Sind Pferde schlauer als Hunde? Das wird dich überraschen

Sind Pferde oder Hunde schlauer? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten.

Denn zum einen weisen sie verschiedene Stärken und Schwächen auf. Zum anderen sind entsprechende Studien dazu noch immer selten.

Wir haben dennoch einige Antworten gefunden, die du mit Sicherheit interessant findest.

In diesem Ratgeber erfährst du, ob Pferde intelligenter sind als Hunde und ob sich darauf überhaupt eine einfache Antwort geben lässt. Wir zeigen dir auch, welche Faktoren bei der Entwicklung von Intelligenz entscheidende Rollen spielen.

Sind Pferde schlauer als Hunde?

Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort!

Mit Sicherheit überrascht dich das, da Menschen zum Einordnen und deutlichen Abstufungen neigen.

Sowohl Hunde als auch Pferde sind zwar sehr intelligente Tiere, haben jedoch unterschiedliche Stärken und Schwächen.

Allerdings haben sie auch Gemeinsamkeiten, die im Umgang mit anderen Spezies entscheidende Vorteile mit sich bringen.

Schauen wir uns diese einmal genauer an.  

Wie schlau sind Pferde?

Zuerst müssen wir klären, was Intelligenz eigentlich bedeutet und wie sie definiert wird.

Das ist nicht leicht, denn es gibt zahlreiche Definitionen und unterschiedliche Arten von Intelligenz.

Zu diesen gehören beispielsweise:

  • Werkzeuge einsetzen können
  • abstraktes Denken
  • soziale Intelligenz
  • Probleme lösen
  • Ichbewusstsein
  • Objektpermanenz

Werkzeuge und Hilfsmittel einzusetzen, ist Pferden aufgrund ihres Körperbaus nur schwer möglich. Sie sind aber in der Lage, sich die Bedienung von Schalten, Hebeln oder Türklingen abzuschauen.

Pferde, die Türen und Tore öffnen, Deckel von Behältern abziehen oder Lichtschalter bedienen – weil sie einen Menschen oder ein anderes Tier dabei beobachtet haben, sind keine Seltenheit.

Sie können also durchaus Probleme und Aufgaben lösen.

Dazu „verwenden“ sie gelegentlich sogar Menschen wie das folgende Beispiel zeigt.

Ein Beispiel für die Intelligenz von Pferden: versteckte Leckerlies und Kommunikation

In einem Versuch wurde getestet, wie sich Pferde verhalten, wenn sich Leckerlies zwar in Sicht- aber außerhalb ihrer Reichweite befinden.

Das Ergebnis war überraschend. Denn die Tiere wandten sich an ihre Pfleger beziehungsweise Halter und wiesen durch Blickkontakt immer wieder auf die Eimer mit den Leckereien hin.

Teilweise wurden sie zusätzlich körperlich nachdrücklich, um „ihre“ Menschen auf ihren Wunsch hinzuweisen.

Dabei gingen sie abgestuft vor. Hatte die Person gesehen, dass beispielsweise Karotten in einen Eimer gegeben wurden, wiesen die Pferde immer wieder mit ihrem Kopf in die Richtung.

Hatte die Person das Verstecken hingegen nicht gesehen, waren die Tiere nachdrücklicher.

Hieran lässt sich erkennen, dass Pferde Menschen als Helfer einsetzen und mit ihnen kommunizieren.

Soziale Intelligenz bei Pferden

Pferde sind Herdentiere, die untereinander sehr klar und stark miteinander kommunizieren können.

Sie erkennen zudem anhand von Gesichtsausdrücken, Körperhaltung und Ton die Stimmung von Menschen und können sich an andere Tiere gewöhnen.

In puncto soziale Intelligenz sind Pferde also weit vorn.

An dieser Stelle wird es Zeit für das zweite Beispiel:

Können Pferde rechnen?

Vielleicht hast du schon einmal von dem Pferd „Kluger Hans“ gehört.

Dieser Hengst konnte vermeintlich zählen und rechnen. Kein Wunder, denn einer seiner Halter war ein Mathematiklehrer.

Durch hörbares Auftreten mit einem Huf zeigte er die Zahlen an.

Dieses Können wurde scheinbar widerlegt.

Zumindest wird mittlerweile davon ausgegangen, dass der „Kluge Hans“ statt zu rechnen und zu zählen minimale Details in der Körpersprache und Mimik seines Halters erkannte und sich daran orientierte.

Wie hoch ist der IQ eines Pferdes?

Pferde können komplexe Abläufe lernen, Zeichensprache deuten, verstehen Mimik, Gestik und Körpersprache.

Sie können sich erstaunlich lange erinnern und sind sozial intelligent.

Einen genauen IQ-Wert anzugeben ist allerdings ebenso wie bei Mensch oder Hund nicht möglich und unterscheidet sich von Test zu Test sowie von Individuum zu Individuum.

Wie schlau ist ein Hund?

Pferde sind etwa seit der Bronzezeit domestiziert – also vor circa 4.200 bis 5.000 Jahren. Hunde begleiten die Menschheit schon deutlich länger.

Sie sind seit wenigstens 15.000 Jahren Haustiere und damit die am längsten domestizierten Tiere überhaupt.

Sie leben eng mit Menschen zusammen, wurden für verschiedene Aufgaben gezüchtet und gelten als ausgesprochen intelligent.

Wobei es bei ihnen ebenso wie bei Pferden noch immer unzählige unbeantwortete Fragen gibt.

Klar ist aber mittlerweile, dass sie mindestens die Intelligenz eines Kleinkindes aufweisen.

Sie können komplexe Vorgänge und bis zu 165 Begriffe lernen, werden als Blindenhunde, Polizeihunde und Therapietiere eingesetzt.

Sie haben eine hohe soziale Kompetenz und Intelligenz, können ebenso wie Pferde, Stimmungen und Launen an Gesichtsausdrücken, durch Blickkontakte, von Stimmlagen und Körperhaltung ablesen und erkennen.

Auch sie haben ein gutes Gedächtnis und sind zu erstaunlichen Leistungen fähig. Schalter bedienen, Türen öffnen, das Umschalten der Ampel erkennen, Menschen oder Drogen finden – die Liste ist bei Hunden ausgesprochen lang.

Die Intelligenz ist bei ihnen aber ebenso wie bei Pferden von verschiedenen Faktoren abhängig.

Wovon ist die Intelligenz abhängig?

Dabei spielen mehrere Einflüsse entscheidende Rollen.

Zu diesen gehören:

  • Rasse
  • Aufzucht
  • Training
  • Individuum

Die Rasse gibt Aufschluss über die Auslegung und einen Hinweis auf die jeweiligen Stärken.

Die Aufzucht, samt Förderung, Forderung, Gewöhnung an den Menschen, andere Lebewesen und dem Training sowie der Erziehung hat einen Einfluss darauf, wie Pferd und Hund mit anderen Spezies und Problemen oder Herausforderungen umgehen.

Hinzu kommt das Individuum. Nicht jedes Pferd ist gleich schnell oder gleich schlau. Das gilt auch für Hunde.

Manche sind sozial hochbegabt, schneiden dafür aber beim Training schlechter ab. Manche befolgen problemlos jedes Kommando, sind in der Kommunikation jedoch schlechter.

Wie äußert sich Intelligenz bei Hunden und Pferden?

Viele verwechseln Intelligenz bei Tieren mit Erziehung und Gehorsam.

Ein Vierbeiner, der auf jedes Wort hört und sofort jedes Kommando befolgt wird als intelligenter betrachtet.

Das ist jedoch bei Weitem nicht immer der Fall.

Ob Hund oder Pferd: Bei vielen Lebewesen sagt der Gehorsam nichts über den IQ aus, sondern kann auch an dem sogenannten „will to please“ liegen.

Manche Tiere wollen ihren Haltern unbedingt gefallen oder lassen sich durch Leckereien und Streicheleinheiten sofort motivieren.

Andere verstehen den Sinn hinter einigen Kommandos nicht, haben darauf schlicht keine Lust oder sind sehr eigenständig. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie deswegen weniger intelligent sind.

Intelligenztest für Pferde – gibt es das?

Ja, es finden sich verschiedene Intelligenztests für Pferde, die zugleich unterhaltsame Beschäftigungen für dein Tier darstellen.

Allerdings kannst du bei diesen nur feststellen, ob dein Pferd besonders neugierig, kreativ oder gerade hungrig ist.

Dafür sind lediglich einfache Mittel erforderlich und du kannst gegebenenfalls Lerneffekte erkennen.

Was sind die intelligentesten Pferderassen?

Als besonders intelligent gelten:

  • Araber
  • Budjonny
  • Morgan
  • American Saddlebred
  • Friesen
  • Englisches Vollblut
  • Clydesdale
  • Quarter Horse
  • Andalusier

Wer ist schlauer – Pferd oder Hund?

Darauf gibt es keine richtige Antwort.

Es gilt jedoch bei beiden Tierarten:

Je mehr du dich mit deinem Vierbeiner beschäftigst und umso besser du die jeweilige Sprache der Spezies verstehst, desto schlauer und zufriedener werdet ihr beide.

Nicht zu vergessen, dass der Umgang miteinander wichtig für die Einschätzung ist.

Du solltest zudem bedenken, dass die Intelligenz nicht ausschlaggebend für die Haltung oder immer ein Vorteil ist.

Besonders intelligente Tiere lernen viel, indem sie es einfach anderen abschauen und benötigen daher nicht selten mehrere Sicherungen und können sehr stur reagieren.

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