Sind Rennmäuse nachtaktiv? Tages- und Nachtablauf unter der Lupe

Bei der Anschaffung eines Haustiers spielen auch der Schlaf- und Aktivitätsrhythmus eine entscheidende Rolle.

Schließlich sind etwa ausschließlich nachtaktive Tiere für Kinder eher nicht die ideale Wahl.

Wie sieht das Schlafverhalten von Rennmäusen aus?

Die Antwort gibt es jetzt!

Sind Rennmäuse nachtaktiv?

Ja, Rennmäuse sind nachtaktiv, aber nicht ausschließlich.

Im Vergleich zu Hamstern sind die Tiere jedoch nicht ausschließlich nachtaktiv, sondern haben auch tagsüber immer wieder durchaus längere Wachphasen.

Nachts sind sie ebenfalls nicht durchgehend wach, sondern auch hier wechseln sich Schlaf- und Wachphasen ab.

Besonders aktiv sind die Nager in der Dämmerung – sowohl morgens als auch abends.

Das bedeutet, dass Rennmäuse sowohl tagsüber als auch nachts ihren alltäglichen Aktivitäten nachgehen.

Aus diesem Grund solltest du dir gut überlegen, ob du deine Gerbils in Schlafräumen und Kinderzimmern halten möchtest. Bedenke, dass Rennmäuse zu den Nagetieren gehören und sie auch nicht davor zurückschrecken werden, nachts an Holzgegenständen zu nagen, was durchaus eine gewisse Lautstärke verursacht.

Doch wie sieht eigentlich der klassische Tages- bzw. Nachtablauf der Tiere aus?

Damit beschäftigen wir uns jetzt ein wenig ausführlicher.

Wie sieht der klassische Tages- / Nachtablauf einer Rennmaus aus?

Der Schlafrhythmus einer Rennmaus ist im Vergleich zu anderen Tieren eher ungewöhnlich.

So werden die Tiere in aller Regel nicht zu festen Uhrzeiten wach und gehen auch nicht zu festen Uhrzeiten schlafen. Sie schlafen vielmehr über den Tag und die Nacht verteilt 12 Stunden und sind auch weitere 12 Stunden wach.

Für gewöhnlich wechseln sich Wachphase mit Schlafphase in einer Dauer von 2-3 Stunden ab.

Hier sei gesagt, dass junge und gesunde Rennmäuse in aller Regel kürzere Schlafphasen haben als ältere und kranke Tiere.

Auch der Charakter der Tiere spielt dabei eine große Rolle.

Stellst du fest, dass eins deiner Tiere plötzlich deutlich mehr schläft als sonst, so kann auch eine Krankheit hinter diesem Verhalten stecken. In diesem Fall ist eine genaue Beobachtung des Tieres ratsam und du solltest den Gang zum Tierarzt nicht scheuen, wenn sich der Zustand nicht bessert oder gar noch verschlimmert.

Achtung: Falsches Futter kann zu Antriebslosigkeit führen!

Sind all deine Tiere recht träge und antriebslos, kann dieser Zustand auch durch ungesundes Futter hervorgerufen werden.

Achte daher darauf, dass du deinen Rennmäusen artgerechtes und abwechslungsreiches Futter anbietest, sodass sie alle wichtigen Nährstoffe daraus ziehen und so Energie gewinnen können.

Wie schlafen Rennmäuse?

Rennmäuse schlafen am liebsten dicht aneinandergekuschelt in einem weichen Heu-Nest.

Vorzugsweise wird dieses in einem Häusschen gebaut, da sich deine Rennmäuse hier sicher und geborgen fühlen können.

Angesichts dessen ist es besonders wichtig, dass du deinen Tieren ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung stellst, denn Gerbils sind vergleichsweise schreckhaft und treten sofort die Flucht an, wenn Gefahr zu drohen scheint.

Hat dein Tier nun keine Möglichkeit, sich zurückzuziehen, so steigt der Stresspegel weiter an und dein Tier kommt nicht zur Ruhe.

Auf freier Fläche werden sich deine Nager daher nie voll entspannen können, worunter auch die Schlafqualität massiv leiden wird.

Da Rennmäuse äußerst soziale Tiere sind, ist es sehr wichtig, dass deine Tiere genügend Raum haben, um sowohl nebeneinander als auch übereinander schlafen zu können.

Stellst du fest, dass eins deiner Tiere nicht bei den anderen, sondern immer ein wenig abseits schläft, so solltest du dieses Tier genauer unter die Lupe nehmen.

Häufig wählen kranke Tiere instinktiv einen Schlafplatz, der von den anderen Rennmäusen abgesondert ist.

Außerdem kann es gut sein, dass Streit in der Gruppe herrscht und der Nager von den anderen immer wieder aus dem Nest „herausgescheucht“ wird. Entwickelt sich dieser Umstand zur Normalität, so solltest du in Erwägung ziehen, das Tier ganz aus der Gruppe zu nehmen und mit anderen Rennmäusen neu zu vergesellschaften.

Sind Rennmäuse nachts laut?

Aufgrund der Tatsache, dass Rennmäuse – wie bereits erwähnt – auch nachts immer wieder aktive Wachphasen haben, ist definitiv mit einer nicht unerheblichen Geräuschkulisse zu rechen.

Damit können die Tiere deine Schlafqualität stark beeinflussen, wenn du die Tiere in Schlafräumen hältst.

Daher ist es ratsam, die Tiere in einem anderen Raum unterzubringen.

Du wirst deinen Rennmäusen die Wachphasen in der Nacht nicht abgewöhnen können!

Abgesehen von Nagegeräuschen (die Tiere stillen auch in der Nacht ihr natürliches Nagebedürfnissund) und gelegentlichem Fiepen sind Rennmäuse allerdings insgesamt sehr leise Haustiere, von denen du nicht viel hören wirst.

Du kannst die Lautstärke außerdem ein wenig beeinflussen, indem du den Tieren neben Holzgegenständen auch andere Materialien zum Benagen zur Verfügung stellst, die jedoch keinesfalls gesundheitsschädlich sein sollen – Plastik ist daher tabu!

So eignet sich bspw. Heu hervorragend, um das Nagebedürfnis der Gerbils zu stillen, aber auch Papprollen werden gerne angenommen.

Diverse Gemüsesorten, wie bspw. Brokkoli, stillen ebenfalls das Bedürfnis zu Nagen und sind zudem noch sehr gesund. Möchtest du Brokkoli verfüttern, so kannst du getrost auch den Stunk mit in das Gehege legen, denn nur so kann deine Rennmaus ausgiebig nagen.

Sofern die Möglichkeit besteht, ist die einfachste Lösung jedoch, die Tiere im Wohn- und nicht im Schlafzimmer zu halten. So kannst du nachts die Türe schließen und ganz in Ruhe ein- und durchschlafen.

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