Katze stinkt nach Gülle und Jauche: Die besten Tipps zum Saubermachen

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Wenn deine Katze nach Gülle oder Jauche stinkt, solltest du zunächst Ursachenforschung betreiben. Denn aufgrund verschiedener Bakterien kann es für sie lebensgefährlich sein, sich das kotverklebte Fell selbst zu putzen.

Das Saubermachen oder Baden der Katze erfüllt dann also nicht nur den praktischen Zweck, deinen Geruchssinn und deine Möbel zu schonen – es ist ebenso eine Vorsichtsmaßnahme. Mit dem richtigen Vorgehen kann es zudem schonend für dein Tier und dich verlaufen.

Wann das Baden ausreicht und wann ein Tierarztbesuch die bessere Wahl ist, ist bei üblen Gerüchen eine wichtige Frage. Dieser gehen wir hier für dich auf den Grund und geben dazu praktische Tipps für die Reinigung des Fells.

In diesem Beitrag erfährst du, was die Ursachen für den Gestank nach Gülle und Jauche bei deiner Katze sein können und welcher Umgang damit richtig ist. Denn ein Bad oder die Reinigung des Fells ist nicht immer erforderlich – kann manchmal jedoch auch die einzig richtige Lösung sein.

Katze stinkt nach Jauche und Gülle – Ursachen

Wenn deine Katze ein Freigänger ist und sich nicht nur in einem gesicherten Garten bewegt, ist die wahrscheinliche Ursache für den Gestank und kotverschmiertes Fell der direkte Kontakt zu Gülle.

Diese wird vorrangig im Frühjahr auf Feldern als Dünger ausgefahren. Pflanzenjauche hat einen ähnlich unangenehmen Geruch und wird ebenso von Hobbygärtnern im eigenen Grün eingesetzt.

Ist deine Katze also über ein Feld oder durch Nachbars Garten gestromert, hat hier gejagt oder sogar ein Nickerchen gemacht, kann das Fell den Geruch annehmen oder mit den Substanzen verschmiert sein.

Ist deine Katze stark verschmutzt, ist sie gegebenenfalls von jemandem damit überschüttet wurden, in eine Grube gefallen oder hat in einem Misthaufen gespielt.

Eine weitere mögliche Ursache sind gesundheitliche Probleme deiner Katze. In diesem Fall wirst du Verschmutzungen lediglich im Gesicht oder am After feststellen – sofern sie überhaupt vorhanden sind.

Bei Wunden oder Krankheiten kann ebenfalls ein unangenehmer Geruch von deinem Tier ausgehen. In diesen Fällen musst du umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

Verschmutzung und Krankheit voneinander unterscheiden

Freigänger haben ein deutlich höheres Risiko, mit Gülle und Jauche in Kontakt zu kommen. Zudem laufen sie Gefahr, während eines Kampfes verletzt zu werden, sich selbst zu verletzen oder sich mit einer Infektion anzustecken.

Die Unterscheidung ist bei einer stinkenden Katze also schwieriger. Riecht sie genauso wie das Feld nebenan nach dem Düngen, liegt der Zusammenhang natürlich nahe.

Du solltest sie dennoch möglichst nach jedem Freigang auf Wunden kontrollieren und ihr Verhalten beobachten. Wirkt sie zusätzlich zum Geruch abgeschlagen, kann sich eine Erkrankung hinter dem Gestank verbergen.

Bei Wohnungskatzen, die ausschließlich den Balkon oder einen abgesicherten Bereich im Garten nutzen, sind Krankheiten wahrscheinlicher.  

Fallen dir bei ihnen Verhaltensänderungen auf oder tritt der Geruch trotz umfassender Pflege immer wieder auf, such umgehend einen Tierarzt auf.

Katzenfell reinigen – so geht’s

Viele raten immer noch davon ab, Katzen zu baden. Keine Angst, mit dem richtigen Vorgehen schadest du deiner Katze damit nicht.

Für dich und gegebenenfalls einen Helfer ist es allerdings durchaus mit einer gewissen Gefahr verbunden.

Zudem ist es auch nicht immer nötig, direkt eine Wanne einzulassen. Zur Auswahl stehen dir:

  • Katzen-Trockenshampoo
  • Pflegespray gegen Fellgeruch
  • feuchte Reinigung mit Katzenshampoo 
  • Baden

Je nach Verschmutzungsgrad deiner Katze kannst du also verschiedene Methoden anwenden, um sie bei der Pflege und dem Putzen zu unterstützen.

Katzen-Trockenshampoo und Pflegespray

Bei einem unangenehmen aber eher leichten Geruch und keinen sichtbaren Verschmutzungen, kannst du Trockenshampoo oder Pflegespray anwenden.

Der Einsatz gestaltet sich sehr einfach: Arbeite das Pulver oder das Spray wie vom Hersteller angegeben in das Fell ein, lass es einwirken und bürste es im Anschluss aus, um Rückstände zu entfernen.

Leichte Gerüche sollten dabei verschwinden. Reicht diese Maßnahme noch nicht aus? Dann schau dir die folgenden Möglichkeiten an.

Feuchte Fellreinigung bei Katzen

Bei leichten Verschmutzungen und stinkendem Fell muss es ebenfalls noch kein Vollbad für die Katze sein.

In vielen Fällen reichen bereits Waschlappen, etwas Shampoo und Wasser sowie Handtücher aus. Danach gehst du in den folgenden Schritten vor:

  1. Fertige eine Lösung aus warmem Wasser und Shampoo an.
  2. Tränke einen Waschlappen damit und ringe ihn nur so weit aus, dass er nicht mehr stark tropft.
  3. Durchweiche das Fell nun vorsichtig in streichenden Bewegungen bis auf die Haut. Dabei sollten sich allmählich alle Verschmutzungen lösen.
  4. Behandle nach und nach alle betroffenen Fellbereiche damit.
  5. Im Anschluss verwendest du einen frischen Waschlappen und klares Wasser, um die Shampoo-Rückstände zu entfernen.
  6. Drücke wiederum mit streichenden Bewegungen das Wasser aus dem Fell und trockne deine Katze vorsichtig ab. Gerade bei Katzen mit langem Fell solltest du Rubbeln vermeiden, da sich die Fellhaare hierdurch verknoten.

Katzen baden – aber richtig

Bei starken Verschmutzungen lässt sich ein Bad für deine Katzen nicht vermeiden. Das gilt insbesondere bei direktem Kontakt zu Gülle und tierischer Jauche.

Die Ursache dafür ist nicht nur der intensive Gestank. In dem Tierkot kann sich ebenso eine hohe Konzentration an gefährlichen Bakterien finden. Dazu gehören auch Clostridium botulinum.

Sie erzeugen ein Nervengift, das dir aus einem anderen Kontext mit Sicherheit bekannt ist: Botox.

Was bei Schönheitsbehandlungen gegen Falten wirkt, kann bei unkontrollierter und unverdünnter Aufnahme zum Tode deiner Katze führen.

Hat sie sich also auf einem frisch mit Gülle befahrenen Feld direkt darin gewälzt, ist das selbstständige Putzen ein hohes Risiko.

Um dieses nicht einzugehen, solltest du dein Tier baden. Da die meisten Katzen wasserscheu sind, gestaltet sich das oftmals schwierig.

Mit dem folgenden Vorgehen kann es allerdings so schonend wie möglich erfolgen.

Du benötigst dafür:

  • Waschlappen
  • Handtücher
  • Messbecher
  • Katzenshampoo
  • ein bis zwei Eimer
  • gegebenenfalls eine Kinderbadewanne oder eine kleinere Wäschewanne

Leg alle Utensilien in Griffweite bereit. Deine Katze während des Badens oder Trocknens loszulassen wird in einer Überschwemmung des Badezimmers enden.

  1. Fülle die Eimer mit warmem – aber nicht heißem – Wasser.
  2. Lass in die Badewanne oder Wäschewanne so viel Wasser ein, dass deine Katze etwa bis zum Bauch darinstehen wird. Gib Shampoo dazu und löse es gut darin auf.
  3. Stell deine Katze nun vorsichtig in die Wanne und halte sie dabei gut fest. Nach einem Moment der Gewöhnung kannst du damit beginnen, mit einem nassen Waschlappen das Fell stückchenweise von unten nach oben zu durchweichen und zu säubern. Versuche dabei in etwa die Leckbewegungen der Mutter zu imitieren. Das wirkt auf viele Katzen beruhigend.
  4. Achte bei der Reinigung des Gesichts darauf, dass weder Wasser noch Schaum in Augen, Nase, Mund oder Ohren gelangen können.
  5. Wenn deine Katze vollständig sauber ist, lässt du das Wasser aus der Wanne ab.
  6. Nimm nun den Messbecher und das klare Wasser aus den Eimern, um das Fell auszuspülen und dabei die Rückstände des Shampoos zu entfernen.

Streiche Wasser aus dem Fell aus, trockne es mit leichtem Druck mit den Handtüchern und halte deine Katze danach warm, bis das Fellkleid vollständig durchgetrocknet ist.

Unser Tipp: Einige Katzen baden gerne und sind dabei überraschend entspannt. Das ist allerdings die Ausnahme und nicht die Regel. Wenn du deine Katze baden musst, such dir also am besten einen Helfer, der das Tier festhält, während du das Waschen übernimmst.

Stinkendem Katzenfell vorbeugen

Bei Freigängern kannst du stinkendem Fell nur bedingt vorbeugen, indem du sie während der Düngezeit von Feldern im Haus behältst.

In jedem Fall solltest du deine Haustiere an die regelmäßige und umfassende Fellpflege gewöhnen.

Das macht es deutlich einfacher, bei Bedarf eine gründliche Reinigung vorzunehmen oder sie bei Krankheiten und Bewegungseinschränkungen dabei zu unterstützen.

Wenn die Katze nach Gülle und Jauche stinkt

Reinige das Fell schnell und gründlich, um die Bakterien und sonstige potenziell gefährliche Substanzen zu entfernen.

Vermeide im Anschluss an die feuchte Reinigung oder das Baden Kälte und Zugluft. Anderenfalls besteht die Gefahr für Erkrankungen.

Versuche zudem, einem direkten Kontakt zu gefährlichen Düngemitteln zu vermeiden, indem du Freigang während der Einsatzzeit vermeidest.

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