Katzen-Nase tropft beim Schnurren: DAS ist der Grund

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Viele Katzen sabbern beim Schmusen – doch eine tropfende Nase durch Schnurren? Das erscheint ungewöhnlich und bedenklich.

Tatsächlich kann sich dahinter ein gesundheitliches Problem verbergen. Oftmals ist es hingegen lediglich ein interessantes Phänomen.

Woran du den Unterschied erkennen kannst und wie es zu dem Tropfen kommt, zeigen wir dir im folgenden Ratgeber.

In diesem Beitrag erfährst du, warum manche Katzen-Nase beim Schnurren tropft und wann Nasenausfluss bedenklich ist. Wir bieten dir zudem weitere interessante Informationen rund um das Schmusen und Sabbern.  

Tropfende Katzennase

Wenn du bei deiner Katze Nasenausfluss beobachtest, ist das für gewöhnlich ein Grund zur Sorge.

Schnupfen, Fremdkörper oder ein Infekt können Ausfluss hervorrufen. Dieser kann klar, eitrig, blutig, flüssig oder zäh und schleimig sein.

Ebenso kann sich eine Allergie hinter der laufenden Nase verbergen.

Der Ausfluss kann durchgängig oder schubweise auftreten, mit Niesen und Fieber oder anderen Symptomen einhergehen.

Tritt das Tropfen als klare Flüssigkeit und ausschließlich beim Schnurren und Schmusen auf, verbirgt sich dahinter ein anderer Grund.

Sabbern beim Schmusen

Bevor wir auf die tropfende Katzen-Nase beim Schnurren eingehen, beschäftigen wir uns zunächst mit dem Sabbern beim Schmusen.

Dies tritt deutlich häufiger bei Katzen auf und ist auf den gleichen Effekt zurückzuführen.

Wenn du deine Katze streichelst, sie anfängt zu treteln und sich einfach rundum wohl und geborgen fühlt, läuft ihr regelrecht das Wasser im Mund zusammen.

Manche Samtpfoten geraten dabei in einen Zustand, indem sie nicht mehr ausreichend schlucken und dadurch aus dem Mund tropfen.

Die erhöhte Bildung von Speichel und generell Sekreten stammt aus der frühen Zeit als Kitten.

Erhöhte Speichelbildung beim Säugen

Wenn junge Katzen noch bei ihrer Mutter säugen, wenden sie zum einen den Milchtritt an. Diesen kennst du von erwachsenen Samtpfoten als „Treteln“.

Zum anderen fühlen sie sich dabei wohl und in den Zustand wie beim Nuckeln an den Zitzen ihrer Mutter zurückversetzt.

Dadurch wird die Speichelbildung angeregt.

Manche Katzen, vor allem, wenn sie sehr früh von der Mutter getrennt wurden, zeigen dieses Verhalten lebenslang ihrem Menschen gegenüber.

Sie können sich jedoch auch selbst in diesen Zustand bringen. Dabei treteln sie häufig auf einem weichen Untergrund, wie beispielsweise einer Decke, einem Kissen oder einem Schaffell.

Manche Katzen nuckeln dabei sogar an einer Ecke der Decke oder des Kissenbezugs.

Das Sabbern ist also nicht problematisch. Auch wenn es für dich mit Sicherheit nicht immer angenehm ist, bedeutet es lediglich, dass dein Sofalöwe sich in dem Moment gerade sehr wohl und geborgen fühlt.

Erfahrungsgemäß zeigen Katzen das Verhalten seltener, wenn sie sich selbst von dem Trinken bei der Mutter entwöhnen konnten.

Oftmals dauert sowohl das Säugen als auch das Nuckeln zur Beruhigung länger als die vom Menschen willkürlich festgesetzten acht Wochen.

Das Treteln gehört auch bei vollständig, natürlich und langsam entwöhnten Katzen zum normalen Verhaltensrepertoire.

Sie wenden es an, wenn sie ruhig und zufrieden sind oder aber, wenn sie sich beruhigen und entspannen wollen.

Was hat das nun aber mit der laufenden oder tropfenden Nase bei schnurrenden Katzen zu tun? Dazu kommen wir im Folgenden.

Warum tropft die Katzen-Nase beim Schnurren?

Wenn sich deine Katze stark entspannt und sozusagen in das „Kätzchen-Stadium“ zurückversetzt wird, wird nicht nur mehr Speichel gebildet.

Auch die Produktion von Nasensekret steigt an.

Ebenso wie beim Menschen dient das Sekret dazu, die Nasenschleimhaut zu reinigen und Verunreinigungen zu entfernen. Staub, Pollen und Keime werden damit herausgespült.

Die Nase der Katzen läuft stärker, wenn sie geputzt werden kann. Anderenfalls bilden sich Krusten oder das Fell verklebt.

Junge Katzen können sich noch nicht allein putzen. Das wird von der Mutter übernommen.

Erwachsene Katzen haben wiederum in einem entspannten Zustand Zeit dafür, sich gründlich und ausgiebig zu putzen.

Zudem wird die Durchblutung verbessert, wenn Katzen sich wohl und entspannt fühlen. Das kann ebenfalls zur Bildung des Sekrets beitragen.

Kommt deine Samtpfote nun aber nicht dazu, die laufende Nase rechtzeitig zu putzen, tropft die klare Flüssigkeit heraus.

Ebenso wie beim Sabbern ist das kein Grund zur Sorge. Du solltest das unbedenkliche Tropfen jedoch immer von krankhaftem Ausfluss unterscheiden können.

Wann ist eine laufende oder tropfende Katzen-Nase krankhaft?

Einen Tierarzt solltest du immer dann aufsuchen, wenn:

  • die Katzen-Nase dauerhaft läuft
  • der Ausfluss eitrig oder blutig ist
  • deine Katze häufig niest
  • Schwellungen bestehen
  • Verletzungen oder Geschwüre sichtbar sind
  • Rötungen an den Augen auftreten
  • die Katze stark speichelt und die Nase läuft
  • der Appetit verringert ist
  • deine Katze schnell ermüdet
  • kein Putzen mehr erfolgt

Wirkt deine Katze abgeschlagen, ist sie gestürzt oder zeigt Anzeichen von Schmerzen, sind das ebenfalls Gründe, umgehend einen Tierarzt aufzusuchen.

Tropfende Katzen-Nase beim Schnurren

Mit dem Wissen um die Ursachen und Bedingungen wird es für dich deutlich leichter, das normale und harmlose Tropfen der Nase beim Schnurren von Krankheiten zu unterscheiden.

Wenn dich das Tropfen dennoch stört und deine Katze sich in diesem Moment nicht selbst putzt, kannst du ihr mit einem weichen Tuch die Nase abwischen.

Das erinnert deine Katze an das Putzen durch die Mutter und trägt zusätzlich zum Wohlbefinden und der Entspannung bei.  

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