Sind Hamster für Kinder geeignet?

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Hamster werden häufig als Haustiere für Kinder empfohlen. Sie scheinen wenig Pflege zu benötigen und haben keine lange Lebensdauer. Bieten sie für Kinder aber wirklich einen Mehrwert?

Immerhin sind sie nachtaktiv und Einzelgänger, die bei falscher Haltung schnell sterben. Für Kinder erscheint das bei näherem Hinsehen absolut ungeeignet.

Ist ein Hamster ein gutes Anfängertier und ideal als erste Verantwortung oder das genaue Gegenteil? Die Antwort darauf geben wir dir hier.

In diesem Beitrag erfährst du, ob und unter welchen Voraussetzungen sich Hamster als Haustier für Kinder eignen und was es zu beachten gibt. Wir geben dir zudem Tipps und Tricks zum Umgang zwischen den kleinen Nagern und dem menschlichen Nachwuchs.

Sind Hamster für Kinder geeignete Haustiere?

Das kommt ganz auf das Kind, die Erwartungen und die Unterstützung bei der Haltung an. Es sollte klar sein, dass Hamster keine Kuscheltiere sind, die sich gerne tragen und streicheln lassen.

Zudem darfst du die Arbeit bei der artgerechten Haltung nicht unterschätzen.  

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht der Anschaffung nichts im Wege.

Ab welchem Alter sind Kinder gute Hamsterhalter?

Eine grobe Orientierung ist der Eintritt in die Schule oder besser das Ende der Grundschule. Denn dann können sie die aktiven Phasen des Hamsters besser miterleben.

Zudem wird es für sie möglich, sich selbst zu einem großen Teil um das Tier zu kümmern.

Für Eltern sollte klar sein, dass wichtige Aufgaben weiterhin ihnen zufallen. Darunter fällt zunächst auch die Anleitung für den richtigen Umgang und die entsprechende Pflege.

Von dem korrekten und sicheren Tragen bis hin zu der Ernährung und der Reinigung des Käfigs gilt es mehr zu beachten als viele annehmen.

Das bezieht auch die Beschäftigung und die Zeiten ein, in denen das Tier aktiv ist. Kindern muss klar sein, dass sie den Hamster tagsüber nicht stören dürfen.

Vielen fällt das schwer.

Standort für den Käfig

Aufgrund der Zeiten zu denen Hamster schlafen und der Lautstärke, die Kinder beim Spielen erzeugen können, ist das Kinderzimmer ein ungünstiger Standort für den Käfig beziehungsweise das Hamsterheim.

Besser ist ein Raum, der tagsüber leise ist.

Hier ergibt sich wiederum ein Nachteil für Kinder. Sie sind in der Regel nicht so lange abends oder so zeitig morgens wach, dass sie seine Spielphasen oder das Suchen nach Futter verfolgen können.

Bei älteren Kindern oder Jugendlichen besteht dieser Nachteil nicht.

Solange das Zimmer tagsüber ruhig ist, kann das Hamsterheim ruhig darinstehen. Gerade bei Teenagern ist das oftmals gegeben.

Beschäftigung mit dem Hamster

Bei jüngeren Kindern ist es zwingend notwendig, den richtigen Umgang mit den kleinen Nagern zu vermitteln.

Sie greifen meist zu fest zu, sind zu hektisch oder wünschen sich ein Tier, mit dem sie kuscheln und das sie streicheln können.

Leider ist das bei Hamstern kaum möglich.

Selbst zahme und verspielte Individuen genießen Streicheleinheiten und Schmusen nur bedingt und nur für sehr kurze Zeit.

Zudem können sie gerade bei kleinen Kinderhänden schnell herunterfallen und sich dabei verletzen.

Die Beschäftigung mit dem Hamster muss daher anders aussehen. Mit Futter locken, Hamsterspielzeug basteln und einen kleinen Parcours aufbauen, schaffen Kinder problemlos.

Auch selbst Futter zu sammeln oder anzubauen kann Kindern Spaß machen.

Die Anschaffung

Ein guter Test für die Eignung ist es, wenn die Anschaffung überlegt und gut vorbereitet erfolgt.

Kinder sollten an diesem Schritt beteiligt sein und sich aktiv einbringen können.

Wichtige Punkte dabei sind:

  • Verständnis für die Ansprüche des Tieres
  • Planung des Hamsterheims
  • Klärung der Ernährung
  • Einschränkungen beim Spielen und Kuscheln

Wenn du einem Kind all das vermitteln, und auch auf die Einhaltung vertrauen kannst, steht der Haltung nichts im Wege.

Hamster und Kinder in der Praxis: typische Probleme

Obwohl Hamster häufig für Kinder angeschafft werden, ergeben sich aus dem vorschnellen Kauf oft die gleichen Probleme.

Zu diesen gehören:

  • Unzufriedenheit beim Kind: Der flauschige Hamster lässt sich nicht berühren? Wenn das Verständnis fehlt, kommen hierdurch Enttäuschung und Frustration beim jungen Halter auf.
  • Aggressionen: Werden Hamster nicht artgerecht gehalten und behandelt, können sie sich langweilen, aggressiv werden oder andere Zwangsstörungen entwickeln. Das ist nicht nur für das Tier eine Zumutung und ihm gegenüber nicht fair. Es kann auch zu Verletzungen bei dem Kind kommen, wenn es gebissen oder gekratzt wird. Hier ist also Vorsicht angeraten.
  • Stress und Krankheiten: Lautes Spielen, abrupte Bewegungen und Störungen beim Schlaf stressen Hamster. Darunter kann das Immunsystem leiden. Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten sind häufige Folgen. Dadurch wird die Lebensqualität erheblich gemindert und die Lebensdauer verkürzt.
  • Störungen des Kindes: Kinder wollen häufig und verständlicherweise, dass der Hamster in ihrem Zimmer lebt. Raschelt dieser aber nachts in seinem Käfig oder rennt im Laufrad, kann dadurch der Schlaf des Kindes gestört werden.
  • entlaufene Hamster: Kinder möchten ihr Haustier beschäftigen und mit ihm spielen. Leider sind sie dabei oftmals nicht vorsichtig genug oder vergessen, im Anschluss den Käfig richtig zu schließen. Das führt oftmals zu einem Hamster, der frei in der Wohnung läuft und sich dabei hinter oder unter Möbeln versteckt. Das Tier wieder herauszulocken und einzufangen, gestaltet sich meist schwierig.  

Alternativen zum Hamster als Haustier für Kinder

Da Hamster sich eher für ältere Kinder und Jugendliche eignen, sollte bei jüngerem Nachwuchs über Alternativen nachgedacht werden.

Naheliegend sind Meerschweinchen oder Kaninchen, aber auch Mäuse kommen infrage. Im Gegensatz zu Hamstern benötigen diese Tiere Artgenossen als Gesellschaft, sollten also nicht allein gehalten werden.

Zudem benötigen Kaninchen und Meerschweinchen mehr Platz und sind in der Haltung etwas teurer.

Dafür haben sie eine längere Lebensdauer und zeigen sich in vielerlei Hinsicht robuster sowie zutraulicher. Sie lassen sich einfacher zähmen und sind tagaktiv und somit häufig die bessere Wahl.

Kinder an der Auswahl und den notwendigen Vorbereitungen zu beteiligen ist dennoch wichtig.

Zum einen lernen sie dabei entscheidende Informationen zur Haltung. Zum anderen kann schon dabei abgeschätzt werden, ob das Interesse schnell nachlässt und in zwei Tagen ein anderes Tier höher auf der Liste steht.

Hamster für Kinder

Für kleine Kinder sind Hamster schon allein aufgrund der unterschiedlichen Aktivitätsphasen keine geeigneten Haustiere.

Zudem wirkt die artgerechte Haltung in der Theorie deutlich einfacher als sie in der Praxis ist.

Ältere Kinder und Jugendliche können von einem Hamster hingegen durchaus profitieren, Verantwortung lernen und sich besser mit ihm beschäftigen.  

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