Ist meine Rennmaus schwanger? 5 einfache Erkennungszeichen

Bei Kleintieren wie einer Rennmaus ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob eine Trächtigkeit vorliegt.

Die Folge: Unerwartete Rennmaus-Babys.

Um dich vor unliebsamen Überraschungen zu bewahren, haben wir in diesem Beitrag 5 Anzeichen für eine Schwangerschaft bei Rennmäusen für dich gesammelt.

Woran erkennt man, dass eine Rennmaus schwanger ist?

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die darauf hindeuten, dass deine Rennmaus schwanger ist.

Allerdings sei auch gesagt, dass du dich mitunter ein wenig anstrengen musst, um die Anzeichen richtig zu deuten, denn Rennmäuse sind wahre Meister darin, die Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt zu verbergen.

Da Rennmäuse mit etwa 24 Tagen eine recht kurze Schwangerschaftsdauer durchleben, bleibt dir nicht viel Zeit, um die Schwangerschaft zu erkennen.

So kann es gut sein, dass du plötzlich und unerwartet Nachwuchs im Terrarium deiner Tiere vorfindest, ohne, dass du zuvor die Schwangerschaft bemerkt hast.

Damit dir solche Überraschungen erspart bleiben, listen wir dir jetzt die wichtigsten Anzeichen für eine Schwangerschaft bei Rennmäusen auf.

Anzeichen 1: Gesteigertes Interesse der Männchen

Rennmäuse sind bereits ab einem Alter von 12 bis 16 Wochen geschlechtsreif und können sich daher auch schon sehr früh vermehren.

Hältst du deine Tiere in einer gemischten Gruppe und die Tiere sind nicht kastriert, so kann es gut sein, dass deine Rennmaus von einem der Männchen geschwängert wird.

In manchen Fällen kannst du diesen Paarungsakt direkt beobachten, in anderen Fällen wirst du sehen können, dass sich besonders viele Männchen interessiert um das Weibchen tummeln.

Während der Schwangerschaft paaren sich Rennmäuse übrigens nicht.

Anzeichen 2: Gewichtszunahme

Wenn ein neues Leben im Bauch deiner Rennmaus heranwächst, so wird sich dies auch auf der Waage zeigen.

Hegst du den Verdacht, dass deine Rennmaus schwanger sein könnte, bist dir aber nicht ganz sicher, so könnte das Wiegen des Tieres Aufschluss über eine mögliche Schwangerschaft geben.

Hierbei handelt es sich um ein recht sicheres Anzeichen, da deine Rennmaus ihr Gewicht nicht absichtlich verbergen kann.

Anzeichen 3: Formveränderung

Rennmäuse sehen im Verlauf der Schwangerschaft meist ein wenig birnenförmig aus und sind nicht mehr so schlank und schmal wie üblich.

Dieses Anzeichen deutet sehr sicher auf eine Schwangerschaft hin, zeigt sich jedoch erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium.

Zur Früherkennung eignet sich dieses Anzeichen daher nicht.

Besonders gut lässt sich die Birnenform erkennen, wenn du direkt von oben auf deine Maus herabblickst.

Beachte jedoch, dass eine Beule nicht zwingend auf eine Schwangerschaft hindeuten muss, denn es kann sich auch um einen Tumor, eine Zyste oder eine anderweitige Wucherung handeln.

Aus diesem Grund solltest du mit deinem Tier unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um abklären zu lassen, ob die Formveränderung tatsächlich von einer Schwangerschaft herrührt.

Grundsätzlich kann es nie schaden einen Tierarzt aufzusuchen, wenn du den Verdacht einer Schwangerschaft hegst.

Anzeichen 4: Nestbau

Kurz vor der Geburt wird deine schwangere Rennmaus ein sehr deutliches Nistverhalten zeigen.

Heißt: Deine Rennmaus wird vermehrt Heu und andere weiche Dinge zu einem kuscheligen Nest verbauen.

Beobachtest du dieses Verhalten, so kannst du dir sicher sein, dass deine Rennmaus in wenigen Tagen Nachwuchs erwartet.

Ab diesem Zeitpunkt empfiehlt es sich auch, dass du die männlichen Vertreter von deiner schwangeren Rennmaus trennst, um ihr möglichst viel Ruhe zu gewähren und zu verhindern, dass das Tier direkt nach der Geburt erneut gedeckt wird – denn das ist durchaus möglich!

Anzeichen 5: Verhaltensänderungen

Nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Rennmäusen können die Hormone, die während der Schwangerschaft ausgeschüttet werden, zu Verhaltensänderungen führen. So kann es sein, dass sich deine Rennmaus aggressiver als sonst gegenüber ihren Artgenossen verhält, sich häufiger zurückzieht oder auch besonders schreckhaft ist.

Da diese Wesensänderungen in Bezug auf eine Schwangerschaft vollkommen normal sind, brauchst du dir hierüber keinerlei Gedanken zu machen.

Handlungsbedarf besteht nur, wenn deine Rennmaus sich außerordentlich aggressiv verhält – dann solltest du sie von den anderen Tieren separieren.

Nach der erfolgreichen Geburt kannst du davon ausgehen, dass sich das Verhalten deiner Maus von selbst nach einigen Tagen wieder normalisiert.

Benötigen schwangere Rennmäuse mehr Nahrung?

Es ist nicht notwendig, dass du deiner Rennmaus die doppelte Menge an Nahrung zur Verfügung stellst. Auch wird sich am Fressverhalten des Tieres mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sonderlich viel verändern.

Allerdings ist es nicht verkehrt, wenn du deiner Rennmaus den ein oder anderen zusätzlichen gesunden Snack anbietest.

Besonders während der Schwangerschaft gilt es darauf zu achten, dass du nur hochwertiges Futter verfütterst, das optimal auf die Bedürfnisse deines Gerbils zugeschnitten ist.

Die Gabe von Frischfutter wie bspw. Fenchel, Gurke, Karotte, etc. sorgt dafür, dass deine Tiere genügend Wasser aufnehmen und mit wertvollen Vitaminen und Nährstoffen versorgt werden.

Proteinreiches Futter, welches zudem auch noch über einen recht hohen Anteil an gesunden Fetten verfügt, kann deiner Rennmaus dabei helfen, die Milchproduktion anzuregen, sodass der Nachwuchs nach der Geburt in jedem Fall satt wird.

Es gibt durchaus auch das ein oder andere Tier, das in der Schwangerschaft häufiger und mehr frisst, weshalb du Acht geben solltest, dass deine anderen Rennmäuse ebenfalls genügend Futter zur Verfügung haben und nicht an Gewicht verlieren.

Es gibt auch einige Dinge, die du tun kannst, um deine Rennmaus während und nach der Schwangerschaft aktiv unterstützen zu können. Welche Dinge das sind, das erfährst du nun im folgenden Abschnitt.

6 Tipps für dich: So kannst du deine schwangere Rennmaus unterstützen!

Die Schwangerschaft ist für deine Rennmaus eine sehr stressige Zeit, die ihr sowohl physisch als auch psychisch einiges abverlangt.

Umso wichtiger ist es, dass du dafür sorgst, dass sich dein Haustier in seiner Umgebung möglichst wohlfühlen kann. Wie du das erreichen kannst, das erfährst du durch diese sechs Tipps, die wir extra für dich herausgesucht haben.

Tipp 1: Sorge für eine ruhige Umgebung

Rennmäuse sind sehr lärmempfindlich und nur wenig stressresistent.

Aus diesem Grund solltest du während der Schwangerschaft besonders gut darauf achten, dass sich das Terrarium deiner Rennmaus an einem ruhigen Ort befindet, wo wenig Lärm und Trubel herrscht.

Außerdem solltest du einen Ort wählen, an dem nicht ständig jemand ein- und ausgeht.

Schnelle Bewegungen und eine hohe, laute Sprechweise sollten ebenfalls unbedingt vermieden werden.

Mache dich bemerkbar, indem du mit ruhiger und sanfter Stimme zu deiner Rennmaus sprichst, bevor du in das Terrarium greifst. So verhinderst du, dass deine Rennmaus sich erschreckt und der Fluchtreflex ausgelöst wird, welcher wiederum den Stresspegel in die Höhe schnellen lässt.

Tipp 2: Plane den ein oder anderen Tierarztbesuch ein

Um sicherzugehen, dass die Schwangerschaft nach Plan verläuft, ist es ratsam, dass du mindestens eine Kontrolluntersuchung bei einem Tierarzt deines Vertrauens durchführen lässt.

Besonders dann, wenn du dir noch nicht zu 100 % sicher bist, ob deine Rennmaus tatsächlich schwanger ist, ist ein Gang zum Tierarzt immer sinnvoll.

Ist deine Rennmaus nicht schwanger, sondern stattdessen krank, so ist das Leben deines Tieres möglicherweise in Gefahr, wenn die Krankheit nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird.

Tipp 3: Stelle Nistmaterial zur Verfügung

Damit es deine Rennmaus und die Babys in ihrem Nest auch wirklich gemütlich haben ist es gut, wenn du zusätzliches Heu für den Nestbau zur Verfügung stellst. Außerdem kannst du auch andere weiche Materialien, wie bspw. Küchenrolle, zur Verfügung stellen, damit deine Rennmaus das Nest noch kuscheliger bauen kann.

Achte jedoch darauf, dass die Materialien keine giftigen Stoffe enthalten. Schließlich sind Rennmäuse Nagetiere und somit ist es nicht ausgeschlossen, dass deine Rennmaus ein wenig an dem Material herumknabbert.

Besonders auf die Gabe von Zeitungspapier sollte verzichtet werden, da die Druckerschwärze für die Tiere giftig ist.

Ideal ist es, wenn du dich auf natürliche Materialien konzentrierst und darauf achtest, dass keine spitzen oder harten Gegenstände in das Nest hineinragen.

Tipp 4: Reichere die Nahrung deiner Rennmaus an

Mehlwürmer und Grillen werden von Rennmäusen sehr gerne gefressen und bilden eine sehr gute Proteinquelle.

Auch Nüsse und Samen liefern wertvolle Fette, sind äußerst nahrhaft und werden deiner Rennmaus ganz vorzüglich schmecken.

Achte jedoch darauf, dass du es mit der Gabe von Nüssen nicht übertreibst, da diese auch schnell zu Übergewicht führen können. Besonders Kürbiskerne und Mandeln sind bei den Rennern sehr beliebt.

Auch Rührei, Hartkäse und gekochtes Hühnchen ist in Maßen für deine schwangere Rennmaus gesund.

Diese Lebensmittel sollten jedoch wirklich nur in kleinen Mengen gegeben werden, da sie kein natürlicher Bestandteil der Nahrung für Rennmäuse sind.

Tipp 5: Überwache die Geburt der Rennmaus-Babys

Es ist endlich soweit und deine schwangere Rennmaus zieht sich ins Nest zurück, um zwischen zwei und acht Babys – die man bei Rennmäusen als Welpen bezeichnet – zur Welt zu bringen.

Um sicherzugehen, dass deine Rennmaus die Geburt gut hinter sich bringt, ist es ratsam, dass du dich in sicherer Entfernung positionierst und den Geburtsvorgang überwachst.

Eingreifen solltest du jedoch nur im äußersten Notfall, um deine Rennmaus nicht unnötig zu stressen!

Da die Welpen blind, taub und nackt zur Welt kommen, sind sie direkt nach der Geburt schutzlos und können ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren. Achte daher darauf, dass die Babys allesamt im Nest liegen und nicht herausfallen.

Tipp 6: Trenne die Welpen rechtzeitig

Bis zu einem Alter von etwa fünf Wochen sind die Welpen zu 100 % von ihrer Mutter abhängig.

Sind die Welpen sechs oder sieben Wochen alt, dann ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um von der Mutter getrennt und vermittelt zu werden.

Warte nicht zu lange mit der Trennung, da eine Vergesellschaftung in diesem Alter noch am besten klappt. Außerdem werden die Babys bereits mit etwa zwölf Wochen geschlechtsreif, wodurch es zu Inzucht kommen kann, wenn die Gruppe bis dahin nicht getrennt wurde.

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