Dürfen Pferde Erdnüsse essen?

Erdnüsse sind für viele Menschen ein leckerer Snack, der zwangsläufig zu einem gemütlichen Fernsehabend dazugehört. Auch Erdnussbutter ist sehr beliebt.

Aber sind Erdnüsse auch ein gesunder Snack für Pferde?

In diesem Beitrag verraten wir dir, warum Erdnüsse Pferd-Halter spalten und warum es nicht immer gut ist, Erdnüsse an deine Tiere zu verfüttern.

Dürfen Pferde Erdnüsse essen?

Bei der Frage, ob ein Pferd Erdnüsse fressen darf, gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Während die eine Seite die vielen Vorteile der Hülsenfrüchte sieht, steht die andere Seite der Fütterung von Erdnüssen sehr skeptisch gegenüber.

Grund für die Skepsis ist die Tatsache, dass Erdnüsse ein vergleichsweise hohes Allergen-Potenzial mit sich bringen, was zu gesundheitlichen Folgen führen kann.

Außerdem enthalten Erdnüsse oftmals Aflatoxine, also Schimmelsporen, die mit bloßem Augen nicht erkennbar und hochgradig krebserregend sind.

Erdnüsse sollten daher – wenn überhaupt – nur sehr unregelmäßig und in winzig kleinen Mengen verfüttert werden. Außerdem sollten die Hülsenfrüchte stets geschält werden vor der Fütterung. Verfärbte oder beschädigte Nüsse sollten aussortiert werden!

Im Folgenden erfährst du ausführlicher, welche Vor- und Nachteile die Fütterung von Erdnüssen mit sich bringt und welche empfehlenswerten Alternativen sich für einen kleinen Snack anbieten.

Warum sind Erdnüsse gut und schlecht zugleich für Pferde?

Erdnüsse weisen einen hohen Kaliumgehalt sowie einige gesunde Fette auf.

Dieser Umstand macht sie sehr gesund.

Der hohe Fettanteil zieht jedoch auch Nebenwirkungen nach sich, denn gerade bei übergewichtigen Pferden sollte auf kalorienreiche Snacks verzichtet werden.

Auch Pferde mit Schilddrüsenproblemen sollten keine Erdnüsse zu fressen bekommen.

Dass selbiges auch für Allergiker gilt, ist selbsterklärend.

Weißt du nicht, ob dein Pferd gegen Erdnüsse allergisch ist, so kannst du entweder probeweise eine einzelne Erdnuss füttern, oder aber, du lässt eine potenzielle Allergie tierärztlich abklären.

Du merkst, dass Erdnüsse zwar einige Vorteile bieten, du jedoch lieber zu Alternativen greifen solltest, die deinem Pferd ebenfalls gut schmecken werden und dabei weniger gefährlich sind.

Hier findest du nun eine kleine Auswahl an leckeren und gesunden Snacks für deinen Liebling.

Welche gesunden Alternativen gibt es, die du anstelle von Erdnüssen füttern kannst?

1. Walnussblätter

Während Walnüsse selbst nicht für die Pferdefütterung geeignet sind, so bringen die Blätter des Walnussbaums einige Vorteile mit sich.

Ist der Magen und/oder der Darm deines Pferdes gereizt, so wirken Walnussblätter beruhigend.

Außerdem können die Walnussblätter unterstützend zur Behandlung von Diabetes verwendet werden, denn auch hier zeigt sich ein positiver Effekt.

Die Blätter haben die Eigenschaft, das Blut zu reinigen sowie auch den Stoffwechsel aufzubauen. Werden die Blätter bei Wurmbefall, Leberstörungen oder auch entzündeten Lymphknoten angewandt, so regeneriert sich dein Pferd schneller.

2. Wassermelone

Wassermelonen stellen besonders im Sommer eine willkommene Abwechslung und leckere Erfrischung dar.

Fütterst du deinem Pferd gelegentlich ein wenig Wassermelone, dann wirst du ihm nicht nur eine große Freude bereiten, sondern unterstützt auch aktiv die Gesundheit deines Tieres.

Es handelt sich bei der Wassermelone um eine regelrechte Vitaminbombe, bei der du sogar die Schale in kleinen Mengen verfüttern kannst. Die Kerne der Frucht stellen kein Problem dar und schaden der Gesundheit deines Pferdes nicht.

3. Sesamsamen

Es spricht nichts dagegen, dass du deinem Pferd täglich eine Handvoll Sesam verfütterst. Vorwiegend alte und untergewichtige Pferde profitieren von der Fütterung von Sesam, da diese reich an (gesunden) Fetten sind und deinem Pferd somit viel Energie liefern.

Bedenke jedoch auch, dass eben diese Fette – gerade im Sommer bei hohen Temperaturen – schnell ranzig werden können und kaufe daher nicht zu große Mengen auf einmal.

Zudem solltest du die Samen stets trocken, kühl und lichtgeschützt lagern.

4. Bananen

Vorwiegend Pferde mit Zahnproblemen werden sich über eine Banane als Snack freuen, denn Bananen können einfach zerdrückt werden, sodass das Kauen überflüssig wird.

Außerdem enthalten die Früchte viele Vitamine und sind reich an Kalium.

Da ein Kaliumüberschuss allerdings zu gesundheitlichen Problemen führen kann, solltest du deinem Pferd nicht mehr als drei oder vier Bananen am Tag verfüttern.

Am besten ist es, wenn du die Banane in zwei oder drei Teile brichst, um deinem Pferd das Fressen zu erleichtern. Als Trainingssnack sind Bananen aufgrund ihrer weichen Konsistenz allerdings nur sehr bedingt geeignet.

5. Fenchel

Fenchel schmeckt nicht nur sehr frisch und lecker, sondern ist das ideale Präbiotika für diverse Erkrankungen. So hat Fenchel bspw. eine krampflösende Wirkung, wovon besonders kolikanfällige Pferde profitieren können.

Außerdem verfügt Fenchel über einen hohen Vitamin-C-Gehalt, welcher das Immunsystem des Tieres stärkt.

Auch Pferde mit Verdauungsproblemen oder Tiere, die zu Allergien neigen, vertragen Fenchel meist sehr gut. Sogar bei Bronchitis wirkt sich Fenchel positiv aus, denn die Inhaltsstoffe fördern den Schleimabfluss und machen so die Atemwege frei.

Möchtest du trotz der ganzen vorgeschlagenen Alternativen nicht auf die Fütterung von Erdnüssen verzichten, so findest du im nächsten Abschnitt eine kurze Anleitung, wie du deinem Pferd die Erdnüsse am besten füttern kannst.

Wie kannst du Erdnüsse am besten füttern?

Fütterst du nur sehr selten Erdnüsse in geringen Mengen, dann sollte deinem Pferd hierbei nichts passieren.

Auf keinen Fall sollten Erdnüsse regelmäßig verfüttert werden. Alle paar Tage – oder noch besser alle paar Wochen – vier oder fünf (geschälte!) Erdnüsse schaden deinem Pferd nicht.

Allerdings ist es besser, wenn du zu einer der Alternativen, die wir dir oben aufgelistet haben, greifst.

Da Erdnüsse ein hohes Allergie-Potential mit sich bringen, solltest du – wenn dein Pferd noch nie Erdnüsse gefressen hat – zuerst eine einzelne Erdnuss verfüttern, um zu sehen, ob dein Pferd allergisch reagiert.

Lautet die Antwort ‚Ja!‘, dann solltest du die Fütterung selbstverständlich sofort einstellen.

FAQ – häufig gestellte Fragen

1. Was sind Aflatoxine und warum sind sie so gefährlich?

Bei Aflatoxin handelt es sich um ein hochgiftiges Stoffwechselprodukt des Schimmelpilzes ‚Aspergillus flavus‘.

Dieser Schimmelpilz befällt bevorzugt Erdnüsse und ist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Das Aflatoxin ist sehr stark toxisch und zudem noch krebserregend.

Sogar gegen Salz- und Röstvorgänge sowie auch gegen küchentechnische Vorgänge (z. B. Backen und Kochen) ist der Erreger resistent, was ihn noch gefährlicher macht.

2. Wie kann sich eine allergische Reaktion bei Pferden äußern?

Wie sich eine Allergie beim Pferd äußert, kann sehr unterschiedlich sein.

Ein sehr häufiges Zeichen ist ein plötzlich auftretender Juckreiz, der sich im Laufe der Zeit zu einem Ekzem entwickeln kann, sofern die Fütterung des Auslösers nicht eingestellt wird.

Eine Allergie kann sich aber auch durch Husten, Atemprobleme, Koliken sowie Kotwasser bemerkbar machen.

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