Sind Eulen gefährlich für Katzen?

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Eulen sind majestätische und intelligente Tiere, die auf viele Menschen faszinierend wirken. Sie sind jedoch auch Raubtiere, die sich von Fleisch ernähren.

Bei der Beute von Eulen denken die meisten von uns an kleinere Tiere wie Mäuse und Marder. Doch das Nahrungsspektrum der großen Vögel umfasst deutlich mehr.

Können sie also auch Katzen gefährlich werden und als Futter betrachten? Dieser Frage gehen wir hier für dich auf den Grund.

In diesem Beitrag erfährst du, ob Eulen für Katzen eine Gefahr darstellen können und wie du dein Haustier sicher hältst. Ist es zu einem Kampf und zu Verletzungen gekommen, zeigen wir dir zudem das richtige Verhalten bei der Behandlung.

Sind Eulen gefährlich für Katzen?

Ja, die Raubvögel können eine Gefahr für Katzen mit Freigang darstellen.

Das gilt insbesondere – aber nicht nur – für Kitten, sehr kleine und bereits geschwächte Haustiere. Hundewelpen und kleine Hunderassen sind davon ebenso wenig ausgenommen.

Auch wenn du im Internet also vielleicht schon einige herzerweichende Videos gesehen hast, in denen Eulen und Katzen einträchtig nebeneinander liegen oder sogar miteinander spielen:

In der freien Wildbahn findet ein direkter Kontakt nur zum Zweck des Angriffs statt.

Dieser kann wiederum verschiedene Ursachen haben.

Ursache 1: Konkurrenz um Beutetiere

Sowohl Katzen als auch Eulen können in der Abenddämmerung, nachts und im Morgengrauen auf der Jagd nach Beutetieren sein und haben in Bezug auf das Anpirschen und ihre Beute ein ähnliches Schema.

Beobachtet eine Eule nun, wie sich eine Katze vor ihr die Maus schnappt, kann sie versuchen ihr diese abzujagen.

Hieraus ergeben sich zwei Gefahren.

  1. Katzen geben die erjagte Beute in der Regel nicht einfach auf, lassen sie fallen und ergreifen die Flucht. Es kann sich also ein Kampf zwischen Eule und Katze ergeben.
  2. Die Eule kann sich während des Abjagens umentscheiden und statt der anvisierten Maus die Katze als Beute be- und ergreifen. Ist die Katze im Vergleich zu der Eule leicht und klein genug, kann der Raubvögel mit ihr davonfliegen oder sie direkt am Ort des Kampfes töten und fressen.

Selbst dann, wenn es nicht zum Todesfall kommt, musst du mit erheblichen Verletzungen bei deiner Samtpfote rechnen. Diese sind aufgrund der scharfen Klauen und des spitzen, kräftigen Schnabels der Eulen nicht immer sofort ersichtlich.

Sie können sich allerdings schwer entzünden und zu bedrohlichen Infektionen führen.

Ursache 2: Mangel an Beutetieren

Wenn Eulen nicht ausreichend Nahrung vorfinden, weiten sie ihren Jagdbereich aus. Wohngebiete mit zahlreichen Freigängerkatzen sind ergiebige Jagdgründe.

Abhängig von der jeweiligen Eulenart und ihrer Größe bevorzugen sie meist kleinere Katzen oder Tiere, die schwach und dadurch nicht sonderlich wehrhaft sind sowie sich einfach wegtragen lassen.

Gerade dann, wenn Eulen Jungtiere versorgen müssen, befinden sich kleine Haustiere also in Gefahr. Hierfür zeigt sich auch noch ein weiterer Faktor verantwortlich.

Ursache 3: Katzen als Gefahr

Eulen können Katzen auch als Gefahr begreifen, wenn sie sich ihrem Nest nähern und sich in ihm Eier oder Jungvögel befinden.

Die Raubvögel werden dann zum Angriff übergehen, um ihren Nachwuchs zu schützen. Katzen können dabei schwer verletzt werden und zudem aus großen Höhen stürzen.

Angriffen durch Eulen vorbeugen

Deine reine Wohnungskatze ist der Gefahr durch Eulen nicht ausgesetzt. Die Haltung im Haus ist also die sicherste Möglichkeit, Verletzungen und dem Tod deines Haustiers vorzubeugen. Das gilt nicht nur für Raubvögel.

Hat deine Katze nur tagsüber Freigang, bleibt dabei im eigenen Garten und ist vor der Dämmerung wieder im Haus? Auch dann ist das Risiko gering.

Nisten Eulen in der näheren Umgebung oder sogar in deinem Garten, stellen die erwachsenen Vögel auch während des Tages eine Gefahr dar. Allerdings kannst du die betreffenden Bereiche so abgrenzen, dass deine Katzen nicht bis zum Nest gelangen.

Bei Freigängern in einem nicht gesicherten Garten kannst du dich allerdings nie vollständig darauf verlassen, dass sie nicht doch einmal den Weg über den Zaun finden oder ein Loch darin als Ausgang zum Stromern benutzen.

Vor allem in Gebieten mit einer hohen Anzahl an Raubvögeln oder anderen Tieren, die zur Gefahr werden können, solltest du die reine Wohnungshaltung bevorzugen.

Alternativ kannst du den Balkon oder den Garten katzensicher gestalten. Dadurch kann dein Stubentiger frische Luft schnappen oder Sonnenbäder nehmen, ohne einer Bedrohung ausgesetzt zu sein.

Katze nach einem Eulen-Angriff behandeln

Wenn deine Katze einem Eulenangriff gerade so entkommen konnte oder bei einem Kampf verletzt wurde, ist schnelles Handeln gefragt.

Wunden, die durch Schnabel und Krallen erzeugt wurden, sind häufig nicht sofort in vollem Ausmaß ersichtlich.

Zudem kann sich deine Katze nach dem Schreck zunächst versteckt haben, was den Verletzungen Zeit gibt sich zu entzünden. Schwere Infektionen sind eine potenzielle und riskante Folge.

Suche daher umgehend einen Tierarzt auf und lass eine Behandlung beginnen. Dazu gehört die umfassende Reinigung und Versorgung der Wunden sowie gegebenenfalls eine Therapie mit Antibiotikum.

Bei großen oder tiefen Verletzungen kann es zusätzlich notwendig sein, diese zu nähen oder zu klammern.

Bedenke weiterhin, dass deine Katze nach einer solchen Attacke traumatisiert ist, schreckhaft und aggressiv reagieren kann.

Behalte Sie daher wenigstens bis zum vollständigen Abheilen der Wunden im Haus und zieh in Zukunft davon ab, sie ab Einbruch der Dunkelheit nach draußen zu lassen.

Denn auch, wenn es nicht zu einem erneuten Angriff durch eine Eule kommt, kann sich die Katze künftig vor den Raubvögeln erschrecken und beispielsweise aus Panik vor ein Auto laufen oder sich anderweitig in Gefahr bringen.

Eulen als Gefahr für kleine und schwache Katzen

Obwohl auch ein großer, stattlicher und schwerer Kater von einer Eule angegriffen werden kann, sind die häufigeren Opfer dennoch sehr junge und kleine Katzen.

Das Ausmaß der Gefahr für Katzen ist zudem abhängig von der Verbreitung der Eulen.

Ein faustgroßer Sperlingskauz stellt für deine Haustiere kein Risiko dar. Ein bis zu 71 Zentimeter großer Uhu kann hingegen lebensbedrohlich für Katzen sein.

Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, solltest du keinen nächtlichen Freigang erlauben.

Da sich das bei Katzen allerdings nur schwer umsetzen lässt, stellt vor allem in Gebieten mit einem hohen Aufkommen an Raubvögeln nur die reine Wohnungshaltung einen wirklichen Schutz dar.

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