Hilfe: Mein Hamster hat Angst vor mir! 7 häufige Gründe und bewährte Tipps

Hamster sind klein und niedlich – doch auch diese süßen kleinen Fellknäuel haben Gefühle! Diesen Umstand solltest du dir immer wieder bewusst machen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass dein Hamster gelegentlich Angst empfindet. In manchen Fällen wirst du feststellen, dass dein Hamster sogar vor dir Angst hat. Das ist natürlich kein schönes Gefühl für dich – doch keine Sorge, dieser Umstand lässt sich ändern!

In diesem Beitrag erfährst du nun, woran man die Angst bei Hamstern erkennt, welche Ursachen dieser Angst zugrunde liegen können und was du tun kannst, damit dein Hamster seine Ängste überwindet.

Woran erkennst du Angst bei deinem Hamster?

Angst bei Hamstern kann sich – genau wie bei uns Menschen – ganz unterschiedlich äußern.

In aller Regel wirst du jedoch beobachten können, dass sich ein ängstlicher Hamster schutzsuchend in einem Unterschlupf versteckt.

Hat dein Hamster vor dir Angst und du verfolgst dein Tier mit der Hand in den Unterschlupf, so kann die Fluchtreaktion des Tieres in Aggression umschwenken, sodass der Hamster dich beißt! Also: Finger weg, wenn dein Hamster Angst hat!

Auch plötzlich auftretende Hektik und ein regelrechtes ‚von Häuschen zu Häuschen huschen‘ ist ein klares Anzeigen dafür, dass dein Hamster Angst und Unsicherheit verspürt.

Die Körpersprache eines ängstlichen Hamsters ist ebenfalls sehr eindeutig, denn dein Hamster wirkt gewissermaßen wie ‚platt gedrückt‘, wenn er sich ängstigt. Diese geduckte Haltung bleibt auch in Bewegung bestehen.

Möglicherweise denkst du auch, dass dein Hamster Angst haben könnte, wenn er gerade zittert – dem ist jedoch nicht so! Im Vergleich zum Menschen ist das Zittern bei Hamstern nie ein Zeichen von Angst, sondern tritt in aller Regel als Begleiterscheinung einer Erkrankung auf.

Beobachtest du also deinen Hamster, wie er im Gehege sitzt und zitterst, so solltest du schleunigst mit dem Tier zum Tierarzt gehen!

In jedem Fall ist Angst auch für deinen Hamster kein schönes Gefühl – schon gar nicht, wenn dein Hamster regelmäßig mit Ängsten zu kämpfen hat. Deshalb findest du in diesem Artikel sieben Gründe für das Auftreten der Angst und für jede Ursache passende Tipps, die dazu beitragen können, dass Ängste für deinen Hamster bald der Vergangenheit angehören werden.

Warum hat mein Hamster Angst vor mir?

Die Gründe dafür, warum dein Hamster Angst vor dir hat, können sehr vielfältig sein.

Um dir die Ursachenforschung ein wenig zu erleichtern, haben wir dir nun sieben mögliche Gründe herausgesucht, die dazu führen können, dass dein pelziger Mitbewohner Angst vor dir hat.

Beachte bitte, dass dieser Artikel dir nur Denkanstöße bieten kann – welche Ursache für deinen Hamster zutrifft, kannst im Endeffekt nur du selbst herausfinden!

Im Anschluss an diese möglichen Ursachen findest du im nächsten Abschnitt übrigens noch ausführliche Lösungsansätze – denn schließlich möchtest du ja nicht nur wissen, warum dein Hamster Angst vor dir hat, sondern auch, wie du dafür sorgen kannst, dass er seine Ängste überwindet!

1. Das Tier ist noch nicht lange bei dir

Jedes Tier benötigt eine gewisse Zeit, um anzukommen und sich einzuleben. Auch Hamster bilden hier keine Ausnahme. Ist dein Tier also erst frisch eingezogen, so ist es nicht verwunderlich, dass er sich insgesamt ein wenig ängstlich zeigt.

In den ersten Tagen und Wochen ist dieses Verhalten also völlig normal und kein Grund zur Sorge!

2. Die Umgebung ist zu laut

Hamster sind sehr lärm- und stressempfindlich.

Dein Hamster möchte tagsüber gerne schlafen. Befindet er sich nun in einer Umgebung, in der tagsüber viel Unruhe und Lärm herrscht, so steht dein Hamster unter Dauerstress – und dieser wiederum kann sich durch diverse Ängste äußern!

Diese Ängste können sich sowohl im Alltag immer wieder zeigen als auch in ganz spezifischen Situationen.

Ein gestresster Hamster ist zudem nicht in der Lage zu lernen. Solange der Stress anhält, wird dein Hamster seine Scheu vor dir also auch nicht verlieren können.

3. Dein Hamster ist überfordert

Du kennst dieses Gefühl der Überforderung: Alles ist dir zu viel und du möchtest einfach nur deine Ruhe!

Auch dein Hamster kann sich überfordert fühlen. Diese Überforderung kann bspw. dadurch entstehen, dass sich dein Hamster nicht ausreichend bewegen kann oder mit Artgenossen zusammengehalten wird. Hamster sind nämlich strikte Einzelgänger! Infolgedessen kann es gut sein, dass dein Hamster Angst vor dir bekommt, da er ohnehin schon mit allem überfordert ist.

4. Du verlangst zu viel von deinem Tier

Kann es sein, dass du deinem Tier einfach zu viel abverlangst?

Wenn dein Hamster wirklich Angst vor dir hat, so kannst du nicht von deinem Tier erwarten, dass es dir nach 15 Minuten bereits aus der Hand frisst!

Vertrauen benötigt Zeit, besonders dann, wenn du einen Hamster aus schlechter Haltung übernommen hast, der eventuell bereits die ein oder andere schlechte Erfahrung mit dem Menschen machen musste.

Die Angst vor dir hat in diesem Fall nichts mit dir zu tun, sondern beruht auf Erfahrungswerten aus der Vergangenheit des Tieres.

5. Die Fütterung ist nicht artgerecht

Ob du es glaubst oder nicht – die Fütterung kann einen großen Einfluss auf das Verhalten deines Hamsters ausüben.

Ein Nährstoffmangel, der über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt, kann zu Verhaltensänderungen bei deinem Hamster führen. So kann sich dieser Mangel entweder in Krankheiten, stumpfem Fell, matten Augen, Abgeschlagenheit oder eben durch die Entwicklung von Ängsten äußern.

6. Dein Hamster ist krank

Dein Hamster war bisher immer zutraulich und hat plötzlich Angst vor dir, obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gibt? Dann könnte es auch gut sein, dass dein Hamster krank ist!

Tiere, die Schmerzen empfinden, zeigen sich nicht selten auffallend aggressiv oder ängstlich ihren Menschen gegenüber. Treten noch weitere Symptome neben der Angst auf, wie bspw. Nahrungsverweigerung, Abgeschlagenheit, etc., so liegt der Verdacht nahe, dass hier eine Krankheit zugrunde liegt und die Angst vor dir lediglich ein begleitendes Symptom darstellt.

7. Du verhältst dich für den Hamster unberechenbar

Hamster stehen weit unten in der Nahrungskette und ihr Instinkt rät ihnen daher im Fall der Felle – äh – Fälle meistens dazu, die Flucht anzutreten.

Bewegst du dich nun recht hektisch oder sprichst mit lauter Stimme, wenn du dich mit deinem Hamster beschäftigen möchtest, so empfindet dich dein Hamster mit großer Wahrscheinlichkeit als Bedrohung. Diese Unberechenbarkeit deinerseits spricht den Fluchtinstinkt deines Hamsters an und somit ist es nicht weiter verwunderlich, wenn dein Hamster Reißaus nimmt, sobald er dich erspäht hat.

It’s your turn: Das kannst du tun, um deinem Hamster die Angst zu nehmen!

1. Gib deinem Tier Zeit zum Ankommen

Gib deinem Neuankömmling ein wenig Zeit, um sich einzuleben. Am besten ist es, wenn du dich die ersten Tage gar nicht aktiv mit deinem Hamster befasst. Meistens genügen schon wenige Tage oder Wochen, bis sich dein Hamster von selbst öffnet!

2. Sorge für mehr Ruhe

Um das Stresslevel deines Haustieres zu senken, empfiehlt es sich sehr, das Gehege an einen ruhigen Ort zu verfrachten, sodass dein Hamster tagsüber ungestört schlafen kann. Achte auch darauf, dass deinem Tier ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten sowie auch Platz zur freien Bewegung geboten werden.

3. Entspannung kann Wunder wirken

Hamster sollten unbedingt alleine gehalten werden. Erfüllt die Haltung des Hamsters all seine Grundbedürfnisse, so kann sich dein Hamster zunehmend entspannen und wird insgesamt ruhiger werden. Hierdurch fällt es ihm auch leichter, seine Ängste dir gegenüber abzulegen und Vertrauen zu fassen.

4. Akzeptiere dein Tier so wie es ist

Es gibt auch unter Hamstern mutigere und eher weniger mutigere, zutrauliche und weniger zutrauliche Exemplare.

Nur, weil sich dein vorheriger Hamster bereits am zweiten Tag von dir hat aus der Hand füttern lassen, so heißt das noch lange nicht, dass jeder Hamster so schnell Vertrauen zu dir fassen kann – besonders nicht, wenn seine Vergangenheit nicht gerade rosig verlief.

Achte daher stets auf die Körpersprache und die Bedürfnisse deines Hamsters und du wirst sehen, dass sich die Angst nach einiger Zeit legen wird.

5. Passe die Ernährung deines Hamsters an

Eine gesunde Ernährung ist das A und O für einen ausgeglichenen, gesunden und aktiven Hamster. Beschäftige dich daher ausführlich mit dem Thema Ernährung von Hamstern und passe die Ernährung ggf. an.

6. Ab zum Tierarzt!

Treten die Ängste dir gegenüber wie aus dem Nichts auf, so solltest du schleunigst einen Tierarzt aufsuchen, um körperliche Ursachen ausschließen zu können! Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um deinem Hamster bestmögliche Genesungschancen bieten zu können.

7. Schaffe Routine

Hamster lieben Routine und Berechenbarkeit.

Sprich also mit ruhiger Stimme zu deinem Hamster und führe das ein oder andere Ritual ein (wie bspw. ein Abendleckerli, welches du immer zur selben Uhrzeit fütterst), um so Vertrauen zu deinem Hamster aufbauen zu können.

Sobald dich dein Hamster besser einschätzen kann, wird er auch langsam zutraulicher werden! Dranbleiben lohnt sich!

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