Umzug mit der Katze: So geht’s richtig

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Ein Umzug ist bereits für Menschen eine Belastung und kann selbst mit der besten Vorbereitung in Stress ausarten. Ein Umzug mit Katzen stellt eine besondere Herausforderung dar.

Damit alles so reibungslos wie möglich verläuft und sich deine Tiere schnell in der fremden Umgebung eingewöhnen können, geben wir dir die passenden Tipps: von der Organisation über das Abbauen der Möbel und Packen bis hin zu der ersten Zeit im neuen Zuhause.

Katzen können auf den Ortswechsel vollkommen unterschiedlich reagieren. Es ist daher wichtig, dass du dir die passenden Vorgehensweisen für deine Stubentiger heraussuchst.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du einen Umzug mit Katzen am besten organisierst, durchführst und die Eingewöhnung in der neuen Wohnung oder dem neuen Haus begünstigen kannst. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du dir und deinen Tieren sehr viel Stress ersparen und sogar gefährlichen Situationen vorbeugen.

Umzug mit Katze richtig vorbereiten

Lange bevor der eigentliche Umzugstag ansteht, heißt es Kisten packen, eventuell das eine oder andere aussortieren und entsorgen oder schon einige Sachen in das neue Zuhause bringen.

Das entgeht deinen Katzen nicht.

Bist du dabei selbst gestresst, nervös und vielleicht sogar schlecht gelaunt, überträgt sich das zusätzlich auf die sensiblen Tiere.

Besser ist es daher, wenn du strukturiert vorgehst.

#1: Schreibe eine Liste

Was muss bis wann erledigt sein? Hast du ausreichend Kartons und Verpackungsmaterial? Ist für den Abbau der Möbel das nötige Werkzeug vorhanden?

#2: Packe selten benutzte Gegenstände zuerst ein

Nimm dir jeden Tag ein paar Stunden Zeit, um alles, was du bis zum Umzug nicht mehr benötigst, einzupacken. Bücher, DVDs, Schuhe und Kleidung, für die gerade nicht die richtige Saison ist, Kochgeschirr und Wäsche – dadurch hast du in wenigen Tagen bereits große Fortschritte gemacht, ohne in Hektik verfallen zu müssen.

Eventuell können sogar schon einige der Kartons ins neue Zuhause gebracht werden.

#3: Verbring Zeit mit deinen Katzen

Spielen und Streicheleinheiten sollten in der Zeit vor dem Umzug nicht zu kurz kommen. Die gemeinsame Zeit wirkt sowohl bei dir als auch bei deinen Katzen dem Stress entgegen.

#4: Gewöhne deine Katzen an Transportboxen

Wenn diese nicht ohnehin immer als Rückzugsort für die Samtpfoten offen in der Wohnung stehen, wird es jetzt Zeit, das zu ändern.

Gerade bei einem Umzug mit längerer Fahrtzeit müssen sich deine Tiere darin wohlfühlen und zur Ruhe kommen können. Richte die Boxen kuschlig ein. Im Idealfall akzeptieren Katzen sie als Schlafhöhle.

#5: Schaffe ein Katzenreich

Am Tag des Umzugs sollten deine Katzen so wenig von Chaos und Stress mitbekommen wie möglich.

Das lässt sich am besten umsetzen, wenn du sie bereits im Vorfeld auf ein Zimmer beschränkt hast. Wasser, Futter, Spielzeuge, Transportboxen, Katzentoiletten und Schlafplätze sollten in einen Raum gestellt werden, der am Umzugstag abgeschlossen werden kann und nicht wieder betreten werden muss.

Der Vorteil von allen Katzensachen in einem Zimmer ist zudem, dass du sie zuletzt einpacken und im Anschluss nicht alles wieder zusammensuchen musst.

#6: Ankunft vorbereiten

Ebenso wie in der alten Wohnung, sollten deine Katzen auch im neuen Zuhause von dem anfänglichen Chaos ferngehalten werden.

Begrenze sie auf einen Raum, der zunächst nicht geöffnet werden muss und stelle hier alles zur Verfügung, was notwendig ist.

Ideal wäre es, wenn du bereits Futter und Katzenstreu im neuen Heim zur Verfügung hast.

Katzen am Umzugstag

Bringe deine Katzen in „ihr Reich“, stelle Futter und Wasser zur Verfügung und schließe den Raum anschließend ab.

Gerade, wenn du Umzugshelfer bestellt hast, ist das Risiko für ein unbedachtes Öffnen groß. Da während des Umzugs immer wieder die Tür von Wohnung und Haus offenstehen, könnten deine Tiere entlaufen.

Vermeide die damit einhergehenden Gefahren, die Suche und die Angst, indem du den Raum so abschließt, dass nur du Zugang hast. Informiere zudem alle darüber, dass der Raum gesperrt ist – beispielsweise durch einen Zettel mit großer Schrift an der Tür.

Ist die Wohnung leergeräumt und alles eingeladen, sicherst du deine Katzen in ihren Boxen, räumst sämtliches Zubehör ein und verbringst sie ins neue Heim.

Auch hier sollten sie wiederum ihr eigenes Reich haben – das keiner betritt. Für den Anfang reichen Wasser, Futter, Katzentoiletten und Schlafplätze aus.

Danach kannst du damit beginnen, Möbel aufzubauen und Kartons auszuräumen.

Unser Tipp: Es versteht sich natürlich von selbst, dass deine Tiere bei dir mitfahren und nicht etwa im Laderaum eines Transporters. Bei längeren Fahrten kann es zudem sinnvoll sein, wenn du ihnen zuvor ein leichtes Beruhigungsmittel durch einen Tierarzt verschreiben lässt.

Katzen eingewöhnen

Damit der Umzug so entspannt wie möglich für deine Katzen und dich verläuft, solltest du sie während der ersten Tage im neuen Heim weiterhin in ihrem Raum belassen.

Sobald der größte Teil der Einrichtung steht und Schränke eingeräumt sind, kannst du sie auf Erkundungstour lassen.

Währenddessen solltest du bereits vertraute Details integrieren. Standen Wasser und Futter bisher immer in der Küche, die Katzentoilette im Bad und der Kratzbaum im Wohnzimmer?

Dann versuche, diese Anordnung beizubehalten.

Umso schneller wird sich deine Katze zurechtfinden und wohlfühlen.

Tausche zudem nicht alles auf einmal aus. Auch wenn die Verlockung groß ist, einen neuen Kratzbaum, neue Katzenbetten und Spielzeuge bereits zu stellen – vertraute Gegenstände und Gerüche helfen bei der Eingewöhnung.

Schenke deinen Katzen zudem viel Aufmerksamkeit.

Neugierige Tiere werden allein auf Entdeckung gehen und sich ihre Lieblingsplätze reservieren. Ängstliche Samtpfoten verlassen eventuell nicht einmal das Zimmer.

Ist das der Fall: Setz dich dazu, lock sie mit Leckerlis und vermittle Vertrauen und Entspannung. Lass zudem die Zimmertür offen, damit deine Katze jederzeit aus und in ihren Rückzugsbereich kommt.

Häufig gestellte Fragen zum Umzug mit Katzen

Beim Umzug mit Haustieren kommen immer wieder Fragen auf, die wir für dich hier beantworten.

Wie lange Katzen nach Umzug drinnen lassen?

Katzen (mit Freigang) sind territoriale Tiere. Lässt du deine Katze nach einem Umzug zu schnell nach draußen, kann sie daher versuchen zurück nach Hause zu gelangen.

Das ist extrem gefährlich für dein Tier.

Warte daher so lange, bis sich deine Katze in dem neuen Heim rundum wohlfühlt. Biete ihr Abwechslung, widme ihr Aufmerksamkeit und verwöhne sie.

Erst, wenn sich deine Katze wirklich zuhause fühlt, kannst du den Freigang riskieren.

Als grobe Orientierung kannst du bei selbstbewussten und sehr anhänglichen Tieren einen Monat veranschlagen.

Ist das nicht der Fall, sollten es wenigstens drei Monate bis zum ersten Freigang sein.

Ist ein Umzug für Katzen schlimm?

Das ist individuell verschieden. Manche Katzen haben kein Problem mit einem Ortswechsel, solange ihr Halter anwesend ist.

Das gilt vor allem bei einer sehr guten Bindung an dich und bei reiner Wohnungshaltung.

Andere reagieren hingegen sehr empfindlich, sind verunsichert und benötigen mehr Geduld bei der Eingewöhnung.

Wie verhalten sich Katzen nach einem Umzug?

Selbstsichere Katzen erkunden ihre neue Umgebung vorsichtig, aber neugierig. Sie wollen alles entdecken, spielen in den Umzugskisten und genießen ihr neues Umfeld.

Andere werden besonders anhänglich, folgen dir auf Schritt und Tritt und geben durch andauerndes Miauen kund, dass sie die Situation suboptimal finden.

Wieder andere können sich scheu und ängstlich zeigen, sich verstecken und dich meiden.

Ebenso wie Menschen, gehen Katzen mit Veränderungen in ihrem Umfeld vollkommen unterschiedlich um.

Deine Aufgabe ist es, individuell auf das Tier einzugehen und die Veränderung so angenehm wie möglich zu gestalten.

Was beruhigt Katzen nach einem Umzug?

Kurz gesagt, möglichst viele vertraute Gerüche, Gegenstände und Geräusche sowie die Nähe zu dir und gewohnten Haustieren.

Hältst du mehrere Katzen oder Katzen und Hunde, die sich gut miteinander verstehen? Wenn die Samtpfoten mit ihrer gesamten Familie umziehen und die Nähe zu ihnen haben, ist der Ortwechsel deutlich einfacher.

Hat deine Katze Lieblingsdecken, -spielzeuge oder fühlt sich in ihrer Schlafhöhle besonders wohl? Dann solltest du das im neuen Heim zur Verfügung stellen.

Wie kann ich Katzen den Umzug erleichtern?

Ist deine Katze neugierig, mutig, freut sich über neue Einflüsse, geht freudig auf Menschen zu und hat kein Problem mit dem Autofahren?

Dann wird auch der Umzug wenig Angst bereiten.

Bei empfindlicheren Tieren kann es hingegen notwendig sein, dass du Beruhigungsmittel vom Tierarzt einsetzt, jedweden Stress vermeidest und beispielsweise Pheromon-Stecker verwendest.

Wie lange miaut Katze nach Umzug?

Manche miauen gar nicht, andere hören selbst nach wochenlangem Beschweren nicht damit auf.

Ein entscheidender Faktor kann der Freigang sein.

Durfte deine Katze bisher täglich nach draußen und ist den dauerhaften Aufenthalt in der Wohnung nicht gewöhnt?

Biete ihr drinnen verschiedene Abwechslungen an. Versuche Spaziergänge an der Leine, damit deine Katze gesichert die Umgebung kennenlernt.

Was du auf keinen Fall tun solltest, ist aufgrund des Miauens die Tür zu öffnen und deiner Katze Freigang zu geben.

Eine Katze in diesem Zustand wird sich nicht einfach im neuen Garten umschauen und nach 5 fünf Minuten zufrieden in das neue Heim zurücklaufen.

Das Miauen kann dich auf Dauer an den Rand der Verzweiflung bringen. Du musst hierbei dennoch den längeren Atem haben, wenn du nicht über einen katzensicheren Garten verfügst.

Sollte ich meine Katzen bei einem Umzug betreuen lassen?

Wenn du nicht die Möglichkeit hast, deine Katzen in einem separaten Raum unterzubringen, sich der Umzug sehr aufwendig gestaltet oder lange andauert, kannst du eine Betreuung in Betracht ziehen.

Gibt es vertraute Menschen, die sich bereits um die Tiere gekümmert haben, wäre das ideal. Allerdings kann es für deine Katzen noch verwirrender und verunsichernder sein, wenn sie mehrere Tage von dir getrennt sind und im Anschluss in eine fremde Umgebung gebracht werden.

Hier musst du also selbst abwägen, was für deine Samtpfoten am besten ist.

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