Rennmaus stirbt – 7 häufige Anzeichen (inkl. unserer besten Tipps)

Leider ist im Leben einer jeden Rennmaus früher oder später auch die Zeit des Sterbens gekommen.

So traurig das auch ist: Du musst als Tierhalter diesem Schicksal ins Auge sehen,

In diesem Beitrag zeigen wir dir die 7 häufigsten Anzeichen anhand derer du erkennst, dass deine Rennmaus bald stirbt. Außerdem verraten wir, wie du diese Zeit deiner Maus so angenehm wir möglich gestalten kannst.

7 Anzeichen dafür, dass deine Rennmaus bald verstirbt

Leider gehören Rennmäuse zu den Haustieren, die eine geringe Lebenserwartung im Vergleich zu Hunden, Chinchillas, Kaninchen und Co. besitzen.

Bereits mit etwa drei Jahren gilt eine Rennmaus als alt und du wirst dich langsam darauf einstellen müssen, dass dein Tier in den nächsten Wochen oder Monaten vermutlich versterben wird.

Manche Exemplare können jedoch deutlich älter werden. Sogar fünf Jahre sind keine Seltenheit.

Damit der Tod deines geliebten Haustieres nicht ganz so plötzlich für dich kommt, findest du hier nun sieben Anzeichen dafür, dass sich deine Rennmaus in der letzten Lebensphase befindet.

1. Appetitlosigkeit und verändertes Trinkverhalten

Mit zunehmendem Alter sinkt der Appetit immer weiter ab.

Während sich deine Rennmaus früher noch voller Begeisterung auf das frische Futter gestürzt hat, so hebt sie jetzt vielleicht nur noch müde den Kopf.

Auch hinsichtlich des Trinkverhaltens wirst du eine Veränderung feststellen können: Deine Rennmaus trinkt im hohen Alter, vergleichsweise wenig bis gar nichts mehr.

Greife daher vermehrt zu Frischfutter, wie etwa Gurke oder Karotte, um deiner Rennmaus die notwendige Flüssigkeit zukommen zu lassen.

2. Trüber und leerer Blick

Je älter dein Tier wird, desto trüber werden auch seine Augen.

Nicht selten kommt es zu Bindehautentzündungen, grauem Star oder anderen Augenerkrankungen, die schließlich sogar zur Erblindung deines Tieres führen können.

Stellst du Veränderungen im Blick deiner Rennmaus fest, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um eine Erblindung eventuell verhindern zu können.

Es ist grundsätzlich jedoch völlig normal, dass die Sehkraft mit zunehmendem Alter abnimmt. Der trübe Blick ist daher oftmals eine Alterserscheinung, die sich nicht gänzlich vermeiden lässt.

Unterstütze dein Tier am besten, indem du die Gehege-Einrichtung nicht mehr veränderst und deiner Rennmaus so die bestmögliche Orientierung gewährst.

Achte außerdem darauf, dass die Streu nicht zu staubig ist, da die Augen ansonsten unnötig gereizt werden.

3. Häufiger Rückzug / Apathie

Rennmäuse sind von Natur aus sehr aktive und neugierige Tiere, die gerne ihre Umgebung erkunden, hier und da ein wenig nagen und knabbern und überall gerne ihre Nase hineinstecken möchten.

Umso größer ist der Schreck, wenn deine Rennmaus sich immer mehr zurückzieht, die meiste Zeit des Tages verschläft und auch sonst nur noch vergleichsweise wenig Interesse an ihrer Umgebung zeigt.

Wirklich Gedanken machen musst du dir jedoch erst, wenn deine Rennmaus von selbst gar nicht mehr aus ihrem Nest bzw. dem Unterschlupf kommen will und nicht nur wenig, sondern überhaupt kein Interesse mehr an typischen Aktivitäten zeigt.

4. Stumpfes Fell

Ein weiteres Indiz, dass für einen voranschreitenden Alterungsprozess spricht, stellt das Fell deines Haustiers dar.

Während das Fell einer jungen und gesunden Rennmaus seidig, weich und glänzend aussieht, so wirkt das Fell von älteren Tieren meist ein wenig stumpf und manchmal sogar verklebt.

Das liegt daran, dass sich ältere Tiere mit der Fellpflege schwertun und sich nicht mehr so ausgiebig reinigen können, wie das in jungen Jahren der Fall war.

Idealerweise pflegen die Artgenossen das Fell des alten Tieres hin und wieder mit.

Du kannst deine Rennmaus auch ein wenig unterstützen, indem du besonders gut darauf achtest, dass dein Tier sämtliche notwendigen Nährstoffe aus seinem Futter ziehen kann, die es benötigt.

Achtung: Zeigt deine Rennmaus neben dem stumpfen Fell noch weitere Symptome, so kann sich auch eine Krankheit hinter der Fellveränderung verbergen, die unbedingt tierärztlich abgeklärt werden sollte.

5. Angestrengte, schnelle Atmung

Hast du deine Rennmaus schon einmal dabei beobachtet, wie sie still in einer Ecke sitzt und die Luft regelrecht einatmet und wieder herauspumpt?

Diese flache Atmung ist in aller Regel ein Zeichen für Stress oder Krankheit.

Zeigt deine Rennmaus also diese Art von Atmung, so kannst du dir sicher sein, dass es deinem Tier im Moment nicht gut geht. Der Körper arbeitet auf Hochtouren, was wiederum einiges an Anstrengung für deinen Gerbil bedeutet.

Auch kurz vor dem Tod des Tieres wirst du diese Atmung beobachten können. Irgendwann nimmt deine Rennmaus plötzlich einen letzten tiefen Atemzug und verstirbt im Anschluss.

6. Gewichtsverlust

Durch den verringerten Appetit und die teilweise vollständige Futterverweigerung kommt es früher oder später unweigerlich zur Gewichtsabnahme.

Stellst du also fest, dass deine Rennmaus an Umfang verliert, so kannst du versuchen, dieser Problematik durch gezieltes Peppeln entgegenzuwirken. Allerdings sollten solche Maßnahmen nie auf eigene Faust, sondern nur nach Absprache mit einem Tierarzt erfolgen.

Möglicherweise genügt es auch schon, wenn du deiner Rennmaus das ein oder andere Lieblingsleckerli mehr zusteckst, um dem Gewichtsverlust vorbeugen zu können. Übertreiben solltest du es allerdings nicht, dann auch Übergewicht zieht negative Konsequenzen nach sich, ganz besonders im hohen Alter!

7. Die Tiere haben kaum Kontrolle über ihre Blase

Blasenprobleme sind bei älteren Rennmäusen keine Seltenheit.

Sowohl die Blasenschwäche als auch wiederkehrende Blasenentzündungen können darauf hindeuten, dass sich das Leben deines Haustiers dem Ende zuneigt.

Liegt dein Tier in seinen letzten Atemzügen, dann ist oftmals keinerlei Kontrolle über die Blase mehr möglich. Infolgedessen kann es gut sein, dass sich dein Tier einnässt. Auch das Einkoten kann vorkommen und ist keine Seltenheit.

Wirklich etwas dagegen unternehmen kannst du nicht, außer, dass du darauf achtest, dass du das Gehege mit sehr saugfähigem Material bestreust.

Nachdem du jetzt weißt, welche Anzeichen auf einen bevorstehenden Tod deines Haustieres hindeuten können, beschäftigen wir uns jetzt mit der Thematik, wie du deiner Rennmaus den Sterbeprozess so angenehm wie möglich gestalten kannst.

7 Tipps für dich: Wie kann man das Sterben für die Tiere möglichst angenehm gestalten?

Tipp 1: Sorge für eine ruhige Umgebung

Rennmäuse sind sehr stressanfällig und verfügen über ein ausgezeichnetes Gehör.

Da Lärm bekanntlich immer Stress bedeutet, solltest du besonders während der letzten Lebensphase deiner Rennmaus darauf achten, dass sich das Tier bzw. das Gehege in einer sehr ruhigen Umgebung befindet.

Tipp 2: Verwöhne deine Rennmaus mit Leckerlis

Wenn du bemerkst, dass deine Rennmaus nicht mehr lange zu leben hat, dann kommt es weniger auf die Gesundheit, sondern vielmehr auf eine letzte schöne Zeit mit möglichst vielen tollen Momenten an.

Von daher ist es absolut legitim, wenn du deine Rennmaus während dieser Zeit mit ihren Lieblingsleckerlis verwöhnst.

Achte trotz allem zumindest ein wenig darauf, dass das Futter möglichst ausgewogen ist.

Besonders beliebt sind frische Leckereien, wie bspw. Kürbis, Fenchel, Karotte, Sonnenblumenkerne, Birnen und Äpfel.

Tipp 3: Verabreiche Schmerzmittel, sofern dies nötig ist

Alte Tiere werden nicht selten von Krankheiten und Schmerzen geplagt.

Besonders offensichtlich sind die Schmerzen, wenn sich deine Rennmaus krümmt, quiekt, hinkt, auffallend angestrengt atmet oder sich plötzlich aggressiv verhält.

In diesem Fall sollte dich dein erster Weg sofort zum Tierarzt führen, um eine Diagnose zu stellen und die Behandlung mit Schmerzmitteln zu besprechen. Das Schmerzmittel Metacam ist für Rennmäuse besonders gut geeignet, da dieses Mittel auch über einen längeren Zeitraum hinweg täglich verabreicht werden kann.

Tipp 4: Schaffe eine angenehme Raumtemperatur

Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 15 °C und 25 °C.

Je älter dein Tier ist, desto schneller kühlt es aus, weshalb hier Temperaturen zwischen 20 °C und 25 °C empfehlenswert sind. Zudem solltest du unbedingt darauf achten, dass sich deine Rennmaus tief im Heu einkuscheln kann, wenn sie das Bedürfnis danach hat.

Tipp 5: Schenke deiner Rennmaus besonders viel Zuneigung

Wenn du eine gute und tiefe Bindung zu deinem Haustier hast, dann ist es nicht verkehrt, wenn du deinem Tier während der letzten Zeit auf dieser Welt besonders viel Aufmerksamkeit zukommen lässt.

Beschäftige dich aktiv mit deiner Rennmaus, lasse sie auf deiner Hand herumkrabbeln, gewähre ihr gesicherten Freilauf und mache alles, was deiner Rennmaus ein Stück mehr Lebensqualität bieten könnte.

Tipp 6: Bedränge dein Tier nicht

Alte Rennmäuse benötigen viel Ruhe und Erholung, weshalb du feststellen wirst, dass sich dein Tier vermehrt zurückziehen wird, wenn du dich mit ihm beschäftigen möchtest.

Diesen Rückzug solltest du unbedingt akzeptieren und dich ebenfalls zurückhalten!

Warte am besten darauf, dass deine Rennmaus von sich aus Kontakt zu dir aufnehmen möchte und dränge sie nicht dazu, Dinge zu tun, die sie eigentlich nicht möchte.

Außerdem solltest du deine Rennmaus auf keinen Fall aus dem Schlaf aufwecken, außer, es lässt sich nicht vermeiden!

Tipp 7: Rede mit deiner Rennmaus

Das Sprechen mit ruhiger Stimme kann deiner Maus dabei helfen zur Ruhe zu kommen und sich sicher und geborgen zu fühlen.

Außerdem verringerst du durch das Ansprechen die Gefahr, dass sich deine Rennmaus unnötig durch deine Anwesenheit erschreckt, denn schließlich funktionieren die Augen im fortgeschrittenen Alter nicht mehr so gut.

Da Rennmäuse zu den Fluchttieren gehören, kann jede plötzliche Veränderung Panik hervorrufen.

Was tun, wenn die Rennmaus gestorben ist?

Lasse das Tier in jedem Fall noch einige Stunden im Gehege liegen, damit sich die anderen Gruppenmitglieder von deiner Rennmaus verabschieden können.

Besitzt du nun ein einzelnes Tier, so solltest du schnellstmöglich eine zweite Maus dazuholen, denn Rennmäuse sind sehr gesellig und nicht für das Leben in Einzelhaltung geschaffen.

Wickle die tote Maus am besten in ein Küchentuch und begrabe das Tier im Garten oder im Wald – achte jedoch darauf, dass du das Grab so tief aushebst, dass die Rennmaus nicht durch andere Wildtiere wieder ausgegraben wird.

Achtung: Erlaubt ist das jedoch nicht, wenn dein Garten in einem Wasser- oder Natur­schutz­gebiet liegt.

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