Dürfen Pferde Datteln fressen?

Durchs Fränkische Weinland per Pfe...

Datteln sind fruchtig, frisch und einfach lecker.

Aber macht sie das automatisch zu einem idealen Snack für Pferde?

In diesem Beitrag verraten wir dir, ob Pferde Datteln fressen dürfen und was du bei der Fütterung unbedingt beachten solltest, um deinem Tier nicht zu schaden.

Dürfen Pferde Datteln essen?

Fütterst du deinem Pferd hin und wieder eine Dattel, so wird dies deinem Tier mit Sicherheit nicht schaden – solange du den Kern vorher entfernst!

Allerdings solltest du bedenken, dass Datteln sehr viel Zucker enthalten und daher nicht an übergewichtige oder kranke Pferde verfüttert werden sollten.

Datteln enthalten aber auch viele Vitamine und andere Nährstoffe, die wiederum gesund für dein Pferd sind. Auch auf den Darm kann sich die Fütterung von Datteln positiv auswirken.

Warum sind Datteln gut und schlecht zugleich für Pferde?

Datteln sind reich an Ballaststoffen und Vitaminen, was sie für dein Pferd sehr gesund macht. Zeitgleich verfügen sie jedoch auch über einen verhältnismäßig hohen Zuckergehalt, der gesundheitliche Nachteile für dein Pferd mit sich bringen kann.

Ist dein Pferd an EMS erkrankt oder neigt zu Hufrehe, so sollten Datteln nicht verfüttert werden.

Auch bei übergewichtigen Tieren empfiehlt es sich sehr, auf eine Alternative zurückzugreifen.

Ist dein Pferd allerdings gesund, so kannst du ruhig vier oder fünf entkernte Datteln in herkömmlicher oder getrockneter Form pro Woche verfüttern. Bei älteren Tieren können Datteln sogar dabei helfen, die Lebensgeister wiederzuerwecken.

Obwohl Datteln von Natur aus sehr wohltuend für den Darm sind, so kann es passieren, dass sie vom ein oder anderen Pferd nicht vertragen werden.

Beobachte dein Tier daher ganz genau, wenn du ihm zum ersten Mal Datteln verfütterst und stelle die Fütterung sofort wieder ein, wenn du bemerkst, dass sie deinem Vierbeiner nicht guttun.

Im nächsten Absatz geht es um gut verträgliche und noch viel gesündere Alternativen zu Datteln, um den Speiseplan deines Pferdes abwechslungsreicher gestalten zu können.

Natürlich lassen sich die aufgezählten Snacks auch einfach so als Belohnung oder Liebesbeweis zwischendurch verfüttern.

Welche Alternativen gibt es, die gesünder als Datteln sind?

Obwohl Datteln über einige positive Eigenschaften verfügen, so sind sie nur in sehr geringen Mengen gesund.

Aus diesem Grund möchten wir dir nun ein paar Alternativen auflisten, die du deinem vierbeinigen Freund in größeren Mengen und somit teilweise auch als Trainingssnacks verfüttern kannst.

Wir haben außerdem auch extra nach gesunden Snacks Ausschau gehalten, die an Allergiker und übergewichtige Pferde verfüttert werden können.

1. Karotten

Die meisten Pferde können von Karotten gar nicht genug bekommen und ziehen das süße Gemüse sogar dem Gras auf der Weide vor.

Durch den recht hohen Wassergehalt spenden sie gerade im Sommer zusätzlich Flüssigkeit und tun dem Pferd richtig gut.

Es handelt sich bei diesem Gemüse um eine gesunde Vitaminbombe, die allerdings einen recht hohen Zuckergehalt aufweist. Dennoch können Karotten an fast alle Pferde bedenkenlos verfüttert werden – und das in großen Mengen.

Pro 100 kg Pferdegewicht kannst du nämlich bis zu 1 kg Karotten pro Tag (!) verfüttern, ohne, dass sich negative Auswirkungen bemerkbar machen.

Du musst dir daher keine Gedanken darüber machen, ob du deinem Pferd eine Möhre mehr oder weniger geben sollst, denn eine Überdosierung ist sehr unwahrscheinlich.

Gönne deinem Pferd seinen täglichen Snack im Futter in Form von ein paar gelben Rüben oder verwende klein geschnittene Karotten bspw. als Trainingsleckerlis.

2. Getrocknete Hagebutten

Klein, reich an Vitaminen und dazu noch kalorienarm! Hagebutten eignen sich ideal als Trainingssnack für alle Pferde – auch für die übergewichtigen Kandidaten.

Bis zu einer Handvoll Hagebutten kannst du täglich verfüttern, ohne, dass sich negative Konsequenzen ergeben.

Hagebutten lassen sich problemlos über einen längeren Zeitraum verfüttern und sind sehr gesund. Viele Pferde mögen den süß-sauren Geschmack der Früchte von ganzem Herzen und freuen sich daher über den Leckerbissen.

Da Hagebutten im Handel eher selten sind, ist es empfehlenswert, in deiner Gegend nach wilden Hagebuttensträuchern Ausschau zu halten.

3. Apfeltrester

Möchtest du deinem Pferd sein Futter ein wenig schmackhafter machen, dann gib ein wenig Apfeltrester hinzu.

Lasse dich nicht vom vermeintlich hohen Zuckergehalt abschrecken, denn Apfeltrester ist sehr bekömmlich und zudem auch für EMS-Pferde geeignet sowie auch für Tiere, die zur Hufrehe neigen.

Das liegt daran, dass der Zucker des Apfeltresters keinen Einfluss auf den Insulinspiegel des Pferdes nimmt.

Wie kann ich Datteln am besten an mein Pferd füttern?

Datteln kannst du sowohl frisch als auch in getrockneter Form verfüttern. Wichtig ist hierbei, dass du immer den Kern entfernst, bevor du die Frucht verfütterst.

Außerdem solltest du wissen, dass der Zuckergehalt in getrockneten Früchten höher ist. Es spricht nichts dagegen, gelegentlich einzelne Datteln ohne Kern zu verfüttern, doch als regelmäßiger Snack ist die Fütterung von Datteln nicht empfehlenswert.

FAQ – häufig gestellte Fragen

1. Verändert sich das Wesen meines Pferdes durch die Fütterung von Datteln?

Aufgrund des hohen Zuckergehalts kann es passieren, dass dein Pferd einen regelrechten Energiekick bekommt, wenn du regelmäßig Datteln verfütterst.

Daher kann es sein, dass dein Pferd auf der Weide häufiger Freudenbuckler vollführt oder im Stall bzw. beim Reiten unruhiger ist als sonst, da es die angestaute Energie loswerden möchte.

Gerade bei alten Pferden kann dieser Effekt aber auch von Vorteil sein, da viele alte Pferde von Natur aus ein sehr niedriges Energielevel haben.

2. Kann mein Pferd durch die Fütterung von Datteln krank werden?

Fütterst du deinem Pferd zu große Mengen an Datteln, so kann es durchaus passieren, dass dein Pferd dadurch krank wird.

Außerdem kann es leicht zu Übergewicht kommen, was wiederum weitere gesundheitliche Nachteile mit sich bringt.

Aus diesem Grund sollten Datteln nur gelegentlich – wenn überhaupt – verfüttert werden und auch nur dann, wenn das Pferd gesund und normal- oder untergewichtig ist.

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