst du Vorsicht walten lassen.

Wann solltest du dein Pferd nicht rennen lassen?

Ein individuell angepasstes Training ist immer sinnvoll. Überfordere dein Tier dabei jedoch nicht.

Verhindere Stress und Angst oder sogar Panik durch äußere Einflüsse wie abrupte laute Geräusche, ein zu starkes Antreiben oder den Einsatz einer Gerte.

Wenn du Ermüdung oder Unwillen bemerkst, solltest du den Ritt oder das Training abbrechen. Lege Pausen ein, lass dein Pferd essen und trinken.

Weitere Gründe, die Ausdauer nicht auszureizen sind:

  • bereits bekannte gesundheitliche Probleme
  • extrem hohe oder niedrige Temperaturen
  • Verletzungen
  • plötzliche Änderungen des Verhaltens

Wenn du dein Pferd ständig zu Bewegung zwingen musst, besteht ein Problem. Dieses solltest du immer abklären lassen, bevor das Training fortgeführt wird.

Wie lange können und sollten Pferde rennen?

Pferde sind Fluchttiere und sind körperlich daran angepasst, schnell weit rennen zu können.

Sie traben und galoppieren zum Spaß und beim Spielen, sollten im Sport jedoch nicht über ihre Grenzen hinaus getrieben werden.

Solange du das beachtest, steht langen Ausritten und hohem Tempo nichts im Wege.

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