Rennmäuse und Katzen zusammen halten: Geht das?

Katze und Maus: Zwei Tierarten, die sich grundsätzlich nur bedingt verstehen. Denn nicht erst seit Tom und Jerry sind bei erwiesenermaßen nicht sonderlich gut aufeinander zu sprechen.

Aber gilt das auch für Katzen und Rennmäuse?

Die gute Nachricht: Unter gewissen Voraussetzungen können Katzen und Rennmäuse problemlos in einem Haushalt gehalten werden.

Welche das sind inkl. der 5 besten Tipps für die gemeinsame Haltung, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Kann man Rennmäuse und Katzen in einem Haushalt halten?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen ist es definitiv möglich, Rennmäuse und Katzen zusammen in einem Haushalt zu halten. Allerdings kann es passieren, dass die Haltung der beiden Tierarten zu großem Stress für Katze und Rennmaus sorgen.

Je nach Charakter kann es aber auch sein, dass sich die Tiere gar nicht großartig füreinander interessieren.

Damit du besser verstehen kannst, warum Rennmäuse und Katzen eher keine Freunde sind und durch die Anwesenheit des jeweils anderen enormer Stress ausgelöst werden kann, klären wir zunächst die Frage, ob und warum Rennmäuse so große Angst vor Katzen haben.

Haben Rennmäuse Angst vor Katzen?

Ja, Rennmäuse haben Angst vor Katzen!

Das liegt daran, dass Katzen Jäger sind, während die Rennmäuse zu den Beutetieren gehören und in freier Wildbahn auf dem Speiseplan der Wildkatzen stehen.

Es ist also nur natürlich, wenn deine Rennmaus instinktiv Angst bekommt, sobald eine Katze in ihrer Nähre auftaucht.

Dieser Fluchtinstinkt wird auch dann geweckt, wenn sich deine Katze überhaupt nicht für deine Rennmaus interessiert.

Allerdings kann dein Gerbil mit der Zeit lernen, die Katze zu tolerieren und wird verstehen, dass diese keine Gefahr darstellt.

Dennoch solltest du es auch bei der liebsten Katze vermeiden, sie ohne Absperrung mit deiner Rennmaus zusammen zu lassen.

Auch kann es hilfreich sein, wenn deine Katze bereits im Alter von wenigen Wochen Bekanntschaft mit deinen Rennmäusen macht, um von Anfang an zu lernen, dass diese Tierchen ebenfalls mit im Haus wohnen und kein „Snack für zwischendurch“ sind.

Doch was passiert, wenn es hart auf hart kommt: Würde deine Katze im Fall der Fälle deine Rennmaus verletzen oder gar töten und fressen?

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns nun ausführlicher.

Würde meine Katze eine Rennmaus fressen?

Es ist wahrscheinlich, dass deine Katze deine Rennmaus fressen bzw. töten würde, sofern sie die Möglichkeit bekommt, deine Rennmaus zu fangen und zu verspeisen.

Achte daher darauf, dass das Terrarium deiner Gerbils nicht nur seitlich, sondern auch von oben gut geschützt ist.

Hierfür empfiehlt sich die Anbringung eines ‚Deckels‘, bestehend aus feinmaschigem Draht in Kombination mit einem stabilen Holzrahmen, der einfach auf das Terrarium aufgelegt werden kann und verhindert, dass deine Katze von oben her einen deiner Gerbils aus dem Gehege fischt.

Besonders bei Freigängerkatzen ist die Chance hoch, dass sie versuchen werden, an deine Rennmäuse heranzukommen. Diese Katzen sind es gewohnt, jeden Tag auf Beutefang zu gehen.

Reine Wohnungskatzen hingegen kennen es gar nicht, auf die Pirsch zu gehen und Mäuse sowie andere Kleintiere zu fangen, zu töten und ggf. auch zu fressen.

Vor allem Wohnungskatzen, die bereits von klein auf an Rennmäuse gewöhnt sind, zeigen oftmals ein eher geringeres Interesse an deinen Rennern. So kann es gut sein, dass eine solche Katze deinen Gerbil im Falle eines direkten Zusammentreffens verschonen würde.

Da es hierfür jedoch keine Garantie gibt, solltest du es nicht auf ein Zusammentreffen ankommen lassen!

5 Tipps: So hältst du eine Rennmaus sicher mit einer Katze zusammen

1. Räumliche Trennung

Wenn deine Rennmäuse deine Katzen nicht sehen – und umgekehrt – so wird das Stresspotential auf ein Minimum abgesenkt.

Sofern du also nicht nur eine 1-Zimmer-Wohnung besitzt, könnte es eine Option für dich sein, deine Rennmäuse in einem Raum unterzubringen, zu dem deine Katze keinen Zutritt hat.

Halte die Tür zu deinem Zimmer mit den Rennmäusen immer geschlossen und öffne sie nur kurz zum Ein- und Austreten. Achte auch darauf, dass deine Katze nicht unbemerkt mit dir zur Türe hineinhuscht.

Lässt sich die räumliche Trennung so nicht bewerkstelligen, dann kann ein Sichtschutz Abhilfe schaffen.

So kannst du vielleicht einen Raumteiler so vor das Terrarium stellen, dass die Sicht ein wenig abgeschirmt wird.

Außerdem kann es helfen, wenn du die Häuschen und Höhlen deiner Gerbils so drehst, dass deine Katze keine Einsicht hat und deine Rennmaus folglich auch den potenziellen Feind nicht sieht.

2. Arrangiere ein kontrolliertes Zusammentreffen

Es ist wenig sinnvoll, deine Katze und deine Rennmäuse so zu halten, dass sie gar nichts von ihrer gegenseitigen Existenz wissen. Es kann schließlich immer passieren, dass sich deine Tiere doch unerwartet sehen.

Angesichts dessen ist es hilfreich, wenn du deine Tiere ganz bewusst und kontrolliert einander vorstellst.

Nimm am besten deine Katze auf den Arm und gehe mit ihr zu deinen Rennmäusen.

Halte stets so viel Abstand, dass sich beide Tierarten wohlfühlen und beende das Treffen, wenn alle Beteiligten entspannt sind. So schaffst du positive Erlebnisse für beide Seiten.

3. Decke das Gehege deiner Gerbils ab

Wie bereits erwähnt, ist es sehr ratsam, das Terrarium deiner Rennmäuse von allen Seiten zu schützen.

So kannst du verhindern, dass deine Katze eines deiner Tiere verletzen oder sogar töten kann, wenn deine Katze sich doch einmal ungeplant Zutritt zu deinen Rennern verschafft. Das sorgt nicht nur für dich Sicherheit, sondern auch für deine Gerbils, die deiner Katze andernfalls schutzlos ausgeliefert werden.

Mache dir immer bewusst, dass du allein die volle Verantwortung für das Wohlbefinden sämtlicher tierischer Mitbewohner hast und nimm deine Aufgabe daher ernst!

4. Sorge für gemeinsame Entspannung

Verhindere unbedingt, dass deine Katze vor dem Terrarium sitzt und deine Rennmäuse fixiert.

Idealerweise ist deine Katze dazu in der Lage, im selben Raum zu schlafen, indem sich deine Rennmäuse befinden.

Das kannst du erreichen, indem du deine Katze immer wieder ablenkst, z. B. indem du mit ihr in diesem Raum Tricks übst, sie fütterst, ihr Leckerchen gibst, oder sie einfach ganz entspannt streichelst, sofern deine Katze dies möchte.

Kreiere so viele ruhige Momente wie möglich, damit aus natürlichen Feinden im Laufe der Zeit vielleicht sogar Freunde werden können, die die Lebensqualität des jeweils anderen nicht negativ beeinträchtigen.

Selbstverständlich gibt es auch immer Katzen, bei denen der Jagdtrieb so stark ausgeprägt ist, dass ein ruhiges Zusammentreffen schlichtweg nicht möglich ist. In diesem Fall hilft wirklich nur die konsequente Trennung beider Tierarten!

5. Achte auf feine laut- und körpersprachliche Signale

Beschäftige dich intensiv mit der Körper- und auch der Lautsprache von Rennmäusen und Katzen, um beide Tierarten bestmöglich lesen zu können.

So erhältst du tiefgründige Einblicke in ihren momentanen Emotionszustand und kannst dementsprechend agieren.

Stellst du fest, dass deine Rennmaus oder deine Katze zu großen Stress hat, dann trenne die Tiere und versuche es am nächsten Tag mit einer anderen Taktik erneut, sobald sich die Gemüter auf beiden Seiten wieder beruhigt haben.

Habe Geduld, deine Tiere werden wahrscheinlich viel Zeit benötigen, um sich aneinander zu gewöhnen!

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